Der SPD-Ortsverein hatte in den Werkraum der Mittelschule Ensdorfeingeladen, Nistkästen für eine bedrohte Vogelart, die Tannenmeise, zu bauen.Die Buben und Mädchen waren bei dem nicht gerade einfachen Zusammenbau gefordert. Werklehrer Ram hatte zwei Zentimeter starke Bretter – „sägerau, damit die Vögel sich festhalten und hochklettern können“ – vorbereitet und auch die benötigten 4x70er-Schrauben mitgebracht.
Die Kinder mussten, von Ram unterstützt, nach einem Musternistkasten Stirn- und Rückseite, Seitenwangen, Dachbretter und Bodenbrett genau ausmessen. Dann wurden bei Rückseite und Stirnwand jeweils links und rechts mit der Stichsäge das obere Teil im 45-Grad-Winkel abgesägt. Das mit der Ständerbohrmaschine angebrachte Einflugloch auf der Stirnseite durfte nur einen Durchmesser von 27 Millimetern haben.
Dabei hatten die Kinder zum Abmessen und Anzeichnen den Schreinerwinkel, zum Festspannen des Holzes die Schraubzwinge zu benutzen. "Damit", so Ram, „die Bretter gerade und winklig werden.“ Auch die Seitenwangen mussten auf Format zugesägt und für die Dachschräge im 45-Grad-Winkel mit der Stichsäge hergerichtet werden.
Hans Ram stand bereit, um unterstützend einzugreifen. Das Ganze wurde sorgfältig zusammengeschraubt, wobei beim Bodenbrett die Schrauben als Scharniere dienen, damit der Nistkasten auch jedes Jahr zum Entleeren geöffnet werden kann.
Nun wurde an den Dachbrettern als Regenschutz Kunstleder festgetackert, auf der Rückseite eine Latte zum Befestigen am Baum angebracht und der Nistkasten nach Gusto mit Acrylfarbe bemalt – nach rund drei Stunden waren alle fertig. Stolz trugen die Kinder ihre Nistkästen nach Hause und werden sie dort an einem Baum anbringen, „damit die Tannenmeisen ein Zuhause bekommen“.















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