Erbendorf
17.12.2019 - 13:42 Uhr

Dankbarer Blick zurück

Und noch eine "letzte Sitzung" für den im März scheidenden Bürgermeister Hans Donko - nämlich seine letzte Weihnachtssitzung als Rathaus-Chef. Die Stimmung ist wie alle Jahre zu dieser Zeit besinnlich und versöhnlich.

Im neuen Rathaussaal konnte Bürgermeister Hans Donko von einem arbeitsreichen Jahr sprechen, in dem viel erreicht wurde. Sein besonderer Dank galt vor allem der Regierung der Oberpfalz sowie dem Amt für ländliche Entwicklung. "Denn möglich wurden unsere Vorhaben nur durch die großzügige Bezuschussung aus vielen Fördertöpfen." Sein Dank galt aber auch dem Freistaat Bayern. "Wir haben heuer eine halbe Million Euro Stabilisierungshilfe erhalten." Der Bürgermeister schränkte aber ein, dass es aufgrund der ständigen Verbesserung der Haushaltssituation künftig immer schwieriger werde, hier zusätzliche Mittel in die Steinwaldstadt zu holen.

"Der langersehnte Ausbau des Hessenreuther Bergs ist nun Realität geworden", stellte Bürgermeister Donko fest. Wegen des guten Baufortschritts bestehe Hoffnung, dass bereits Ende kommenden Jahres die Befahrbarkeit der Neubaustrecke der B 299 möglich sein könnte. "Denn dadurch erhält Erbendorf mit all seinen Betrieben eine extrem leistungsstarke Westanbindung. Unser Bestreben muss es jetzt sein, auch eine kreuzungsfreie Anbindung an die B 22 im Bereich unseres Industriegebiets zu erhalten."

Schleifmühle proppenvoll

Als "gigantisch" bezeichnete der Bürgermeister in seiner Ansprache die Entwicklung des Industriegebiets Schleifmühle. Auch heuer sei wieder durch Unternehmen kräftig investiert worden. Als größte Einzelbaumaßnahmen nannte er die Investitionen der Firma Franz Wenning, des Metallbaubetriebs Peter Götzl und der IGZ-Automation. "Derzeit können im Gewerbegebiet keine Bauparzellen mehr angeboten werden", stellte Donko fest. "Deshalb ist es dringend angezeigt, in den nächsten Monaten die Erweiterung des GI-Gebiets planungsrechtlich voran zu bringen." Die Städtebauförderung bezeichnete Donko als ein Erfolgsmodell. Neben den derzeit geplanten Projekten Bürgerhaus, Dokumentationszentrum und Tagespflegeeinrichtung kündigte er für das kommende Jahr die Sanierung des Anwesens Unterer Markt 16 an. "Insgesamt sind es mehr als elf Millionen Euro, die hier bei bester Förderung das Erscheinungsbild und die Funktionalität unseres Stadtkerns weiter verbessern sollen."

Nicht außer Acht ließ Donko die Ortsteile. Dabei nannte er den neugestalteten Dorfplatz sowie die Sanierung des ehemaligen Schulhauses zur künftigen Nutzung als Feuerwehrgerätehaus in Grötschenreuth. Auch seien alle anschließbaren Ortsteile mit der Kläranlage verbunden. Lediglich in Pfaben sei noch der Bau einer Kanalteilstrecke vorgesehen. "In den Dörfern können wir nun mit Macht die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraßen angehen", stellte Donko fest. Als erstes Projekt werde die Straße von Siegritz nach Boxdorf und weiter zur Steinwaldstraße erneuert. Gefördert werde dies durch das Amt für ländliche Entwicklung. "Wir profitieren hier durch unsere Mitgliedschaft in der Steinwald-Allianz." Weiter sind die Straßenabschnitte von Schadenreuth zur B 22 und von Wildenreuth nach Frodersreuth geplant.

Spatenstich für Schwimmhalle

Zum Breitbandausbau konnte Bürgermeister Hans Donko feststellen, dass nahezu alle umliegenden Ortschaften zum Anschluss mit mindestens 30 Mbits aufgerüstet wurden. "In einem dritten Schritt werden wir die wenigen unterversorgten Gebiete mit Glasfaser erschließen." Nach dem Neubau der Stadthalle und des Tagungsgebäudes beim Aribo-Hotel werde die Steinwald-Gastro Bau- und Betiebs- GmbH eine Schulschwimmhalle errichten. "Wir werden noch im Frühjahr den Spatenstich für dieses fast sechs Millionen Euro teuren Vorhabens erleben."

"Die Arbeit des Gremiums erfolgte in einer überaus menschlichen Art und Weise." Aus diesem Grund seien nahezu alle Beschlüsse des Stadtrats einstimmig ausgefallen. Donko dankte den Unternehmen für ihr weitsichtiges Engagement. Ein Lob gab es für alle, die sich zum Wohle der Stadt engagiert haben. Am Ende betonte Donko: "Ich möchte mich heute noch nicht offiziell verabschieden, dafür ist im kommenden Jahr noch hinreichend Zeit." Eine gewisse Wehmut sei aber schon im Spiel. "Dennoch blicke ich dankbar zurück auf das Vertrauen, das uns getragen hat."

Info:

Bilanz der Fraktionssprecher

„Heute können wir in Ruhe, Frieden und Harmonie leben“, stellte CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger fest. Auch nannte er die wirtschaftlich gute Zeit, die sich auch in den Investitionen im Gewerbegebiet niederschlagen. „Wir müssen alles daran setzen, eine tolle Stadt zu bleiben. Unser Dank gilt unserem Bürgermeister Hans Donko, der es immer wieder schafft, hervorragende Fördermittel zu bekommen“, so Reger. Unisono mit den anderen Fraktionsvorsitzenden hob er die außerordentlich gute Zusammenarbeit im Stadtrat hervor. Einen besonderen Dank sprach SPD-Fraktionssprecher Klaus Gredinger dem Bürgermeister für die vertrauensvolle und menschliche Art aus. FW-Sprecher Bernhard Schmidt schloss sich den Vorrednern uneingeschränkt an. Im Übrigen sei für Erbendorf ein konstanter Zuzug von Menschen wichtig. „Hinter jedem Projekt steckt nicht nur eine Idee, sondern viel Arbeit“, stellte CWL-Fraktionsvorsitzender Jürgen Böckl fest. Dem Bürgermeister dankte er für seine 24-jährige Amtszeit.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.