18.09.2018 - 15:11 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Hallenbad an der Schule

„Ein langgehegter Wunsch der Schule geht bald in Erfüllung.“ So kündigte Bürgermeister Hans Donko den Bauantrag für eine Schwimmhalle neben der Schule an. Die Investitionssumme beläuft sich auf vier Millionen Euro.

Die Nordansicht der Schulschwimmhalle an der Altenstädter Straße mit ihrer großen Fensterfront. Im Hintergrund die bestehende Doppelsporthalle.
von Jochen NeumannProfil

Der Bauantrag kommt von der städtischen Tochter Steinwald-Gastro-Bau- und Betriebs GmbH. Architekt Richard Krauß vom Büro Rembeck & Partner stellte in der jüngsten Stadtratssitzung die Planungen vor. So soll das Hallenbad in einer Größe von 35 mal 25 Meter auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule nordwestlich der Doppelsporthalle an der Altenstädter Straße entstehen.

Wie Krauß betonte, füge sich das Gebäude mit seinem umbauten Raum von rund 7500 Kubikmetern gut in das Gelände ein. „An der Altenstädter Straße haben wir eine Gebäudehöhe von nur drei Metern.“ Ein „Hingucker“ sei die Dachform mit zwei zueinanderlaufenden Pultdächern mit 15 und 5 Grad Neigung.

Der Architekt führte aus, dass sich die Ausstattung an den Anforderungen einer Schulschwimmhalle orientieren. So entsteht ein Schwimmbecken in der Größe von 25 mal 12 Meter mit vier Bahnen samt Wettkampf-Springböcken. Die Wassertiefe reicht von 90 Zentimeter bis 1,80 Meter. Der Umgang um das Becken beträgt jeweils an zwei Seiten einmal zwei und einmal drei Meter.

Der eigentliche Hallenbau wird an der Süd- und Ostseite jeweils mit einem Anbau für Umkleideräume sowie Duschräume und Toiletten ergänzt. Der Eingangsbereich mit Empfangsbereich führt sowohl zu den Umkleideräumen als auch direkt in die Schwimmhalle.Wie Krauß weiter bemerkte, entsteht an der Nordseite eine große Glasfront. An der Südseite ist vorgesehen, die Fenster mit Lamellen zu verschatten. Einen großen Wert legte der Architekt auf die barrierefreie Erreichbarkeit des Hallenbads. So kann die Schulschwimmhalle über die Schule an der Doppelsporthalle vorbei mit einer Rampe bei geringem Gefälle problemlos erreicht werden. Das Schwimmbecken selbst verfügt über einen Hebelifter.

Für das Gebäude werden Stahlbetonfertigteile und -binder verwendet Das Dach wird mit Trapezblech sowie Tragschalen mit Wärmedämmung ausgeführt. Das Schwimmbecken selbst wird als Betonbecken ausgestaltet. Die Beheizung der Schulschwimmhalle ist mit Fernwärme aus dem Netz der Stadtwerke vorgesehen.

Von Seiten der Stadträte wurde die Planung des Architekten Krauß als überaus gelungen beurteilt. „Die Hanglage wird optimal genutzt und der Baukörper ist kein störendes Monster für die Anlieger“, stellte CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger anerkennend fest. „Im Ganzen ein überaus zweckmäßiger Bau.“

„Ein nüchterner Plan, der aber dennoch sehr durchdacht ist“, betonte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Gredinger. „Die Schulschwimmhalle wird eine Bereicherung für die Schule und die Kinder sein.“ CWL-Fraktionsvorsitzender Jürgen Böckl stellte fest, dass das Vorhaben für die Schule „gut und richtig“ sei.

Stadtrat Rolf Hanauer stellte fest, dass die Freien Wähler mit dem Vorhaben Schulschwimmhalle noch viele offene Fragen hätten. Dennoch stimmte er beim späteren Beschluss, der übrigens einstimmig ausfiel, zu.Bürgermeister Hans Donko wies darauf hin, dass es ein langgehegter Wunsch der Schule sei, eine Schulschwimmhalle direkt vor Ort zu haben. „Denn Schwimmunterricht ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung unserer Kinder“, so Donko. Denn heute können nach seinen Worten nur noch rund 60 Prozent der Kinder Schwimmen. „Schwimmen muss wie Lesen und Schreiben zur Grundfertigkeit eines Menschen zählen.“

„Dem Architekten ist gelungen, aus der Restfläche des Schulareals etwas zu machen“, stellte der Bürgermeister fest. Die Planung bezeichnete er als äußerst gelungen. Besonders hob er hervor, dass die bestehende Laufbahn sowie das angrenzende Schulspielfeld in der heutigen Form erhalten bleiben. „Lediglich der wild wuchernde Böschungsbereich wird für den Bau verwendet.“ Und: Obwohl die Schulschwimmhalle in erster Linie für die Schule vorgesehen ist, kann sie außerhalb des Schulbetriebs auch öffentlich genutzt werden. Fördermittel wurden bereits beantragt. Ein möglicher Baubeginn wurde in der Sitzung nicht genannt.

Ansicht der Schulschwimmhalle von Südöst. Die bestehende Laufbahn und das Sportfeld östlich des Schwimmbades bleiben erhalten.

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