(njn) Mit Fähnchen in den Kirchenfarben Weiß und Gelb erwarteten vor der katholischen Pfarrkirche die Buben und Mädchen des Kindergartens St. Elisabeth Weihbischof Reinhard Pappenberger zur Firmung. Mit einem Lied begrüßten sie ihn. Nachdem er jedes einzelne Kind gesegnet hatte, zog der Kindergarten mit dem liturgischen Dienst sowie dem hohen Würdenträger mit Pfarrer Martin Besold in die Mariä-Himmelfahrts-Kirche ein.
56 Jugendliche hätten sich sehr gut auf das Sakrament der Firmung vorbereitet, erklärte Pfarrer Martin Besold, "Heute erfolgt die Stärkung mit dem heiligen Geist." Er hätte bei der Abfahrt in Regensburg schon ein schlechtes Gewissen gehabt, sollte es in Erbendorf regnen, meinte Pappenberger einleitend in seiner Predigt. "Ob es jetzt geregnet hätte oder nicht, ich habe mir vorgenommen, etwas über Wasser zu sagen." Dabei erzählte er von einer Reise ins Heilige Land vor gut 30 Jahren, als der Weihbischof noch Kaplan war. "Wir sind auf den Spuren Jesu gewandelt und haben den Ort Dominus flevit besucht", was übersetzt "Der Herr weint" heiße. Dabei handelt es sich um eine kleine Kapelle auf dem Ölberg in Jerusalem. "Von dort kann man die Jerusalemer Altstadt mit Grabeskirche und Felsendom sehen."
"Dominus flevit" - die Kirche erinnere damit an das Leben Jesu. "Er hat über Jerusalem geweint und er war traurig, weil Menschen so sind, wie sie sind": unfähig, Frieden zu halten, und der Meinung, sein Recht durchsetzen zu müssen. Zudem meinten viele, dass sich nach ihren Ideen die Welt verändern müsste. "So ist das bis heute. Es ist zum Weinen." Der Weihbischof wies dabei auf eine Abbildung an der Mensa des Seitenaltars in der Mariä-Himmefahrts-Kirche hin, die eine Henne mit ihren Küken darstellt. "Auch Jesus wollte die Menschen um sich sammeln", aber diese hätten es nicht gewollt."
"Jesus selbst hat dieses Anliegen sehr ernst genommen, bis zum letzten Atemzug", stellte Pappenberger fest. "Jesu ließ alle zu sich." Doch Jesus weinte über alle, die meinen, dass sie das nicht bräuchten. "Bei der Taufe seit ihr hineingenommen in das Gutwollen Gottes." An dieser Stelle dankte Pappenberger den Paten, die "den Glauben getragen" haben. "Heute wird eure Taufe bestärkt, denn Gott will nicht, dass einer auf der Strecke bleibt." Die Firmlinge erneuerten auf die Frage des Weihbischofs ihr Taufversprechen. Im Anschluss spendete er allen 56 Mädchen und Buben einzeln das Firmsakrament.
Den Festgottesdienst gestaltete der katholische Kirchenchor. Die Firmlinge und die Paten sprachen die Fürbitten und brachten bei der Messfeier die Gaben zum Altar.
Erbendorf
08.07.2018 - 12:51 Uhr
Im Glauben bestärken
von Jochen Neumann
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