28.03.2019 - 19:54 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Grund- und Mittelschule Erbendorf bekommt eine Chefin

Bei der Grund- und Mittelschule Erbendorf gibt es zum Schuljahresende einen einschneidenden Wechsel. Peter Preisinger geht in Ruhstand. Künftig steht eine Frau an der Spitze der Schule.

Rektor Peter Preisinger freut sich auf den Ruhestand.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Rektor Peter Preisinger geht in den Ruhestand. Die Nachfolgerin steht bereits fest. Die Regierung der Oberpfalz überträgt die Leitung der Krummennaaberin Sabine Graser.

Die 48-Jährige bringt bereits viel Erfahrung in der Leitung einer Grund- und Mittelschule mit. Sie ist derzeit Rektorin der Fichtelnaabtalschule Ebnath-Neusorg und freut sich über die Berufung, und das nicht nur, weil der Schulweg künftig deutlich kürzer wird. "Das Fahren hat mich in all den Jahren eigentlich nie gestört", erzählt sie. Vielmehr habe sie eine neue Herausforderung gesucht.

Sabine Graser hat von 1990 bis 1994 an der Universität Bayreuth Lehramt an Grundschulen studiert. Ihre Schwerpunkte waren Deutsch, Didaktik, Biologie, katholische Religionslehre und Kunsterziehung. 1994 schloss die das Studium mit dem ersten Staatsexamen ab.

Die Lehramtsanwärterzeit absolvierte sie von 1994 bis 1996 an der Grundschule in Pullenreuth und an der Grundschule Großkonreuth. Nach der zweiten Lehramtsprüfung folgten Einsätze als Lehrerin an der Grundschule Krummennaab und an der Volksschule in Erbendorf, an die sie nun zurückkehrt.

Von 2006 bis 2008 leitete sie die Grundschule in Falkenberg. Seit dem Schuljahr 2008/09 war sie an der Fichtelnaabtalschule als Konrektorin tätig. Zum 1. August 2012 hat sie die Leitung dieser Schule von der Regierung der Oberpfalz übertragen bekommen. Vorher hatte sie schon als Konrektorin wegen einer Erkrankung des damaligen Rektors dort Führungsaufgaben inne. Einen Namen gemacht hat sich die Pädagogin auch durch Engagement im Schulbuchbereich in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, durch Referententätigkeit in Englisch und Deutsch sowie durch die Mitarbeit im Sinus-Transfer Grundschule.

Die Erbendorfer Bildungsstätte ist mit rund 300 Schülern eine der größten Grund- und Mittelschulen des Landkreises. Seit über zehn Jahren ist der Waldsassener Peter Preisinger (63) Rektor an dieser Schule, die ihm ungemein ans Herz gewachsen ist. "Erbendorf ist zu meiner zweiten Heimatstadt geworden. Ich werde wirklich mit einem weinenden Auge gehen", erzählt er.

Preisinger war 2008 von der Jobst-vom-Brand-Schule in Waldershof als Rektor an die Grund- und Mittelschule Erbendorf gewechselt und hat hier nach eigenen Angaben eine traumhafte Zeit erlebt. Aber nach so vielen Jahren im Schuldienst sei es einfach an der Zeit, einen Schlusspunkt zu setzen. "Viele Dinge sind in den vergangenen Jahrzehnten einfach zu kurz gekommen, darunter Freunde und das Reisen", erzählt er. "Es gibt so viele Sachen, die ich noch machen will." Darunter seien Radtouren, Bergwanderungen und Städtetrips. Auch dem Schafkopfspiel will er sich wieder widmen. "Dafür hatte ich die vergangenen Jahre überhaupt keine Zeit mehr." Und dann sei er ja auch noch im Kegelverein und bei der Europa-Union engagiert. "Langweilig wird mir also bestimmt nicht."

Etwas traurig ist Preisinger, dass er den Bau der von Stadt Erbendorf geplanten Schulschwimmhalle nicht mehr als Rektor begleiten kann. "Das hätte mich durchaus noch gereizt", bekennt er. Aber auch ohne Schwimmhalle könne er ein gut bestelltes Haus an die Nachfolgerin übergeben, die sich auf "nette, liebe und brave Kinder" freuen könne.

Rektorin Sabine Graser wird neue Leiterin der Erbendorfer Schule.

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