Bei den Planungen für das Baugebiet "Naabhöhe II" in Erbendorf geht es vorwärts. Das für die Tiefbauplanungen zuständige Büro Münchmeier-Eigner aus Erbendorf stellte ihren Entwurf in der öffentlichen Stadtratssitzung vor. Das geplante Baugebiet umfasst insgesamt 16 Parzellen mit einer Größe zwischen rund 700 und 1200 Quadratmetern. Die Straßenanbindung erfolgt nördlich über die Steinige Gasse; mit der bereits berücksichtigen späteren Erweiterung "Naabhöhe III" ergibt sich so eine Ringstraße. Gelegen an einem Süd-West-Hang über der Fichtelnaab schließt sich das Gebiet direkt an das bestehende Baugebiet "Naabhöhe I" an und wird über einen Fußweg mit diesem verbunden.
Entlang der Straße sind Parkstreifen vorgesehen, die vereinzelt mit Grünstreifen getrennt sind. Hans Rose (FW) plädierte dafür, diese grünen Inseln aus der Planung zu streichen, um die Parkstreifen besser und flexibler nutzbar zu machen. "Das ist ein Wohngebiet, das Grün habe ich dort auf den Grundstücken hinter dem Zaun, das braucht man nicht unbedingt im Bereich des Straßenverkehrs", meinte er. Die anderen Fraktionen waren mit dem Vorschlag einverstanden, zumal sowieso nur wenige grüne Inseln in der Planung vorgesehen waren.
Starkregenereignisse berücksichtigt
Markus Münchmeier vom Planungsbüro informierte, dass der Kanal im Trennsystem zwischen Regen- und Schmutzwasser ausgeführt wird. Dabei sei auch die Entwässerung bei Starkregenereignissen mitgedacht worden. Das Regenwasser wird im südlichen Bereich des Baugebiets unter einer Bauparzelle hindurch in ein Versickerungsbecken geführt. Versuche in diesem Bereich hätten hohe Versickerungsraten gezeigt, so Münchmeier. Entsprechend einer möglichst nachhaltigen Erschließung des Baugebietes kann so das Wasser ortsnah wieder in den Boden und das Grundwasser aufgenommen werden.
Bürgermeister Johannes Reger stellte eine bisher geplante Verbindung der Ringstraße im nördlichen Bereich des Baugebietes zur Diskussion. Alfons Meierhöfer (CSU) hielt diese für überflüssig, ohne sie wären die Bauparzellen etwas größer, ohne dass erkennbare Nachteile entstehen würden. Eine gute Verknüpfung des Gebiets für schnelle Wege zu Fuß war David Runschke (Grüne) wichtig. Die Räte einigten sich, dass dies über einen Fußweg entlang der Steinigen Gasse geschehen kann. Dieser wird allerdings erst mit dem Baugebiet "Naabhöhe III" kommen, das quasi eine Ergänzung zur "Naabhöhe II" darstellt, unter anderem auch die Ringstraße und den Ringschluss der Wasserleitung vollendet. Wegen Flächensparvorgaben des Freistaats könne das Gebiet nicht in einem realisiert werden, stellte Reger mit Bedauern fest. "Dass wir diesen Fußweg dann aber später nicht vergessen, der ist schon wichtig", bekräftigte Runschke. Denn auch beim bestehenden Baugebiet "Naabhöhe I" hatte es schon viele Diskussionen im Stadtrat zum Thema Gehweganbindung gegeben.
Straßenbreite soll bleiben
Dieser soll aber nun endlich realisiert werden. Das Büro Münchmeier-Eigner legte dazu ebenfalls einen ersten Entwurf vor. Entlang der Steinigen Gasse soll der Gehweg auf der rechten Seite zu den Neubaugebieten nach oben führen. Die Straßenbreite soll dabei möglichst beibehalten werden. Bauingenieur Münchmeier sprach von einer engen und schwierigen Situation. Winkelstützelemente sollen die Ergänzung des Gehweges ermöglichen. Im Zuge der Baumaßnahme könnte auch die alte Wasserleitung in der Straße erneuert werden. Das wäre ein langersehnter Wunsch, so Zweiter Bürgermeister Bernhard Schmidt (FW), mit einer größer dimensionierten Leitung könne die Brandsicherheit in den Neubaugebieten verbessert werden.
Dass das keine einfache Baustelle wird, betonte auch Bürgermeister Reger noch einmal. Gemeinsam habe man sich aber dafür entschieden. Eigner vom Planungsbüro empfahl, die Maßnahme eng mit den Anwohnern abzustimmen, die jeweils unterhalb der Straße angrenzen. Dort könnten auch kleinere Anpassungen erörtert werden, etwa um die zahlreichen Treppen zu berücksichtigen, die nach oben auf die Steinige Gasse führen. "Die Neubaugebiete sind das Aushängeschild von Erbendorf. Der Gehweg dahin stellt schon eine deutliche Aufwertung dar", begrüßte Martin Gallersdörfer (SPD) den vorgestellten Entwurf. Die Entwürfe für das Baugebiet "Naabhöhe II" sowie den geplanten Gehweg in der Steinigen Gasse hat der Stadtrat einstimmig gebilligt. Beim Baugebiet einigte man sich, die diskutierte Zwischenstraße und die grünen Inseln in den Parkstreifen wegzulassen.



















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