16.09.2019 - 13:45 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Festgottesdienst zum Eggenbergfest

„Die Herzen hoch zu Gott empor und zu der Vierzehn Heil’gen Chor“ sangen zu Beginn des Festgottesdienstes die Gläubigen, die am Sonntag zur Wallfahrtskirche am Eggenberg gepilgert waren. Dann folgte eine beeindruckende Predigt.

Bei herrlichem Sonnenschein waren wieder viele Gläubige zum Festgottesdienst auf den Eggenberg gekommen.
von Hubert SöllnerProfil

Klosterdirektor Pater Ulrich Schrapp zelebrierte gemeinsam mit Pfarrer Hermann Sturm den Gottesdienst am geschmückten Freialtar vor dem Bild der Vierzehn Nothelfer. Der Ensdorfer Kirchenchor St. Jakobus unter Leitung von Elke Bauer-Hammer und die Don-Bosco-Blaskapelle unter Georg Bayerl umrahmten musikalisch den Gottesdienst. „Vierzehn Nothelfer – passen die noch in die Zeit?“, stellte Schrapp die Frage in den Raum. An Stelle der vierzehn Nothelfer seien in bestimmten Notsituationen Notärzte und Notfallseelsorger, Rettungs- und Bergungsdienste, Feuerwehr und Wasserwacht, Versicherungen und Rechtsschutz im Spiel. "Sind die Heiligen abgetreten und haben sie ausgedient?", fragte Pater Schrapp. "Oder lebt in ihnen nicht doch etwas weiter, was heute neu entdeckt werden will?" Was die vierzehn Nothelfer – drei Frauen und elf Männer – verbinde: Sie waren zum Helden berufen. Sie lebten ihre Berufung. Sie waren da für Menschen, die Hilfe brauchten und immer noch brauchen. Daran sehe man, das die Verehrung der Heiligen auch heute überhaupt nichts überholtes, sondern etwas sehr aktuelles sei.

Pater Ulrich Schrapp zitierte aus einem Brief des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer aus dem Gestapo-Gefängnis an seine Verlobte das Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und dessen Zeilen „Abends, wenn ich schlafen geh, vierzehn Engel um mich stehn“. Diese guten Mächte wirkten auch am Eggenberg und würden nach katholischem Verständnis Heilige genannt. Pater Schrapp fasste mit den Worten „Lasst uns wachsen in der Freundschaft zu Gott und seinen Nothelfern“ seine Predigt zusammen.

Die Andacht zu Ehren der Heiligen 14 Nothelfer am Nachmittag wurde von der Ensdorfer Blaskapelle unter Leitung von Hubert Haller musikalisch umrahmt. Sie spielte auch weiter zur Unterhaltung auf. Für das leibliche Wohl sorgte das Team der DJK, die Pfadfinder und Ensdorfer Feuerwehr.

Die ganze Woche über finden täglich um 18 Uhr Gottesdienste statt. Heute am Dienstag pilgern die Wolfsbacher auf den Eggenberg (Abmarsch um 16.45 Uhr bei der Kirche Wolfsbach). Am Mittwoch um 18 Uhr ist Jugendgottesdienst. Die DJK und die Pfadfinder wallfahrten zum Eggenberg, dazu sind aller Schüler und Jugendlichen eingeladen. Am Donnerstag findet um 18 Uhr ein allgemeiner Wallfahrtsgottesdienst statt. Am Freitag gehen die Thanheimer auf den Eggenberg, Abmarsch ist um 16.30 Uhr bei der Kirche Thanheim. Am Samstag ist Kinderwallfahrt zur Eggenbergkirche und Gottesdienst. Anschließend kleine Bewirtung. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Abzweigung zur Schön. Die Festwoche endet mit dem Abschlussgottesdienst am Samstag um 18 Uhr, anschließend Prozession mit dem Allerheiligsten nach Ensdorf zur Pfarrkirche.

Klosterdirektor Pater Ulrich Schrapp betonte bei seiner Predigt: „All die vielen Menschen, die in vielerlei Fragen und Nöten zu den vierzehn Nothelfern heraufziehen, die ihre Gebetsanliegen hierherbringen, können sich nicht irren.“
1698 stiftete der Eggenbergbauer Johann Forster das Ölbild der Vierzehn Nothelfer, welches heute noch erhalten und das Jahr über in der Kirche Hofstetten zu sehen ist.
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