17.02.2020 - 14:09 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Finanzminister Füracker zu Gast bei CSU in Edelsfeld

Wer Kinden erklären will, was Steuern sind, sollte einen Keks zur Hand haben. Das empfiehlt der bayerische Finanzminister Albert Füracker.

CSU-Ortsvorsitzender Peter Mauritz (links) bedankt sich beim bayerischen Finanzminister Albert Füracker für die Gestaltung des Abends mit einem Geschenkkorb voll heimischer Produkte.
von Rudi GruberProfil

"Die gut besuchte Wahlveranstaltung der CSU hat vielleicht nicht nur mit dem Bürgermeisterkandidaten Peter Mauritz und den Gemeinderatskandidaten zu tun, sondern mit dem Gast aus der Oberpfalz, unserem bayerischen Finanzminister Albert Füracker", mutmaßte Mauritz bei der Begrüßung. Von der Gruppe "Jedsmal anerschd" mit einem Marsch begleitet, hatte der Minister mit dem Landtagsabgeordneten Harald Schwartz und Landrat Richard Reisinger Einzug gehalten.

30 gemeinsame Jahre

Ob sich Füracker daran erinnerte, schon einmal vor acht Jahren beim Fischessen des CSU-Ortsverbands in Edelsfeld gewesen zu sein? "Es war damals schon ein interessanter Abend", meinte der Landtagsabgeordnete Schwartz und wies auf eine bereits 30-jährige gemeinsame Zeit mit Füracker in der Politik hin.

Dann legte der Minister los: "Mein Gott, bin ich a toller Kerl" war sein erster Satz. Er meinte damit die ehrenamtlich Tätigen, zum Beispiel im Vorfeld der Kommunalwahlen. Jeden Tag bekomme er Besuch, der nur so sprudle vor Ideen, doch fast alle kosteten Geld. "So ist das halt bei einem Finanzminister", fügte Füracker an.

"Überheblichkeit ist unangebracht, aber gute Zusammenarbeit notwendig, denn der Einsatz für Bayern und natürlich die Oberpfalz bewirkt auch etwas", gab er den Wahlkämpfern mit. Anhand eines bildhaften Vergleichs zeigte er auf, wie auch Kindern erklärt werden könne, was unter Steuern zu verstehen sei: "Wenn du einen Keks zu 47 Prozent abbeißt, das sind die derzeitigen Steuern! Sie sind möglichst erfolgreich wieder auszugeben, was die Aufgabe eines Finanzministers ist."

Oberpfälzer Fleiß

Dann ging er auf die Oberpfälzer ein. Es ist die Region mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit. Er sprach den Fleiß der Oberpfälzer und die richtigen Weichenstellungen an, was hier das Leben lebenswert mache. "Wir sind immer mit dem Geld gut umgegangen. Ein Land solider Finanzen und Wirtschaftsführung sind wir", sagte der Finanzminister.

Die CSU stehe zur Landwirtschaft. Die Politik könne aber nicht die Preise bestimmen. Tagtäglich streite die CSU für eine Senkung von Steuern. Anregungen zur Klimapolitik würden dagegen oft mit Vorschlägen für Steuererhöhungen verbunden: "Doch wo bleibt dann der Vorteil für den Menschen?"

Ohne Ehrenamtliche geht's nicht

Füracker setzte sich intensiv mit dem Ehrenamt auseinander. "Es ist wunderbar, wie viele Menschen sich ehrenamtlich und somit unbezahlbar einbinden in die Gesellschaft. Ohne sie ginge es nicht", betonte er.

Keine Zinsen für Sparer, Nachwuchsprobleme im Handwerk, das Mautdebakel und die geplanten Stromtrassen waren Themen in der anschließenden Diskussion. Ein Rückblick auf 60 Jahre CSU-Ortsverband Edelsfeld sowie das Singen der bayerischen und der deutschen Hymne beendeten den offiziellen Teil des Abends.

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