Die Verantwortlichen und zumindest ein Teil der Mitwirkenden am Erbendorfer Kirwazug haben in den Augen von Gabi Zaus scheinbar "wirklich nichts dazu gelernt". Die Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes Kemnather Land spricht gegenüber Oberpfalz-Medien den "letztjährigen, geschmacklosen und menschenverachtenden Kirwawagen" an, "auf dem sie die Grünen lieber am Galgenstrick baumeln sahen".
Doch statt sich zu entschuldigen, setzten sie heuer noch einmal nach, klagt die Kemnatherin, die sich in Erbendorf eine Aufarbeitung des Themas gewünscht hätte. Doch stattdessen sei heuer "Lieber ein Haus im Grünen als ein Grüner im Haus" auf einem der Wagen zu lesen gewesen.
Kein Nachdenken
Dieser Spruch scheine auf den ersten Blick ein harmloses, originelles Wortspiel zu sein. Auf den zweiten Blick ähnle er der von Ministerpräsident Markus Söder im Vorjahr beim Gillamoos getätigten Aussage "Die Grünen passen nicht zu Bayern". Die Grünen seien demnach weder in Bayern noch in den eigenen vier Wänden erwünscht, folgert Zaus. "Mir stößt es auf, dass es salonfähig ist, dass Grüne dauernd beschimpft werden." Es werde ohne nachzudenken mit der Herde mitgelaufen. Argumente gebe es keine, hat sie festgestellt.
Sowohl Söders Aussage als auch der Spruch heuer in Erbendorf spiegeln laut Zaus eine Denkweise wider, die einen Teil der Bevölkerung aufgrund seiner politischen Überzeugung ausgrenze und stigmatisiere. Eine solche Haltung sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. "Und wer sie populistisch in die Öffentlichkeit schleudert, trägt Mitverantwortung an der Aushöhlung unserer Demokratie", wendet sich Zaus vor allem an Politiker.
Thema beim nächsten Stammtisch
Beunruhigend findet sie auch, dass der Kirwazug in der Berichterstattung von Oberpfalz-Medien als "Riesengaudi" bezeichnet worden ist. Es werde nicht über die Problematik nachgedacht. Man habe das Gefühl, "dass die ganze Welt gegen einen ist, wenn jemand eine andere Meinung hat". Dies habe auch ihre Familie schon erlebt. Vor diesem Hintergrund ist für Gabi Zaus die Beschreibung, dass die Wagen mit "viel Humor und Kreativität Lokales aufs Korn" genommen haben, weit entfernt von einer kritischen Beobachtung der gesellschaftlichen Entwicklungen.
Sie kündigt gegenüber Oberpfalz-Medien an, die Problematik der anhaltenden unreflektierten Beschimpfungen gegenüber den Grünen beim Stammtisch des Ortsverbandes Ende Oktober aufs Tablett zu bringen.



















Sehr einseitige Sichtweise, die zum grünen Weltbild passt.
Was Frau Zaus vergisst, ist die Haltung und das Auftreten der Grünen - vor allem in der Bundes- und Landespolitik. Denn die Partei wird nicht müde, stets oberlehrerhaft und vermeintlich allwissend aufzutreten. Menschen, die anders denken oder andere Schwerpunkte wünschen, werden gerne als rechtsgesinnte abgetan oder als Menschen mit geringem Hintergrundwissen (zumindest vermeintlich weniger als sie gerne hätten) Zur Erinnerung: 85 Prozent der Wähler haben sie bei der letzten Bundestagswahl nicht gewählt!).
Die Grünen haben die Wünsche, Ängste und Nöte der Menschen stets ignoriert und ihre eigene Ideologie, sowie ihren vermeintlichen Umweltschutz, der oft auch kontraproduktiv ausgeführt wird, darüber angesiedelt. Die Quittung dafür erhalten sie nicht nur an den Wahlurnen, sondern auch mit der Denkweise über sie und auch als Returkutsche zu ihrem eigenen Verhalten. Mit ihrem Auftreten, den rücksichtslosen und ideologiegeschwängerten politischen Entscheidungen haben sie vielmehr der Demokratie geschadet, als es eine solche vergleichsweise harmlose Aussage je könnte. Kehren Sie endlich mal vor der eigenen Tür Frau Zaus, anstatt - typisch Grün - ständig mit dem Finger auf andere zu zeigen. Vielleicht wird mit etwas mehr Demut vor dem Wähler ihr Ansehen wieder etwas besser.
P.S. Mit Mimimi hat noch niemand Wahlen und Wähler für sich gewinnen können.
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Grün halt :-)
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die Grünen glauben immer noch alles richtig gemacht zu haben echt unglaublich.
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