Der traditionsreiche St.-Veit-Markt in Erbendorf hat am Sonntag nur wenige Besucher in die Innenstadt gelockt. Entlang des Unteren Marktes hatten lediglich eine Handvoll Fieranten ihre Verkaufsstände aufgebaut. Zwischen den einzelnen Ständen waren große Lücken. Von der quirligen Marktatmosphäre früherer Jahre war nur wenig übrig.
Dabei hatte der Markttag durchaus vielversprechend begonnen. Doch ein Gewitter am frühen Nachmittag mit kräftigen Schauern und Platzregen machte vielen Händlern einen Strich durch die Rechnung. Die meisten Fieranten packten ihre Waren zusammen und verließen den Markt vorzeitig. Am Ende blieben nur noch zwei Verkaufswagen am Unteren Markt zurück. Auch der Flohmarkt auf dem Edeka-Parkplatz in der Südbahnhofstraße wurde von den Wetterkapriolen hart getroffen. Marktbetreiberin Tanja Schieder zeigte sich zunächst zufrieden mit dem Verlauf. „Heute Vormittag war richtig was los“, berichtete sie. Zahlreiche private Händler hatten ihre Waren angeboten, viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Stöbern und Feilschen. Mit dem einsetzenden Gewitter löste sich das Marktgeschehen jedoch innerhalb kurzer Zeit auf. Viele Händler traten regelrecht die Flucht an und räumten ihre Stände ab.
Weitere Aktionen in der Stadt
Neben dem Marktgeschehen gab es einige weitere Angebote in der Stadt. Ein Sport-Outlet feierte sein zehnjähriges Bestehen mit Bratwurststand und kostenlosem Fahrradcheck. Bei der Gärtnerei Nikol sorgten eine Hüpfburg und die musikalische Unterhaltung durch den Zitherclub Erbendorf für zusätzliche Attraktionen. Selbst ein Lebensmittel-Discounter lud mit Sonderrabatt zum Sonntagseinkauf. Am Nachmittag machte zudem die Spendenrundfahrt des Motorradclubs Station in der Innenstadt.
Auch einige Einzelhändler beteiligten sich am verkaufsoffenen Sonntag. Die Resonanz blieb jedoch überschaubar. Eine Geschäftsinhaberin regte an, die verschiedenen Aktionen künftig besser miteinander abzustimmen. Zwar werde über soziale Medien für das jeweilige Geschäft geworben, ein gemeinsamer Überblick über alle Angebote fehle jedoch häufig. Der St.-Veit-Markt blickt auf eine mehr als 600-jährige Geschichte zurück – umso größer erscheint die Aufgabe, die traditionsreiche Veranstaltung auch künftig attraktiv zu gestalten.















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