21.08.2019 - 16:34 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Ampel für Flugplatz

Auf dem Segelflugplatz in Erbendorf gibt es eine wichtige Neuerung. Zur Absicherung des Flugbetriebs soll eine Lichtzeichenanlage Spaziergängern und Besuchern in der Schweißlohe helfen.

Der Flugplatz in der Schweißlohe sozusagen aus der Vogelperspektive. Bei der Landung müssen nicht nur die Segelflieger aufpassen.
von Autor GDÖProfil

Mittlerweile ist es jetzt 30 Jahre her, als der Segelflugplatz in Erbendorf mit öffentlichen Sportfördermitteln in den jetzigen Zustand ausgebaut wurde. Nicht zuletzt seit dieser Neueröffnung am 30.Juni1990 wird hier erfolgreicher Flugsport betrieben.

In der Jugendarbeit, als auch bei der Ausbildung, beim Breitensport und beim Leistungssport ist man bei der Flugsportgemeinschaft Steinwald sehr erfolgreich aktiv dabei. Die oft geäußerte Meinung vieler Spaziergänger, der Flugplatz sei nicht in Betrieb, weil die Schranken gerade offen sind, ist falsch. Das Fluggelände darf in einer möglichen Betriebszeit durch Unbefugte grundsätzlich nicht betreten werden. Die vorhandene Beschilderung ist dazu eindeutig. Es kann immer und zu jeder Zeit auch ein fremdes Flugzeug in Erbendorf landen. Die Landebahn muss für diesen Fall immer absolut frei von jeglichen Hindernissen sein.

Der Flugplatz und damit die beiden öffentlichen Wege im Bereich des Geländes müssen laut der aktuellen Platzgenehmigung durch das Luftamt Nordbayern bei jedem Start und jeder Landung abgesichert werden. Das erfolgte 30 Jahre lang unter anderem mit den vier Schranken. Diese Schranken sind aber nur für die Wegesicherung vorhanden. Besonders im Westen des Flugplatzes führte es immer wieder dazu, dass viele ankommende Fahrzeuge aller Art diese geschlossenen Schranken über das angrenzende Grundstück, sehr zum Ärger des Besitzers, umfahren haben.

Hier wird eine Neuregelung jetzt eine deutliche Verbesserung bringen. Bei einem Ortstermin mit der Aufsichtsbehörde wurde diese Problematik ausführlich besprochen. Das Luftamt hat eine Lichtzeichenanlage als Ersatz für die beiden Schranken im Westen vorgeschlagen. Der Platzhalter hat damit seine Pflicht zur Absicherung des Weges erfüllt. Wer das Rotlicht nicht beachtet, hat die Folgen seines Fehlverhalten selbst zu verantworten.

Die Nutzung der öffentlichen Wege ist somit immer dann möglich, wenn gerade keine Starts und Landungen stattfinden. Das Rotlicht im Westen ist dann aus und die beiden automatischen Schranken sind offen.

Bei einem Windenbetrieb, als mögliche Startart für den Segelflug, ist es durch die Behörde auch genehmigt, die Winde außerhalb des Flugplatzes aufzustellen. Bei dieser ausgelegten Seillänge erreicht man mit dem Segler eine größere Ausklinkhöhe. Jeder dieser Windenstarts ersetzt immerhin einen Start des Seglers im motorgetriebenen Flugzeugschlepp.

Bei einem Windenbetrieb Richtung Westen sichern dann zusätzliche Aufsichtspersonen bei jedem Start sowie beim darauffolgenden Ausziehen der beiden Startseile das Überqueren des Weges im Westen zusätzlich ab. Diese beschriebenen Verfahren bringen den Erbendorfer Flugsportlern sowie allen Besuchern der Schweißlohe die notwendige Sicherheit, um dieses schöne Gelände auch in der Zukunft weiterhin gemeinsam unfallfrei zu nutzen.

Homepage www.fsg-steinwald.de.

Nur weil die Schranke geöffnet ist, heißt das nicht, dass kein Flugbetrieb herrscht.
Das Rotlicht signalisiert Besuchern, dass von oben etwas einschweben könnte.
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Kommentare

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Manuela Zebisch

Ergänzend zu den beiden vorangegangenen Kommentaren möchte ich noch anführen, dass die meisten Freizeitpiloten, welche den Lärm in Erbendorf produzieren, gar nicht in Erbendorf wohnen. Sie kommen von Grafenwöhr und sonst woher und gehen bei uns rücksichtslos diesem extrem störenden und lauten Hobby nach. Wenn Sie vor allem an Wochenenden genug gelärmt und genervt haben, fahren sie wieder nach Hause und genießen in ihrem Garten oder auf ihrer Terrasse die Ruhe! Selbst der Vereinsvorsitzende der Erbendorfer Flieger wohnt ca. 35 km von Erbendorf entfernt. Da brauchen sich die wenigen „echten“ Erbendorfer Piloten nicht wundern, wenn von den Anwohnern plötzlich gegen diesen Lärm rebelliert wird. Ruhe ist schließlich eines jeden sein Recht!?

31.08.2019
Nicolas Albert

Hier kann ich mich dem vorangehendem Kommentar nur anschließen. Teilweise wird am Wochenende ab 07:00 Uhr geflogen und die Ampel bleibt dann den gesamten Vormittag auf rot. Als begleitende Nebenerscheinung bleibt dann der durch die Schleppflugzeuge erzeugte Lärm. Die Rasenmäher bleiben Sonntags in den Schuppen und per Gesetz wird man durch Fahrlärm von Lastwägen geschützt, aber geflogen werden darf den ganzen Tag. An ein entspanntes Frühstück oder Kaffee auf der Terrasse ist dann nicht zu denken. Wenn hierbei wenigstens ein Zweck z.B. Personen- oder Güterbeförderung erfüllt werden würde, aber das alles dient nur dem Vergnügen einzelner.

28.08.2019
klaus schmidt

Zur neuen „Ampelregelung“ - leider ist es nicht damit getan, die Ampel auf Dauerrot zu stellen. Als Spaziergänger steht man ewig vor der roten Ampel, obwohl weder Flieger starten oder landen oder im Anflug wären. Vom anwesenden „Flugplatzpersonal“ interessiert dies aber keinen. Wenn’s den Spaziergängern dann aber irgendwann doch zu blöd wird und deshalb trotz Rotlicht drüber laufen, dann plötzlich ist das Geschrei groß!

Eine Ampel muß halt betreut und geschalten werden, wenn das Überqueren gefahrlos möglich sein soll. Und wenn keine Flieger starten, landen oder im Anflug sind, dann muss die Ampel auch aus und eine Überquerung für Jedermann möglich sein! Das wäre ja auch grundsätzlich der Sinn einer Ampel. Ist die Ampel auf Dauerrot, wird diese verständlicherweise von den Spaziergängern auch bald nicht mehr beachtet.

22.08.2019