08.09.2019 - 12:15 Uhr
EbnathOberpfalz

Grüne ernten blaue Kartoffeln

Prominenten Besuch gab es auf dem Biobauernhof der Familie Köstler in Hermannsreuth. Die Fraktionssprecherin der Grünen im Landtag, Katharina Schulze, war mit MdL Anna Toman zu Besuch.

MdL Katharina Schulze (Mitte) und MdL Anna Toman (rechts) nahmen sich viel Zeit für den Biobetrieb von Hermann Köstler (links).
von Autor SOJProfil
Die Landtagsabgeordneten Katharina Schulze und Anna Toman statteten auch dem Bullen Iglo einen Besuch ab.

Die Fraktionsvorsitzende der Bündnis-Grünen im Landtag, MdL Katharina Schulze, nahm sich viel Zeit für den Biobetrieb in der Gemeinde Ebnath. Zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin im Landtag, MdL Anna Toman aus Bärnau, und der Kreisvorsitzenden der Grünen im Landkreis Tirschenreuth, Heidrun Schelzke-Deubzer, informierte sie sich zwei Stunden lang über die Bewirtschaftung des Hofes, die Absatzmöglichkeiten der Bioprodukte und die verschiedenen Anbauprodukte. Die Köstlers bewirtschaften ihren Betrieb als Demeter-Bio-Bauernhof.

Der Demeter-Bio-Bauernhof hat zwei wichtige Standbeine, dies ist zum einen das Rote Höhenvieh, eine alte Rinderrasse, die sich zunehmend wieder großer Beliebtheit erfreut, und zum anderen baut die Familie auch Kartoffeln und Gemüse an, was auf Märkten und im Hofladen verkauft wird. „Respekt für eure großartige Arbeit auf eurem Demeter-Bio-Bauernhof“, sparte die Grünen-Fraktionsvorsitzende nicht mit Lob für die Arbeit der Familie Hermann und Karolin Köstler.

Nach der Begrüßung zeigten die Köstlers den Gästen die verschiedenen Geflügelarten. Dann ging es weiter zur Weide, wo rund um den Bullen Jglo eine große Herde Rotvieh graste. Besonders die kleinen Kälber hatten es den Gästen angetan. Das jüngste erst vor einer Woche geboren worden. Dann ging es weiter auf die angrenzenden Felder. Hier sahen die Grünen verschiedene Kartoffelsorten, darunter auch die „Blaue Anneliese“ und die „Rote Emma“. Die Gäste durften auch selbst ernten.

Hermann Köstler und Josef Schmidt aus Erbendorf, ebenfalls ein Züchter des Roten Höhenviehs, erklärten den Politikerinnen dann die verschiedenen Gemüsesorten. Die Gastgeber zeigten die Philosophie auf, die hinter Demeter steht, und erläuterten, warum sie sich dafür entschieden haben. Es werden kein Kunstdünger und keine Spritzmittel verwendet. Daraus ergebe sich eine sehr naturnahe Bewirtschaftung, die von vielen Kunden geschätzt werde. Angebaut würden Kürbisse, Zucchini, Weißkraut, Blumenkohl und Gelbe Rüben. Es wurde den Gästen auch die natürliche Stickstoffversorgung des Ackerbodens durch sogenannte Knöllchenbakterien gezeigt.

Schließlich führte der Weg in den hofeigenen Bioladen, wo Karolin Köstler ihr umfangreiches Warenangebot zeigte. Zum Schluss gab es Häppchen, die mit Kräutern aus der eigenen Herstellung garniert waren. Fraktionsvorsitzende Schulze und MdL Toman zollten den Gastgebern Respekt für ihre Arbeit. Die beiden Politikerinnen nahmen auch einige Anliegen der Biobauern mit nach München, wo sie diesen auch Gehör verschaffen wollen.

Katharina Schulze gefiel der Besuch auf dem Bauernhof.
Katharina Schulze gefiel der Besuch auf dem Bauernhof.
Josef Schmidt von der Grenzmühle, der ebenfalls ein Züchter des Roten Höhenviehs ist, erklärte den Grünen-Politikern die verschiedenen Gemüsesorten.
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