17.10.2019 - 15:56 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Falscher Platz mündet in Heirat

Agnes und Josef Ponnath aus Erbendorf feiern das seltene Fest der Gnadenhochzeit.

Agnes und Josef Ponnath (beide sitzend) feierten das seltene Fest der Gnadenhochzeit. Mit auf dem Bild ihre beiden Töchter Monika Zimmerer (links) und Rosa Kastner (dritte von links) sowie (von links) vom BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim Verwaltungsmitarbeiterin Rosi Weiß und Heimleiter Andreas Wöhrl sowie stellvertretender Landrat Roland Grillmeier und dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl.
von Jochen NeumannProfil

70 Jahre sind vergangen, seit Agnes und Josef Ponnath vor dem Traualtar standen. Jetzt feierten sie ihre Gnadenhochzeit. Im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim haben Agnes und Josef Ponnath ihr neues Zuhause.

An ihrem Jubeltag ging es bei ihnen rund. Dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl überbrachte dem Jubelpaar die Grüße der Stadt, verbunden mit einem Präsent. Seine Aufwartung machte auch der stellvertretende Landrat Roland Grillmeier, der im Namen des Landkreises gratulierte. Eine Überraschung hatte noch Heimleiter Andreas Wöhrl für das Ehepaar Ponnath: Er überreichte ein Präsent mit einem Glückwunschschreiben von Ministerpräsident Markus Söder.

Josef und Agnes Ponnath können sich als waschechte Steinwäldler bezeichnen. In Boxdorf geboren, ging Josef Ponnath in Wäldern zur Schule. Das Licht der Welt erblickte Agnes auf der Bärnhöhe. Mit dem Glück, dass er nicht zur Wehrmacht einberufen wurde, konnte er seinen Beruf als Steinmetz auslernen.

Beim Karl-Wirt in Napfberg haben sie sich beim Silvestertanz 1948 kennengelernt, als sich Josef einfach auf den Platz von Agnes setzte. Bereits am Landkirchweih-Dienstag 1949 läuteten für beide die Hochzeitsglocken in Friedenfels. Ihr erster Wohnsitz folgte auf der Bärnhöhe. Später zog die junge Familie nach Erbendorf, wo sie in der Bergwerkstraße eine neue Heimat fand.

Beruflich war Josef Ponnath ein gefragter Mann in der örtlichen Baubranche, unter anderem als Sprengmeister. Viele Jahre sah man ihn als Baggerfahrer bei der Baufirma Wilhelm Bauer. Das Paar bekam vier Töchter. Mittlerweile kann sich das Jubelpaar neben den vier Enkelkindern auch über fünf Urenkel freuen.

Ihren Lebensabend verbringen sie im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim, in dem sie von den Mitarbeitern und der Familie liebevoll umsorgt werden.

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