14.07.2021 - 11:21 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Erbendorfer Vorschulkinder fit in Erster Hilfe

Trösten, Pflaster kleben, Notruf absetzten: Die Vorschulkinder des Kindergartens St. Elisabeth in Erbendorf lernten im "Trau-dich-Kurs", wie sie sich im Notfall richtig verhalten.

Die Vorschulkinder des Kindergartens St. Elisabeth erkundeten nach dem „Trau-Dich-Kurs“ noch einen Krankenwagen. Mit diesem war Erzieherin Tanja Heider (im Krankenwagen) an beiden Kurstagen zur Arbeit gefahren.
von fksProfil

Jeder kann helfen, nur muss man sich trauen. Selbst Kinder können im Notfall eine wichtige Hilfe für Menschen sein, erklärte Erzieherin Tanja Heider, die auch die Jugendgruppe des Jugendrotkreuzes Erbendorf leitet. Den Vorschülern des Kindergartens St. Elisabeth zeigte sie im "Trau-Dich-Kurs" spielerisch, wie einfach es sein kann, für andere da zu sein.

Trösten wichtige Hilfe

Pandemiebedingt konnten die Mädchen und Jungen das Rot-Kreuz-Haus zum "Trau-Dich-Kurs" leider nicht besichtigen, dieses Jahr wurde der Kurs im Kindergarten selbst durchgeführt.

"Trösten geht leicht und das könnt ihr alle", sagte Heider. Und damit fühle sich eine verletze Person gleich etwas besser. Diese merke dann, dass sie nicht allein ist. Und fürs Trösten müsse man auch gar nichts besonderes können: Einfach mit jemanden Reden, für jemanden da sein. "Das ist schon wichtige Erste Hilfe", betonte Heider.

Keine Angst vor dem Notruf

Dann lernten Vorschulkinder, wie ein Notruf abgesetzt werden soll. Dabei standen die W-Fragen im Vordergrund, damit der Disponent in der Leitstelle schnell die richtigen Rettungskräfte alarmieren kann. "Und wenn ihr was vergesst zu sagen, fragt die Leitstelle nach. Da könnt ihr nichts falsch machen", erklärt die erfahrene Jugendrotkreuzlerin.

Dann wurde es ganz praktisch: Stabile Seitenlage, Pflaster kleben und Verbände anlegen stand auf dem Plan. Das machte den Kindern besonders viel Spaß. Mit großen Eifer legten sie sich gegenseitig Verbände an. Vielleicht waren die ein oder anderen Eltern beim Abholen ein wenig erschrocken, wenn das Kind mit einem Kopfverband aus dem Kindergarten kam. Doch das war natürlich nur gestellt. Weil der Kurs nicht im Rot-Kreuz-Haus stattfinden konnte ist die Erzieherin extra mit einem Krankenwagen zur Arbeit gefahren, damit die Kinder diesen noch ersatzweise gemeinsam erkunden konnten. Mit einem kleinen Geschenk bedankten sich die Kinder bei der Gruppenleiterin der gelben Gruppe, die die Vorschüler an zwei Tagen in zwei Kleingruppen für Erste Hilfe fit gemacht hatte. Kindergartenleiterin Stefanie Unterburger bedankte sich ebenfalls bei ihrer Kollegin und bei der BRK Bereitschaft Erbendorf.

 

 

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