Stoßtrupp feiert 30-jähriges Bestehen

Aus einer losen Gruppierung wird ein Geselligkeitsverein. Mittlerweile kann der Eigelsberger Stoßtrupp auf 30 Jahre zurückblicken. Er war und ist sehr aktiv und im Dorfleben eingebunden.

Aus einer losen Gruppierung wird ein Geselligkeitsverein. Mittlerweile kann der Eigelsberger Stoßtrupp auf 30 Jahre zurückblicken. Er war und ist sehr aktiv und im Dorfleben eingebunden.
von Ludwig BergerProfil

Aus reinem Spaß gründeten Jugendliche aus den Ortschaften Eigelsberg, Niesaß und der näheren Umgebung vor 30 Jahren in der Gastwirtschaft Wolf in Eigelsberg einen Geselligkeitsverein, der nur Spaß und Fröhlichkeit in seinem Programmangebot führte. Ein Jahresprogramm oder ähnliche Vorausplanungen gab es zunächst nicht.

Mit dem Aktivieren der Vereinsmitglieder richtete man sich zunächst mehr nach der Sonne, denn sobald sich an einem Wochenendtag der Planet von seiner freundlichen Seite am Himmel zeigte, war binnen einer halben Stunde an irgend einem zentralen Punkt im Dorf alles hergerichtet, was man zu einem kleinen Fest im Dorf braucht. Dies geschah meistens im Bereich des Dorfmarterls. Im Lauf der Zeit aber entstanden viele freundschaftliche Beziehungen zu anderen Vereinen innerhalb und außerhalb Eigelsbergs, und so entstand ein weiträumiger Aufgabenbereich, der im Kreis der Jahre den Vereinsmanagern einerseits viel Zeit abverlangt, anderseits viele Freundschaften verschaffte.

Angefangen hatte diese Serie von Aufgaben im Jahr 1990 mit dem Osterputz, jetzt auch unter dem Namen Ramadama bekannt, der heuer bereits zum 27. Mal stattfand. Um die Stadt zu entlasten, stellte sich der EST beim Bau des Kinderspielplatzes für dessen alljährliche Pflegearbeiten als Pate zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der Osteraktion entstanden auch freundschaftliche Beziehungen mit dem Handballverein Oberviechtach und dem "UMCS - Softair", welche unter dem Slogan "Bucken statt nur Reden" zur Vorbildfunktion aufrief.

Im Zusammenhang mit altem Brauchtum unternahmen in der Walpurgisnacht Vereinsmitglieder eine Wanderung in verschiedene Orte. Seit Jahren organisiert der EST alljährlich auch ein Weinfest sowie einen Nikolausbesuch und eine Dreikönigswanderung, die jeweils bei Kaffee und Kuchen im Feuerwehrhaus endete. Ein weiteres Highlight im Jahreskreis findet bei Nacht und Kälte im verschneiten Winterwald statt, nämlich das "Biwak im Wald". Jedes Jahr lädt der Verein auch zum Preisschafkopf ein.

Im Jahr 2009 feierte der Verein das 20-jährige Bestehen mit Zelt und Spanferkel, wozu auch die "Pollenfelder Holzwürmer" (aus der Nähe von Eichstätt) eintrafen und kräftig mitfeierten. Bei seiner Aufzählung der unterschiedlichen Aktionen merkte der langjährige EST-Vorsitzende Manfred Aschenbrenner an, dass diese Aufzählung im Verlauf der vergangenen 30 Jahre lange nicht alles ist, was der Jubelverein EST alles zu bieten hatte und streifte noch einmal mehrere gesellschaftliche Höhepunkte. Unter anderem nannte er hier Ausflüge zusammen mit der Feuerwehr, Kanufahrten auf dem Regen, einen Hüttenaufenthalt in den Berchdesgadner Alpen, den Bau von Vogelhäuschen und Blumentröge für das Dorf zum Wettbewerb "unser Dorf soll schöner werden" sowie diverse Fußballspiele, die aber die Eigelsberger meist verloren haben.

Erwähnenswert sind nach Aschenbrenners Bericht Spenden zum Beispiel für Tsunamiopfer, oder wie erst kürzlich zusammen mit der Feuerwehr Eigelsberg eine Spende für den Kindergarten und über Stadtpfarrer und Dekan Alfons Kaufmann an Pater Andre für seine Arbeit in der Mission.

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