06.11.2019 - 15:40 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ensdorfer Schüler pflanzen Obstbäume

Mit einem lauten Knall beginnt die Aktion: Am Schubkarren ist ein Reifen geplatzt. Doch dieses Malheur bremst die Ensdorfer Mittelschüler nicht. Voller Eifer legen sie eine Streuobstwiese in Uschlberg an.

Wildraumlebensberater Balduin Schönberger zeigt den Schülern, wie ein Baum gepflanzt wird.
von Hubert SöllnerProfil

Wichtig für die Kulturlandschaft

"Streuobstbestände erfüllen in unserer Kulturlandschaft wichtige Funktionen in Sachen Biodiversität", sagte Engelbert Hollweck, Betriebsleiter Landwirtschaft beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Amberg. Mit dem Berufsgrundschuljahr Landwirtschaft der Berufsschule Neustadt/Waldnaab wollen Ensdorfer Mittelschüler unter Anleitung von Wildraumlebensberater Balduin Schönberger 90 Hochstamm-Obstbäume auf einem einen Hektar großen Gelände pflanzen.

Landtagsabgeordneter Alexander Flierl, auch Präsidiumsmitglied des Bayerischen Jagdverbands, betonte, dass der BJV Aktionen wie in Uschlberg fördere, nannte sie Trittsteine und Verbundachsen in der Flur.

Ein Leuchtturmprojekt, das laut Hollweck durch das Volksbegehren "Rettet die Bienen" einen Schub erhalten hat: "Tragen Sie dies hinaus in die Landkreise, denn es geht nur miteinander", lautete seine Bitte. Die Jagdpächter Wolfram Seebauer und Christian Donhauser erinnerten daran, dass die Initialzündung zur Aktion Streuobst-Bäume ein Jagdessen mit Vortrag von Wildlebensraumberater Schönberger gewesen sei. "Wir wollen mit unseren Maßnahmen Strukturen gestalten. Nicht nur um den Artenverlust zu stoppen, sondern auch Lebensräume für Hasen, Fasane und Rebhühner zu schaffen". Schönberger betonte, mit Streuobst-Beständen könne ein wertvoller Beitrag zum Biotopverbund und damit zur Artenvielfalt geleistet werden.

Landschaftsarchitekt Reinhold Galli (links) unterstützte die Jugendlichen bei ihrer Pflanzaktion.

Beim Pflanzen auch lernen

Die Schüler sollen aber nicht nur arbeiten, sondern dabei auch etwas lernen. Er demonstrierte, wie der Baum in die ausgehobene Pflanzgrube gesetzt wird und wie die Erde hinein geschaufelt und festgestampft wird. Wichtig: Der zuvor angebrachte Drahtkörper muss bis auf den Boden reichen - "wegen der Mäuse". Alexander Flierl, Landtagsabgeordneter und Präsidiumsmitglied des bayerischen Jagdverbands, bezeichnete derartige Aktionen als "Trittsteine und Verbundachsen in der Flur". Mittelschul-Rektorin Helga Gradl freute sich über lebensnahen Unterricht, der den Schülern Spaß gemacht habe.

Auch das Bayerische Fernsehen war bei der Aktion Streuobstbäume in Uschlberg vor Ort.
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