Ein Jubiläum mit Feierlaune

Jubiläumsfeste müssen nicht immer mehrere Tage dauern. Dass man einen 150. Geburtstag auch an einem Abend eindrucksvoll feiern kann, das beweist die Feuerwehr im Bergdorf Eigelsberg. Der Patenverein ist aus Österreich angereist.

von Christof FröhlichProfil

Das Jubiläum "150 Jahre Feuerwehr Eigelsberg" hat bei der Jubelwehr und den zahlreichen Gästen eindrucksvolle Erlebniswerte hinterlassen. Mit Einzelfeuer, Reihenfeuer und einem Salut wurde es am frühen Samstagabend von den Pirkhofer Böllerschützen angeschossen. Anschließend setzte sich der Kirchenzug, der zu einem ansehnlichen Festzug durchs Dorf wurde in Bewegung. Angeführt wurde dieser von Festleiter Josef Dausch und der "Ersten Innviertler Trachtenkapelle Solinger" aus Aspach in Österreich.

Festgottesdienst

Davor hatte die Trachtenkapelle aus Österreich auf dem Dorfplatz ein zünftiges Standkonzert gegeben. Vor dem renovierten Feuerwehrgerätehaus war ein Holzaltar mit einem herrlichen Blumenteppich aufgebaut. Hier zelebrierte Stadtpfarrer Alfons Kaufmann den Festgottesdienst. Er nannte die Gründer des Vereins Idealisten, deren Werk sich bis in die heutige Zeit hinein fortsetzt. So wie die Feuerwehr für alle Gefahren und Nöte durch Ausbildung und Einsatzbereitschaft Vorsorge treffe, so sollten auch die Christen Vorsorge für das ewige Leben treffen. Nach dem Festgottesdienst galt das Gedenken den verstorbenen Feuerwehrkameraden, allen Gefallenen der Weltkriege und allen, die der Wehr nahegestanden haben. Die Feuerwehrführung und Bürgermeister Heinz Weigl legten am Ehrenmal ein Blumengebinde nieder. Kreisbrandrat Robert Heinfling gratulierte auch namens der anwesenden Feuerwehrführungskräfte, Kreisbrandinspektor Richard Fleck und Kreisbrandmeister Peter Killermann, zum Gründungsjubiläum. Er stellte sie als kleine Feuerwehr heraus, die Großes zu leisten vermag, und durch gute Jugendarbeit auch in die Zukunft investiert.

Gratulationen und Lobesworte kamen vom CSU-Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier, vom stellvertretenden Landrat Jakob Scharf und von Bürgermeister und Schirmherrn Heinz Weigl. Die Grußwortredner würdigten ebenfalls die Arbeit und stete Einsatzbereitschaft der Jubelwehr. Besonderen Dank sagte Vorsitzender Holger Most allen, die am Gelingen dieses Feuerwehrfestes mitgewirkt haben, besonders aber dem aus Österreich angereisten Patenverein, die Feuerwehr aus Wasserdobl/Eigelsberg aus Oberösterreich. Diese hatten sogar ihren Vizebürgermeister mitgebracht.

Stimmung pur

Nach dem Marsch ins Bierzelt übernahm gleich die "Pirker Blechmusi" die Regie im Zelt. Die Vollblutmusiker drehten ihren "Jodel-Apparat" auf volle Lautstärke, ließen die "Schürzenjägerzeit" anbrechen und luden sogar zu einer rasanten "Fahrt mit dem Bob" im Bierzelt ein. Auf den Bänken und vor der Bühne wurde ausgelassen getanzt und gefeiert und die Eigelsberger und ihre zahlreichen Gäste waren so richtig in Feierlaune. Das ein ums andere Mal war zu hören: "Schade, dass das Fest in ein paar Stunden schon wieder vorbei ist".

In einem kurzen offiziellen Teil dankten Festleiter Josef Dausch und Vorsitzender Holger Most einigen Ehrengästen für ihre aktive Teilnahme mit Geschenken. Die Jubelwehr ihrerseits erhielt von ihrer Patenwehr aus dem Innviertel eine große Uhr fürs renovierte Feuerwehrgerätehaus. Dann aber ging die musikalische Post schon wieder ab und es wurde noch weit über die Mitternachtsstunde hinaus gefeiert. Bildergalerie: www.onetz.de/

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