Die erste Sitzung des Ebnather Gemeinderats nach der Sommerpause leitete Zweiter Bürgermeister Wolfgang Söllner. Erster Bürgermeister Johannes Prechtl, dessen Nachfolger also, war im Urlaub. Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung erfuhren die Zuhörer: Den Zuschlag für den Abriss der Scheune neben dem Feuerwehrhaus erhielt die Firma Brewitzer aus Grafenwöhr. Hier konnte nach langen Verhandlungen mit den Eigentümern der Ankauf der Scheune erzielt werden. Die Fläche, auf der die Scheune steht, wird für den Anbau an das Feuerwehrhaus unbedingt benötigt.
Den Zuschlag für den Ausbau des Baugebiets „Zur Selingau“ mit 15 Bauplätzen erhielt die Baufirma Hans Fröber aus Selb. „Hier wird es in den nächsten Tagen eine Baubesprechung geben, um möglichst bald mit der Baumaßnahme beginnen zu können.“
Abwarten bei der App
Söllner führte routiniert durch die Sitzung, bei der alle Tagesordnungspunkte jeweils nach kurzer Diskussion einstimmig erledigt wurden. Zur Anschaffung einer Heimat-Info-App konnte sich das Gemeindeplenum zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht durchringen. Durch diese App soll die Bevölkerung durch Push-Nachrichten mit tagesaktuellen Informationen, Warnmeldungen und Bekanntmachungen versorgt werden. Vereine können diese App als kostenloses Werkzeug für die Öffentlichkeitsarbeit und als zentrale Veranstaltungsplattform nutzen. Im Bürgerservice-Modul sollen Online-Anträge und Verwaltungsinformationen abgerufen werden können.
„Es ist besser, die Digitalisierung der Verwaltungsgemeinschaft Neusorg abzuwarten und dann die Heimat-Info-App in allen Mitgliedsgemeinden einheitlich einzuführen“, so Zweiter Bürgermeister Wolfgang Söllner.
Neue Platzgebühren
Angenommen wurde der Neuerlass der Satzung zur Erhebung von Platzgebühren für Märkte in Ebnath. Hier soll es im Zuge einer Verwaltungsvereinfachung pauschale Gebühren für das Aufstellen von Ständen und Buden geben, anstatt diese nach der Größe der Stände und Buden pro laufenden Meter zu berechnen. Ab dem 1. Oktober 2026 werden pro Stand 20 Euro fällig. Ein Fierant, der sich eine Bude von der Gemeinde Ebnath mietet, zahlt 20 Euro zusätzlich. Die Stromkostenpauschale beträgt fünf Euro. Ausdrücklich von Benutzungsgebühren befreit sind die Vereine in der Gemeinde Ebnath.
Erfreut zeigte sich der Bürgermeistervertreter, dass für die langjährige Seniorenbeauftragte Frau Christa Schiener mit Frau Christa Lautenbacher und Frau Elisabeth Endres gleich zwei Nachfolgerinnen gefunden wurden. Auch hier erging der Beschluss einstimmig. Beide Damen werden ihr Amt am 1. Oktober 2026 antreten. „Für Christa Schiener wird es eine gebührende Verabschiedung geben“, so Wolfgang Söllner am Schluss dieses Tagesordnungspunktes.
Zweiter Bürgermeister Söllner wies darauf hin, dass zurzeit der Glasfaserausbau im Gemeindegebiet weitergehe. Sollte es Probleme beim Ausbau oder Nachfragen geben, so sollten sich Gemeinderäte oder Bürger mit dem Rathaus in Verbindung setzen.



















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