10.05.2020 - 14:46 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Alles ganz diszipliniert

Der erste öffentliche Gottesdienst nach gut acht Wochen: In der katholischen Pfarrkirche feierte Pfarrer Martin Besold unter Auflagen zum Schutz gegen Corona die Heilige Messe in Erbendorf.

Nach vielen Wochen der erste öffentliche Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrtskirche. Die hygienischen Vorschriften wurden bestens umgesetzt.
von Jochen NeumannProfil

"Herzlich willkommen, wir feiern nach acht Wochen das erste Mal wieder gemeinsam Sonntagsgottesdienst." Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Martin Besold in der Mariä-Himmelfahrtskirche die Gläubigen. "In der zurückliegenden Zeit habe ich mehr als sonst gemerkt, unsere Pfarrkirche, das ist ein Stück Heimat."

Die Gottesdienstbesucher versteckten ihre Gesichter hinter Mund- und Nasenschutz und hielten auch während der Messe den Zwei-Meter-Abstand ein. Dafür sorgten bereits beim Einlass auf jeder Kirchenseite zwei Ordner. Auch das Verlassen der Kirche nach den Gottesdiensten verlief nach Anweisung sehr ruhig ab. Die Kommunion reichten Pfarrer Besold und die Kommunionhelfer stumm - es wurde dabei nicht gesprochen.

Mit Krisen umgehen

"Auch unter den Vorgaben des Infektionsschutzes, die wir einhalten wollen, mögen wir uns geborgen fühlen hier in der Kirche, denn wir haben hier eine Heimat bei Gott", sagte Besold weiter. Auch in den Fürbitten war Corona Thema. Es wurde darum gebetet, dass die Politiker die richtigen Weichen stellen, um sicher durch die Krise zu kommen. Auch der Zusammenhalt in Europa und die Welt im Blick wurden Fürbitten gesprochen.

Um Vertrauen, Geborgenheit und eine innere Heimat ging es Pfarrer Besold in seiner Predigt. "Das hilft, um auch mit Krisen gut umzugehen." Dabei ging er auf die Geborgenheit, die vor allem für Kinder sehr wichtig sei, ein. "Wer dies in seiner Kindheit erfahren hat und spüren durfte, der hat viel für sein Leben mitbekommen."

"Es kann uns verwirren, was wir gerade erleben", ging der Geistliche auf die derzeitige Lage ein. "Unsicher ist, wie lange unser Alltag von den Einschränkungen betroffen ist, wann was gelockert wird oder wie lange diese Sache überhaupt noch geht." Sorgen bereite auch die wirtschaftliche Seite. "Und alle merken, so denke ich, dass es kein einfaches Zurück in die Zeit vor Corona geben wird."

Von Sorgen aufschauen

"Glaubt an Gott und glaubt an mich, spricht Jesus", sagte der Pfarrer weiter. "Denn auf ihn können wir unser Vertrauen setzen und Jesus selbst als Weg zu Gott sehen, von dem wir uns führen lassen können." Für alle Christen sei eine große Botschaft mit im Gepäck für unsere Zeit. "Es ist die Botschaft des Vertrauens und der Geborgenheit, der Heimat bei Gott." Deshalb gelte es aufzuschauen von seinen Alltagssorgen.

In den Gottesdiensten, zu denen eine Anmeldung im Pfarrbüro oder übers Internet notwendig war, standen jeweils 80 Sitzplätze zur Verfügung, die aber nicht voll ausgeschöpft wurden. "Hier ist für die nächsten Male noch Luft nach oben", hoffte Pfarrer Besold.

Nach vielen Wochen der erste öffentliche Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrtskirche. Die hygienischen Vorschriften wurden bestens umgesetzt.
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