Heuer wird die städtische Kläranlage 25 Jahre alt. Den damaligen Neubau machte bereits Klärwärter Fritz Fütterer mit, der seit 1979 in Sachen Wasser und Abwasser bei der Stadt beschäftigt ist. Für ihn ist es beinahe schon „seine Kläranlage“ und er kennt sie wie seine eigene Westentasche.
Wie es derzeit um die Kläranlage steht, davon machte sich zweiter Bürgermeister Johannes Reger ein Bild. Wie ihm Klärwärter Fütterer erklärte, machen ihm, Fütterer, die Hitzewelle und die Trockenheit bislang keine Angst. Denn im Kanal bleiben im Jahresverlauf die Temperaturen relativ konstant. „Beim Zulauf haben wir im Winter um die acht Grad, wenn es sehr heiß wird im Sommer höchstens 15 Grad“, erklärte Fütterer. „Einzig wird bei der derzeitigen Hitzewelle der Zulauf insgesamt etwas weniger.“
In der Stadt wird das Schmutz- und Regenwasser im Mischsystem zur Kläranlage an der Fichtelnaab abgeleitet. Ein Schneckenhebewerk beim Kanaleinlauf befördert das Abwasser nach oben zur Rechenanlage, wo der grobe Schmutz entfernt und in Containern zur Entsorgung gesammelt wird. Beim Sand- und Fettfang werden anschließend aufschwimmendes Fett und absinkender Sand mit Schiebern und Schnecken entfernt.
Wie Fütterer erklärte, geht das vorgeklärte Abwasser dann in die Belebungsbecken. Bei der braunen Brühe handelt es sich um sehr, sehr viele Bakterien im Wasser, die die letzten feinen Schmutzteile auffressen. „Eigentlich haben hohe Temperaturen einen positiven Effekt“, so Fütterer. „Die Bakterien fühlen sich dann so richtig pudelwohl.“ Einzig eine erhöhte Sauerstoffzufuhr ist in den Becken notwendig.
Weiter geht es in die Nachklärbecken, wo das Abwasser schon sehr viel sauberer, aber immer noch etwas trübe ist. „Hier werden die letzten Bakterien und die restlichen Schmutzteilchen entfernt, wodurch das Wasser dann zu 98 Prozent gereinigt ist und problemlos in die Fichtelnaab geleitet werden kann“, so der Klärwärter.
Mit Wasser sparsam umgehen
Anders sieht es in dieser „heißen“ Zeit bei der Wasserversorgung aus. Wie zweiter Bürgermeister Johannes Reger ausführte, beziehe die Stadt ihr Wasser über den Zweckverband Steinwald-Gruppe. „Dem Zweckverband machen die ausbleibenden nachhaltigen Niederschläge sowie die derzeit äußerst hohen Temperaturen zu schaffen“, wusste er.
„Aktuell ist der Wasserverbrauch insgesamt angestiegen und die Entnahmemengen können Seitens der Steinwald-Gruppe nicht eingehalten werden“, so Reger. „Es ist eine außergewöhnliche Situation.“ Daher bittet der Zweckverband sämtliche Wasserabnehmer, vernünftig und sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen.














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