Die laufenden Projekte in der Städtebauförderung mit dem Bürgerhaus, dem Dokumentationszentrum Flucht und Vertreibung sowie der Tagespflegeeinrichtung liegen alle im Zentrum der Stadt. Was lag also näher, den "Tag der Städtebauförderung" zentral in der Zoigl-stub'n "Zum Meislbeck" zu eröffnen.
Bürgermeister Hans Donko freute sich über das Interesse der Bevölkerung. Bei Zoigl und Kaffee gab er einen Überblick über die Geschichte der Städtebauförderung in der Steinwaldstadt. "Die Städtebauförderung zählt mit der Wirtschaftsförderung zu den wichtigsten Förderungen der Stadt", stellte er fest.
Donko blickte in die Mitte der 1980er Jahre zurück, als die ersten vorbereitenden Untersuchungen in Sachen Städtebau in Erbendorf begannen. "Fragebögen wurden durch die Bürger ausgefüllt, es wurden Rückmeldungen abgegeben und alles bewertet", erinnerte sich der Bürgermeister. Das Planungsbüro Dr. Scherzer aus Nürnberg fasste dies alles zusammen und stellte es abschließend vor. "Dabei löste das eine oder andere Ergebnis aber auch heftige Diskussionen aus."
"Doch wenn man das Geschehene jetzt aus der Gegenwart sieht, waren alle Entscheidungen richtig", stellte der Bürgermeister fest. "Dass dann abwicklungstechnisch bei den Maßnahmen alles funktioniert hat, ist Teil der Städtebauförderung und dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu verdanken. Ohne die damalige Untersuchung wäre das nicht möglich gewesen."
1987 seien die Verantwortlichen Erbendorfs aktiv in Städtebauförderung eingestiegen und hätten erste Maßnahmen übernommen. "Heute ist im Stadtbild manches so selbstverständlich, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, wie es damals war." Der Bürgermeister erinnerte unter anderem an den Ausbau der Frühmeßgasse mit der Engstelle am Lorettoheim und der beengten Situation im Kreuzungsbereich bei der Höllgasse. "Das Städtebauförderungsprogramm ist ein dynamisches Programm", stellte er fest. "Denn es wird individuell auf den Ort eingegangen." So könnten auch ganz spezielle Lösungen realisieren werden. "Das Gute daran ist, es geht nicht nach Schema F."
"Für die Stadt Erbendorf ist der Tag der Städtebauförderung ein Freudentag", stellte Donko abschließend fest. "Denn ohne Städtebauförderung wären wir nicht da, wo wir heute sind." Einen besonderen Dank sprach er der Regierung der Oberpfalz aus. "Es ist immer eine sehr angenehme Zusammenarbeit."
Im Anschluss ging es in die Alte Schmiede gleich nebenan, in der über die drei aktuellen Maßnahmen informiert wurde. So soll in der Bräugasse 23 das Anwesen zu einem Bürgerhaus umgebaut werden. Die "Alte Schmiede", Bräugasse 18, wird nach ihrem Umbau das ,,Dokumentationszentrum Flucht und Vertreibung" beherbergen. Donko erwähnte auch die beiden Anwesen Asylstraße 2 und Kaiserberg 1, die generalsaniert werden und als Tagespflegeeinrichtung genutzt werden sollen.
Die Ausstellung beleuchtete auch beispielhaft ältere Vorhaben. "Denn wer erinnert sich noch an die alte Pöllath-Produktionshalle oder Wehrsporthalle, die im Zuge des Ausbaus der Jahnstraße abgebrochen wurden", fragte der Bürgermeister. Aber auch Industriebrachen konnten beseitigt werden: So wurde die ehemalige Bermas-Produktionshalle zum Aribo-Hotel umgebaut.
Bauamtsleiter Dieter Döppl wies darauf hin, dass am Programm Städtebau auch Privatleute teilnehmen können. "Bisher wurden rund 80 Anwesen gefördert." Mit einer Besichtigung der Alten Schmiede in der Bräugasse und des künftigen "Bürgerhauses" schloss der informationsreiche Tag.















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