Für Bürgermeister Hans Donko ging es bei der Ausbildungsmesse in Zusammenarbeit mit dem Schulverbund Erbendorf-Windischeschenbach "um wichtige Weichenstellungen für die Zukunft unserer Jugendlichen". Er dankte den beteiligten Firmen für ihr Interesse und blickte er auf gut zehn Jahre zurück. "Damals waren ganz andere Voraussetzungen", stellte Donko fest. Schüler hatten erhebliche Probleme, einen Ausbildungsplatz zu finden. "Heute ist es gerade umgekehrt, und die Firmen suchen händeringend junge Menschen."
Auf dem Arbeitsmarkt werde die Ressource Mensch immer wichtiger. "Ohne Auszubildende wird der Standort Deutschland keine Zukunft haben." Die Ausbildung sei für Unternehmen auch ein Teil der Standortsicherung, betonte Donko bei der Eröffnung zusammen mit den Rektorinnen Annette Spreitzer-Hochberger (Windischeschenbach) und Sabine Graser (Erbendorf).
Diese dankte dafür, "dass wir als Schule vor Ort so eine tolle Möglichkeit für unsere Schüler haben, mit dieser Ausbildungsmesse einen weiteren Baustein im wichtigen Bereich der Berufsorientierung zu geben". Die Mittelschule sei gekennzeichnet von den drei großen Säulen "stark im Wissen, stark für die Menschen und stark im Beruf". Die Ausbildungsmesse sei eine gute Ergänzung zum Berufswahlseminar vor einigen Wochen, bei dem sich viele Firmen vor Ort mit eingebracht hätten, meinte Graser. Die dritte Messe sei ein Beitrag der Stadt mit einem breiten Angebot, damit Schüler ihren Traumberuf finden könnten.
Klaus Gredinger, Leiter des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit sowie Stadtrat, hatte für die Unternehmen "schlechte Nachrichten". Denn: "Auf einen Ausbildungsplatz kommen 0,6 Bewerber." Die Konkurrenz um Auszubildende sei groß. "Sie haben die Zeichen der Zeit verstanden", sagte er in Richtung der beteiligten Firmen. "Sonst wären Sie nicht hier, um Auszubildende abzufischen."
Nicht zuletzt sprach der Vorsitzende des Trägervereins des Berufsbildungszentrums, Zweiter Bürgermeister Johannes Reger. "Nach dem Niedergang der Industrie in den 1990er Jahren in der Oberpfalz ist mittlerweile eine Vielfalt in allen Bereichen entstanden." Die Region habe den wirtschaftlichen Wandel geschafft. "Bei uns kann man gut arbeiten, bei uns kann man gut wohnen." Die Ausbildungsmesse sei "ein guter Grundstock, dass Firmen Jugendliche bekommen, die auch in der Region bleiben."
Beim Rundgang konnten sich Donko, die anwesenden Stadträte sowie die Rektorinnen selbst einen Überblick über das Ausbildungsangebot von 33 Unternehmen verschaffen. Im großen Saal sowie Mehrzweckraum der Stadthalle präsentierten sie auf zwei Ebenen knapp 100 Ausbildungsberufe.
Von Seiten der Aussteller war zu hören, dass mit potenziellen Ausbildungsplatzbewerbern gute Gespräche geführt und erste Kontakte für Praktika hergestellt werden konnten. Für die angehenden Berufseinsteiger brachten die Firmen nicht nur viele Informationen und Anschauungsmaterial mit, sondern auch Technik. So zeigte unter anderem die Porzellanfabrik Seltmann einen Kuka-Roboter, Fördertechnik in Miniatur konnte bei AM-Maschinenbau bestaunt werden.






















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