Erbendorf
30.01.2019 - 13:58 Uhr

Gemeinsam Zeichen setzen

„Gerechtigkeit, Gerechtigkeit – ihr sollst du nachjagen“: Unter diesem Motto feierten die beiden Konfessionen einen ökumenischen Gottesdienst. „Wir sind dazu berufen, Gerechtigkeit in unserem Leben umzusetzen“, so Pfarrer Martin Besold.

Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold (von links) feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Bild: njn
Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold (von links) feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.
Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold (von links) feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Bild: njn
Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold (von links) feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst zur Gebetswoche der Einheit der Christen in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

"Hausherr" Pfarrer Martin Besold begrüßte zur Eröffnung des Gottesdienstes zahlreiche Gläubige der beiden örtlichen Kirchen in der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Besonders freute er sich auf seinen Mitzelebranten Pfarrer Christoph Zeh.

"Aus Kirchen, die noch immer getrennt sind, kommen wir heute zum Gebet für die Einheit zusammen", stellte Besold fest. Er brachte den Gläubigen das Thema der diesjährigen Gebetswoche "Gerechtigkeit, Gerechtigkeit - ihr sollst du nachjagen" näher. "Es wurde von den Kirchen in Indonesien angesichts immer neuer Spaltungen und Konflikte ausgewählt", erklärte der Pfarrer.

"Gehören zusammen"

"Wenn wir gemeinsam beten, werden wir daran erinnert, dass wir Christen dazu berufen sind, der Gerechtigkeit nachzujagen und sie in unserem Leben umzusetzen", betonte Besold. Dies gelte sowohl für die katholischen als auch die evangelischen Christen. "Wir sind heute Abend hier, um ein Zeichen zu setzen", sagte Pfarrer Zeh in der gemeinsamen Predigt mit dem katholischen Kollegen. "Wir feiern und singen, beten gemeinsam für die Einheit der Christen. Bei allen Unterschieden, wir gehören zusammen." Er warf die Frage auf, was die beiden Konfessionen eigentlich verbindet. "Denn unsere Einheit in Christus gibt uns die Kraft, uns am vielfältigen Ringen um Gerechtigkeit zu beteiligen und für die Würde allen Lebens einzutreten."

"Was ist Gerechtigkeit?", fragte der Prediger. Anhand von Beispielen aus dem Leben zeigte er auf, wie Christen ihren Mitmenschen gegenüber Gerechtigkeit üben können. "Doch in vielen Fällen ist da eine einfache Antwort nicht zu finden", räumte er ein. Gemeinsam stellten beide Pfarrer eine Art Selbstverpflichtung für die Gläubigen an diesem Abend auf. "Das Geschenk des Lebens Jesus ist Gerechtigkeit für diese Welt", betonte Martin Besold. "Wir wollen uns dazu selber verpflichten."

Um die persönliche Bereitschaft zum gemeinsamen Einsatz für Gerechtigkeit, Einheit und Barmherzigkeit zu konkretisieren, luden die beiden Geistlichen die Gottesdienstbesucher dazu ein, sich selbst zu überlegen, welche konkreten Aufträge sie sich in diesem Zusammenhang selbst geben möchten. Dazu wurden Karten mit einer Auswahl von Selbstverpflichtungen verteilt. Die Gläubigen hatten in einer stillen Gebetsminute mit Orgel-Untermalung Zeit zu überlegen, was das für ihr Handeln konkret bedeutet.

Selbstverpflichtung

"Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg gehen mit Gott, dazu verpflichten wir uns", stellte Pfarrer Christoph Zeh fest. Die Selbstverpflichtung soll nach seinen Worten Frucht bringen für die Welt und für die Einheit der Kirche. Nach dem gemeinsamen Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel brachten die Lektoren die Fürbitten vor, in denen um die sichtbare Einheit der Kirche gebetet wurde. Beim gemeinsamen Segen baten die beiden Seelsorger, dass Gott die Christen befähige, Gerechtigkeit und Frieden zu verwirklichen und Beharrlichkeit und Ausdauer im Streben nach der Einheit zu zeigen.

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