Im Oktober vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat die Einleitung des Verfahrens zur Dorferneuerung in Pfaben. Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz (ALE) in Tirschenreuth konnte damals dieses Projekt mit in das Arbeitsprogramm aufnehmen. Im Gasthof Räuberfelsen stellte Sachgebietsleiter Frank Langguth vom ALE die Möglichkeiten einer Dorferneuerung sowie den Ablauf vor. „Wichtig ist die Bürgerbeteiligung“, stellte er fest. „Denn die Einwohner können ihre Ideen, Wünsche und Visionen einbringen.“ Nach seinen Worten entwickle der gesamte Prozess der Dorferneuerung alleine schon durch die Ideensammlung eine eigene Dynamik.
„Ziel einer Dorferneuerung ist es, die Lebens- und Wohnverhältnisse zu verbessern“, so Langguth. „Wir bereiten des Weiteren das Dorf auf künftige Erfordernisse vor.“ Weiter sagte er aus seinen Erfahrungswerten auf diesem Gebiet, dass eine Dorferneuerung auch die Gemeinschaft vor Ort stärke. „Deshalb wird das Engagement der Bürger vor Ort begrüßt.“ Zur Maßnahme in Pfaben führte der Sachgebietsreferent aus, dass das Projekt als „einfache“ Dorferneuerung" ausgeführt werde. „Im Klartext heißt dass, es werden keine Bodenordnungsmaßnahmen wie beispielsweise bei der Flurbereinigung gemacht.“
Gefördert werden sowohl öffentliche Bereiche als auch Privatmaßnahmen. Langguth sprach von Fördersätzen in diesem Bereich von 20 bis 30 Prozent. „Dazu zählen Maßnahmen an Gebäuden ebenso dazu wie Hofräume.“ „Bei der Dorferneuerung in Pfaben ist die Stadt der Bauträger“, erklärte der Referent. Der Fördersatz richte sich nach der Finanzkraft der Stadt. „Grundsätzlich ist eine Förderung bis zur Höhe von 350 000 Euro möglich.“ Bürgermeister Hans Donko signalisierte an dieser Stelle bei den Ordnungsmaßnahmen eine Co-Finanzierung durch die Kommune. Frank Langguth gab für die Dorferneuerung bis zur Fertigstellung ein Zeitfenster von drei bis fünf Jahren an. „Denn jetzt steht erst eine Ideensammlung von Stadt und Einwohnern gemeinsam mit den Planern an.“ Bereits jetzt lud er alle Einwohner ein, sich rege an einem Seminar zu diesem Thema voraussichtlich im Juni dieses Jahres zu beteiligen.„Die Stadt muss in Pfaben aber noch ihre Hausaufgaben in Sachen Kanal und DSL machen“, kündigte Bürgermister Donko an. Denn diese baulichen Maßnahmen seien zwar nicht Teil der Dorferneuerung, müssen aber in Abstimmung mit einer sich abzeichnenden Planung der Dorferneuerung vorher durchgeführt werden.
„Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam eine tolle Lösung für den Ortsteil Pfaben finden“, betonte Donko abschließend. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Dieter Döppl warb er bei den Einwohnern dafür, sich engagiert mit einzubringen.













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