Im Hinblick auf die derzeitig große Baumaßnahme der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, dem Neubau eines Mietshauses mit 14 Wohnungen (der Neue Tag berichtete), konnte Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2017 auf gute Zahlen verweisen. Die Genossenschaft stehe mit einer Bilanzsumme von 3,8 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von knapp 44 Prozent bestens da.
Nicht ohne Stolz verkündete der Vorstandsvorsitzende im kleinen Saal des Kolpinghauses das Jahresergebnis von 55 000 Euro. Nach Abzug der Einstellungen in die Rücklagen verbleibe ein Bilanzgewinn von rund 2600 Euro, der nach dem Willen der Mitgliederversammlung nicht verteilt werde, sondern ebenfalls in die Rücklagen wandert.
Sprach Döppl im vergangenen Jahr von niedrigen Mietrückständen, waren diese beim Abschluss 2017 beinahe nicht nennenswert. Nicht einmal tausend Euro waren bei Gesamtmieteinnahmen von gut 430 000 Euro zu verzeichnen. "Ein großes Lob an unsere Mieter, dass tut der Baugenossenschaft gut", so der Vorstandsvorsitzende.
Fast verdoppelt haben sich aber nach Döppls Worten die Instandhaltungskosten mit 109 000 Euro. Diesen Anstieg führte er auf Instandsetzungen von Kellern und der Renovierung von zwei Wohnungen zurück.
Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl konnte in seinem Geschäftsbericht des Vorstandes von 285 Mitglieder mit 300 Geschäftsanteilen sprechen. So sei die Mitgliederzahl um acht leicht gestiegen. Keine Veränderung gebe es, mit Ausnahme des derzeitigen Miethausbaues bei den Gebäuden der Baugenossenschaft. Dies seien nach seinen derzeit 17 eigene Mietwohnhäuser mit 104 Wohnungen sowie 32 Garagen.
Abschließend dankte Vorstandsvorsitzender Döppl den Vorstandskollegen sowie dem gesamten Aufsichtsrat für die hervorragende Zusammenarbeit. "Wir sind ein eingespieltes Team", stellte er fest. Bereits bei dieser Mitgliederversammlung wies Döppl darauf hin, dass der Gemeinnützigen Baugenossenschaft im kommenden Jahr ein Jubiläum ins Haus stehe. "Die Genossenschaft wird 100 Jahre alt und dieses Ereignis kann an uns nicht spurlos vorübergehen." Entsprechende Feierlichkeiten werde es voraussichtlich im November 2019 geben.
Sparsame Wirtschaftsführung
"Für unsere Genossenschaft wurde 2017 ein gutes Ergebnis erzielt", stellte Aufsichtsratsvorsitzender Willi Müller fest. "Dem Vorstand bescheinige ich eine sparsame und korrekte Wirtschaftsführung." Er dankte dem gesamten Vorstand sowie den Aufsichtsratsmitgliedern für die hervorragende Arbeit, die auch im Hinblick auf die gesetzlichen Erfordernisse sowie dem derzeitigen Wohnhausbaus nicht weniger werde.
Bürgermeister Hans Donko bescheinigte der Baugenossenschaft eine hervorragende Arbeit. "Erfolgreiche Zahlen und eine tolle Leistung", sagte er zum Zahlenwerk des Jahresabschlusses. Positiv bewertete der Bürgermeister, dass die Genossenschaft immer auf der Höhe der Zeit sei und ihre Wohnungen saniere. "Moderne Wohnungen sind in unserer Stadt wichtig."
Im Hinblick auf die Sanierung der Wohnungen in der Turngartenstraße durch die Baugenossenschaft und die Erneuerung der Turngartenstraße durch die Stadt stellte Bürgermeister Donko fest, dass Baugenossenschaft und Stadt hervorragend zusammenarbeite. "Es ist eine optische Bereicherung", so der Bürgermeister. "Mit dem nun fertiggestellten Vital-Park auf dem ehemaligen Stadthallengelände kann nun zum Feiern übergegangen werden." Mit diesen Worten lud er bereits die Anlieger und Verantwortlichen der Baugenossenschaft ein.
Satzungsänderung
Bevor es das traditionelle Essen für die Mitglieder gab, brachte Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl mit einer Satzungsänderung noch eine trockene Materie auf den Tisch. So sei die bisherige Satzung überarbeitet und mit dem Landesverband Wohnbau abgestimmt worden. Unter anderem wurde die Kündigung von Geschäftsanteilen von zwei Jahren auf drei Monate vor Jahresschluss festgeschrieben. Auch die bisherige Altersbeschränkung für die Vorstände mit maximal 75 Jahren wurde aufgehoben. Die Satzung wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig verabschiedet.














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