05.05.2019 - 18:32 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Firmen sperren Werkstore auf

Der Wetterbericht hatte nichts Gutes vorhergesagt. Doch die Besucher beim „Tag der offenen Betriebe“ ließen sich davon nicht abhalten und kamen in Strömen.

von Roland WellenhöferProfil

Mehrere Tausend mögen es gewesen sein, die sich über die Leistungsfähigkeit der Betriebe informierten. Und am Ende lachte entgegen den Vorhersagen sogar die Sonne. 20 Firmen sperrten zum 20-jährigen Bestehen des Gewerbeparks Erbendorf ihre Tore auf und luden zu einem Blick hinter die Kulissen. Nach dem tollen Erfolg vor zwei Jahren taten sich die Unternehmen erneut zusammen und organisierten miteinander zum runden Geburtstag diese Veranstaltung. Erstmals waren auch die Betriebe in der Südbahnhofstraße dabei. Die direkte Nachbarschaft legte dies nahe. "Eine ideale Ergänzung, denn die hier ansässigen Firmen passen sehr gut dazu", so Bernhard Götzl, einer der Initiatoren.

Und alle legten sich mächtig ins Zeug, um ihren jeweiligen Betrieb gut zu präsentieren. Es gab Führungen am laufenden Band in Bereiche, wo man sonst eben nicht hinkommt. Die Besucher erhielten so exklusive Einblicke in ein Unternehmen. Was sie dabei zu sehen bekamen, sorgte bei vielen für ungläubiges Staunen. Vor allem die hochmodernen, computergesteuerten Fertigungsanlagen hatten es den Besuchern angetan. In vielen Firmen liefen dafür extra die Bänder und Maschinen. "Wir haben hier viele innovative Firmen - vom traditionellen Handwerker bis zum hochmodernen Fertigungsbetrieb", stellt Thomas Schmetzer vom Organisationsteam fest. Doch nicht nur die Produktionsbetriebe hatten Interessantes zu bieten. Ebenso vielfältig präsentierten sich die Dienstleister von der Marketingagentur bis zum Sanitätshaus.

"Wir wollten hier keine herkömmliche Gewerbeschau oder Regionalmesse aufziehen. Bei uns gibt es weder lange Reden noch eine zentrale Eröffnungsfeier mit Freibier für die Prominenz", sagt Roland Wellenhöfer, der für die Werbung verantwortlich war. Es gehe den Unternehmern an diesem Tag auch nicht darum, möglichst viel zu verkaufen. Denn viele Firmen seien Zulieferer für die Industrie und hätten den Endverbraucher gar nicht im Fokus. Die Firmen wollten sich der Bevölkerung von ihrer besten Seite präsentieren und zeigen, was sie können.

Die Mitarbeiter mussten unzählige Fragen beantworten. Die Betriebe informierten auch über die Ausbildungsmöglichkeiten und viele Firmenchefs knüpften bereits erste Kontakte zu neuen Mitarbeitern. Für junge Leute, die nach einer Ausbildungsstelle suchen, gab es den ganzen Tag über eine Azubi-Rallye, bei der es am Ende auch etwas zu gewinnen gab.

Ein Rundgang durch die Betriebe macht offensichtlich hungrig. Die Besucher nahmen das vielfältige kulinarische Angebot gerne an, denn auch bei der Bewirtung wollten sich die Firmen von ihrer besten Seite zeigen. Dass die Unternehmer im Gewerbepark auch familienfreundlich sind, wurde bei den zahlreichen netten Spiel- und Spaßangeboten für Groß und Klein deutlich.

Am Ende des Tages zogen die teilnehmenden Firmen ein erstes Resümee und waren sich einig, dass auch die zweite Auflage des "Tags der offenen Betriebe" ein toller Erfolg war. Die Besucher jedenfalls waren voll des Lobes.

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