Ebnath
31.01.2019 - 16:20 Uhr

Was gehört wohin?

Stefanie Bräunlein von der Abfallberatung Tirschenreuth informiert über richtige Mülltrennung

Die Bürger zum Thema Müll zu sensibilisieren stand im Vordergrund bei einem Informationsabend im Rathaus, mit der stellvertretenden Sachgebietsleiterin der Abfallberatung, Stefanie Bräunlein (rechts) und der Prokuristin Brigitte Magnitz vom gleichnamigen Entsorgungsfachbetrieb in Tirschenreuth. Bild: br Bild: br
Die Bürger zum Thema Müll zu sensibilisieren stand im Vordergrund bei einem Informationsabend im Rathaus, mit der stellvertretenden Sachgebietsleiterin der Abfallberatung, Stefanie Bräunlein (rechts) und der Prokuristin Brigitte Magnitz vom gleichnamigen Entsorgungsfachbetrieb in Tirschenreuth. Bild: br

Was ist Rest- oder Biomüll und was gehört in die Papiertonne oder in den Gelben Sack oder auch nicht? Antworten darauf gab es bei einem Informationsabend zum Thema Mülltrennung im Rathaus. Wie Referentin Stefanie Bräunlein, stellvertretende Sachgebietsleiterin der Abfallberatung des Landkreises Tirschenreuth, betonte, gelte es, mit solchen Veranstaltungen Bürger für das Thema Müll zu sensibilisieren. Das breite Spektrum der Abfallwirtschaft wurde im Dialog mit dem etwa ein Dutzend Zuhörer rege diskutiert.

Mülltrennung oder Abfall gar zu vermeiden, sei ein wichtiges Thema, betonte Bürgermeister Manfred Kratzer. Im Anschluss blätterte die Referentin in der Abfallbilanz des Landkreises für das Jahr 2017. Daraus ging hervor, dass das Restmüllaufkommen je Landkreisbürger im Jahr knapp 130 Kilogramm betrug, was dem Gewicht einer ausgewachsenen Löwin entspricht. Im Vergleich beträgt bayernweit das Restmüllaufkommen etwa 150 Kilogramm. Mit einer Vielzahl an Bildern, Grafiken, Zahlen und Fakten erläuterte sie das Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises bezugnehmend auf die unterschiedlichen Abfallfraktionen - ob organische Abfälle, Wertstoffe oder Sperrmüll. Ein ausführlicher Überblick mit zahlreichen Details sowie Tipps, Terminen und Formularen über die Abfallwirtschaft des Landkreises sei dem Abfallwegweiser 2019 zu entnehmen.

In diesen Zusammenhang informierte sie auch über die Möglichkeit, an der Reststoffdeponie Steinmühle mit Wertstoffsammelstelle (bei Mitterteich) gegen Gebühr anzuliefern. Dazu gehört auch die Entsorgung von Elektrogeräten, zu denen seit geraumer Zeit auch Kleidungsstücke mit elektronischen Bestandteilen wie beheizbare Handschuhe, blinkende Schuhe oder Weihnachtsmannmützen gehören.

Breiten Raum nahm die Sammlung der Gelben Säcke zur Verwendung für restentleerte Verkaufsverpackungen aus Kunst- und Verbundstoff sowie Aluminium ein. Nachdem die "Dualen Systeme" den Entsorgungsfachbetrieb Magnitz GmbH in Tirschenreuth mit der Sammlung der Gelben Säcke beauftragt haben, informierte Brigitte Magnitz, Prokuristin des Unternehmens, was in den Gelben Sack darf.

Um dies anschaulich zu verdeutlichen, entleerte Lucia Kratzer ihren Gelben Sack mit Verkaufsverpackungen. Diese ordnete die Prokuristin ihren spezifischen Materialien zu mit dem Ergebnis, dass nicht jede Verkaufsverpackung auch in den Gelben Sack gehört. In diesem Zusammenhang verwies sie darauf, der Gelbe Sack sei kein allgemeines Sammelsystem für Plastik. Für sie sei er zudem ein Problemfeld besonderer Art mit der Begründung, die ständig steigende Anzahl an ausgegebenen Säcken lasse auf eine missbräuchliche Nutzung schließen. Gerademal ein Drittel der ausgegebenen Säcke komme an das Entsorgungsunternehmen zurück.

Abschließend informierte Stefanie Bräunlein, dass der Landkreis seit 1996 Mitglied beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) ist und jeder Interessierte am Freitag, 5. April, um 17.30 Uhr zur "Kraftwerkstour für alle" unter dem Motto "Gehen Sie dem Müll auf die Spur und entdecken Sie das Müllkraftwerk Schwandorf" (Anmeldung unter Telefon 09431/631-0 oder per E-Mail unter kraftwerkstour[at]z-m-s[dot]de erforderlich) eingeladen sind. Zudem ist am Samstag, 12.Oktober, Tag der offenen Tür.

 
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