22.04.2019 - 15:50 Uhr
EbnathOberpfalz

Das Leben besiegt den Tod

Gläubige entzünden in der Osternacht das Licht Christi

Pfarrer Pater Anish George segnet die Osterkerze.
von Autor SOJProfil

Nachdem Pfarrer Pater Anish George vor dem Gotteshaus das Osterfeuer gesegnet hatte, entzündete er die Osterkerze am Feuer. Anschließend zogen er und die Ministranten in die noch dunkle Kirche ein. Während des Einzugs zum Altar rief der Geistliche drei Mal: "Lumen Christi" (Licht Christi). Die große Schar der Gläubigen antwortete jeweils mit "Deo gratias".

Nach den Lesungen erstrahlte die Kirche zum feierlichen Gloria im hellen Licht, alle Glocken läuteten und die Altarkerzen wurden entzündet. Es folgten die Taufwasserweihe und die feierliche Erneuerung des Taufversprechens. "Fest soll mein Taufbund immer stehen", klang es aus den Mündern der Gläubigen, als der Pfarrer mit dem geweihten Taufwasser durch die Kirche zog. Nach der Eucharistiefeier segnete Pfarrer Pater Anish George die mitgebrachten Speisen.

Den Gottesdienst gestalteten die Fichtelgebirgskapelle Ebnath unter Leitung von Johannes Prechtl und der Kirchenchor unter Leitung von Hubert Knott musikalisch. Mit dem Lied "Nun läuten Osterglocken" endete die eindrucksvolle Feier der Osternacht. Nach dem Gottesdienst teilten auf dem Kirchplatz Mitglieder des Pfarrgemeinderats geweihte Speisen aus.

Die drei österlichen Tage vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und von der Auferstehung des Herrn hatten am Gründonnerstag mit der Eucharistiefeier, die der Kirchenchor musikalisch begleitete, begonnen. Die Ereignisse des Gründonnerstags haben im christlichen Glauben einen zentralen Stellenwert. Das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern war gleichzeitig der Beginn eines neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen mit Jesus als Mittler. Nach dem Vorbild Jesu und als Symbol für die tätige Nächstenliebe wusch Pater Anish George nach altem Brauch zehn Kommunionkindern und zwei Ministranten die Füße. "Sich niederbeugen, dem anderen sich zuwenden, sich selber klein machen. Jesus gab bei der Fußwaschung dafür ein gutes Beispiel", erklärte der Geistliche. Der Gründonnerstag endete mit der Ölbergandacht in der Pfarrkirche.

Zum Gedenken an den Tod Jesu erwarteten die Christen am Karfreitag die Auferstehung des Herrn. Durch seinen Tod am Kreuz als "Gottesknecht" hatte Jesus freiwillig die Erbsünde und Schuld aller Menschen auf sich genommen. Sein Tod und Auferstehung ermöglichte den Menschen die Errettung aus dem Tod und ewiges Leben.

So kamen am Karfreitag viele Gläubige zum Kalvarienberg, um an den Kreuzwegstationen zusammen mit dem Seelsorger den Kreuzweg zu beten. Dieser endete mit dem Segen des Pfarrers und dem Schlusslied vor der Kreuzigungsgruppe bei der Kapelle.

Bei herrlichen Frühlingstemperaturen kommen viele Gläubige am Karfreitag zum Kalvarienberg, um gemeinsam den Kreuzweg zu beten.
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