Erbendorf
18.06.2018 - 19:08 Uhr

Dobrý den

Ein gemeinsames Museumsprojekt verbindet die Steinwaldstadt mit dem tschechischen Plesna. Dabei sollen auch die Menschen näher zusammenfinden. Jetzt fand bereits das zweite Seniorentreffen statt.

Berührungsängste zwischen den Senioren aus Plesna und Erbendorf gibt es nicht. Beim zweiten Seniorentreffen freuten sie sich auf ein Wiedersehen. Mit auf dem Bild Bürgermeister Hans Donko (links), die Kulturbeauftragte der Stadt Plesna Doris Bigasová (dritte von links) und Übersetzerin Silva Hornová (fünfte von links). njn
Berührungsängste zwischen den Senioren aus Plesna und Erbendorf gibt es nicht. Beim zweiten Seniorentreffen freuten sie sich auf ein Wiedersehen. Mit auf dem Bild Bürgermeister Hans Donko (links), die Kulturbeauftragte der Stadt Plesna Doris Bigasová (dritte von links) und Übersetzerin Silva Hornová (fünfte von links).

(njn) Zum zweiten Mal trafen sich die Senioren aus dem tschechischen Plesna und aus der Steinwaldstadt. Diesmal in Erbendorf. Neben Informationen über das neue Museum „Flucht und Vertreibung“ standen einige Besichtigungen sowie der Austausch untereinander an. Denn im Rahmen eines EU-Projekts zwischen beiden Städten sollen sich auch die Menschen begegnen.

Aktuell haben die Stadt Erbendorf und die tschechische Stadt Plesna ein gemeinsames Projekt in Angriff genommen. Unter dem Arbeitstitel „Bayerisch-böhmische Ausstellungen zur Kriegs- und Nachkriegsgeschichte und zur gemeinsamen geologischen Vergangenheit“ sollen im Rahmen des Programm zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, Freistaat Bayern – Tschechische Republik Ziel ETZ 2014-2020, Museen in beiden Städten entstehen.

So soll in Plesna die ehemalige Tosco-Fabrik teilabgebrochen und generalsaniert werden, um ein interaktives Museum zum Projektthema zu schaffen. Die Kosten liegen bei rund 2,3 Millionen Euro, die zum Großteil über die EU gefördert werden. Auf Einladung der Stadt Erbendorf kamen nun 20 Senioren aus Plesna in die Steinwaldstadt zum grenzüberschreitenden Seniorentreffen. Bürgermeister Hans Donko informierte sie über das geplante Museum im Anwesen Bräugasse 23. „Es ergänzt sich mit dem Museum in Plesna und befasst sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung“, so Donko. Knapp 650 000 Euro seien für die Einrichtung des Museums eingeplant.

Auf dem Tagesprogramm standen unter anderem eine Kirchenführung in Mariä-Himmelfahrt und die Besichtigung des Heimat- und Bergbaumuseums, von dem die tschechischen Gäste sehr beeindruckt waren.

Bei den anschließenden Gesprächen in der Stadthalle waren fast keine sprachlichen Barrieren zwischen den deutschen und tschechischen Senioren festzustellen. Wenn es doch schwierig wurde, stand Silva Hornová als Übersetzerin zur Verfügung. Wie von beiden Seiten zu hören war, wird es heuer ein weiteres Seniorentreffen geben. Dann aber wieder in Plesna.

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