Waldsassen
14.06.2018 - 11:12 Uhr

Gehen, laufen oder radeln

Den Erlös sollen die mobilen Hospizdienste in Cheb/Eger erhalten: Einen Wallfahrts-Marathon veranstaltet die Caritas-Organisation der katholischen Pfarrei, in Zusammenarbeit mit der Laufschule Miloš Škorpil.

Mitglieder des deutsch-tschechischen Stammtischs (im Bild bei der Veranstaltung vergangenes Jahr) werden zur Mittagszeit eine Erfrischungsstation betreuen. gjb
Mitglieder des deutsch-tschechischen Stammtischs (im Bild bei der Veranstaltung vergangenes Jahr) werden zur Mittagszeit eine Erfrischungsstation betreuen.

Cheb/Eger. (gjb) Am Samstag, den 23. Juni 2018, werden wieder um die Mittagszeit Sportler durch Waldsassen laufen oder mit dem Rad fahren - und vor der Basilika Rast machen. Der Start dieser Benefizaktion ist um 9 Uhr vor der Egerer Nikolauskirche. Auch deutsche Teilnehmer können mitmachen. Jeder Teilnehmer bezahlt 2 Euro und erhält am Start eine Karte mit der Wegstrecke. Nun kann jeder selbst entscheiden, ob er diese ganz bewältigen möchte, oder nur einen Teil davon. Die 42,2 Kilometer lange Strecke führt über Maria Loreto, die Basilika Waldsassen, von dort geht es hinauf auf den Glasberg zur Kappl, danach auf den Grünberg zur ehemaligen Wallfahrtskirche St. Anna und schließlich zurück zur Nikolauskirche in Cheb/Eger.

Man muss kein Sportler sein, um sich am Marathon zu beteiligen, denn es ist auch möglich, nur einen Teil der Strecke zu laufen, zu gehen, oder mit dem Rad zu fahren. Für diese - und auch für die älteren Leute - fährt ein Bus hinterher. Es ist kein Wettkampf und es gibt auch keine Sieger. Den Geist der Aktion (Franz Kafka: "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht") soll jeder Teilnehmer auf seine eigene Art und Weise erleben und ausdrücken - etwa mit Gebeten, Singen, Gesprächen oder Schweigen. Seitens des Organisationsteam ist nichts vorgegeben.

Gegen Mittag kommen die Teilnehmer des Wallfahrtsmarathons in Waldsassen an und werden Rast machen: Vor der Basilika betreuen Mitglieder des deutsch-tschechischen Stammtischs eine Erfrischungsstation. Spenden für die mobilen Hospizdienste von Cheb/Eger werden auch hier gerne angenommen.

Info:

Der ambulante Hospizdienst in Cheb/Eger

Die Hospic Sv. Jiří (Hospiz St. Georg) der Caritas Cheb arbeitet mit freiwilligen Mitarbeitern als Kontaktstelle für Hilfesuchende in Notsituationen. Sie organisiert Besuchsdienste für Alte und Kranke und dient als Beratungsstelle für die Familien von Sterbenden, damit diese in ihrer vertrauten Umgebung ihr Leben beenden können und nicht in einem Krankenhaus. Jährlich werden ca. 40 Kranke von fünf Krankenschwestern, einem Arzt, zwei Sozialarbeite­rinnen, einer Trauerbegleiterin, einem Psychologen und einem spirituellen Begleiter betreut. Die Mitglieder dieses Teams arbeiten entweder für ein Mindestlohn oder sogar ehrenamtlich, was allerdings nur vorübergehend möglich sein kann.

Der gesamte Kostenaufwand für einen Tag palliativer Gesundheitsfürsorge beträgt 150 Euro.

Der mobile Hospizdienst - einschließlich der Pflegedienste, Palliativmediziner und Schmerztherapeuten, die zu den Patienten nach Hause kommen - wird in Tschechien von der staatlichen Krankenversicherung nicht unterstützt. Deshalb bedarf es der finanziellen Hilfe von Einzelspendern, Firmen, von kommunalen Stellen oder von Stiftungen. (gjb)

 
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