13.07.2020 - 13:08 Uhr
ErbendorfOberpfalz

"Wie Blumen dem Kindergarten entwachsen"

Am 8. September beginnt für die Vorschulkinder von St. Elisabeth in Erbendorf der Ernst des Lebens. Jetzt war es an der Zeit, sie feierlich in ihren neuen Lebensabschnitt zu entlassen.

von Redaktion ONETZProfil

"Ein Mann wohnt in einem Zaubergarten, ist alt und jung zugleich", so begann eine Geschichte, die Pfarrer Martin Besold während des Abschiedsgottesdienstes unter freiem Himmel erzählte. "Weise, wie ein alter Mann, aber mit einem Wesen, wie ein Kind."

Mit dieser Geschichte beschrieb Pfarrer Besold die Entwicklung der ältesten Kindergartenkinder in den vergangenen Jahren bildlich. Denn im Zaubergarten verändere sich Tag für Tag und Woche für Woche etwas. Die Kinder seien zauberhafte Wesen, die den Garten erblühen ließen, die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen wie Gärtner, die sich Tag für Tag Zeit nahmen für die Kinder. "Sie sammelten große gelbe Steine als Sonne und kleine weiße Steine als Sterne und erschufen sich so jeden Tag eine neue Zauberwelt", endete die Geschichte. Und so endete nun auch die Kindergartenzeit für die Mädchen und Jungen mit Besolds Worten: "Ihr seid hier aufgeblüht und jetzt reif für die Schule." Auf die Frage, ob sie sich darauf freuen, entfuhr den "Wackelzähnchen" nur ein zögerliches, fast ehrfürchtiges "Ja". Lag das nun am feierlichen Rahmen, der ihren Abschied vom schulfreien Kindsein bedeutete oder die spannungsgeladene Vorfreude auf die Schulzeit?

Anschließend segnete Pfarrer Besold die Kinder und ihre Eltern. Dieses Jahr aber nicht wie gewohnt im großen Kreis, nein er lief von Tisch zu Tisch und segnete die Familien einzeln. Und da aufgrund der Pandemie ein Handauflegen nicht möglich war, legten die Eltern ihre Hände stellvertretend auf die Schultern ihrer Kinder.

Gute Entwicklung

Nach dem Gottesdienst wurde im Kindergarten-Garten in echter Biergartenatmosphäre zusammen mit den Eltern eine richtige Piratenbrotzeit verspeist. Natürlich im großzügigen Abstand zueinander, was vor allem den Kindern schwerfiel. Satt und gestärkt machten sich dann die Kinder auf eine Piratenschatzsuche. In der Innenstadt waren einige Schatzkarten versteckt, die ihnen den Weg zum Piratenschatz zeigten. Bei einer Eispause wurde deutlich, wie anstrengend das Piratendasein ist.

Der Höhepunkt war das Besteigen des Turms der Stadtpfarrkirche. Im Kindergarten wartete noch eine große Schatzkiste auf die kleinen Piraten, deren Inhalt schnell untereinander aufgeteilt wurde. Ein großes Dankeschön brachte Pfarrer Besold Kindergartenleiterin Stefanie Unterburger und ihrem Team entgegen. Jede von ihnen bekam vom Stadtpfarrer zudem eine rote Rose überreicht.

Eine Überraschung hatten die Eltern der Vorschulkinder dabei. Symbolisch übergab Eva Gruber einen Schirm an das Kindergartenteam, das sich immer schützend über die Kinder gespannt hat. Im Schirm baumelten kleine Geldscheinschmetterlinge, wofür Sonnenschirme angeschafft werden.

Brotzeit mit Piraten

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