13.02.2020 - 11:31 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Hobby für alle Sinne

Der neue Probe-Imkerkurs des Imkervereins kann starten. Vorsitzender Klaus Schmidt begrüßte zur Info-Veranstaltung zwölf Interessenten. Für sie geht's demnächst ans Eingemachte.

Der Vorsitzende des Imkervereins Erbendorf, Klaus Schmidt.
von Jochen NeumannProfil
Beuten, Waben und vieles mehr. Beim Infoabend erhielten die Interessenten einen Einblick in die Gerätschaften, die zum Imkern notwendig sind.

Viele Jahre schon bietet der Imkerverein "Imkern auf Probe" an. Demnächst startet ein neuer Lehrgang, weshalb die Bienenzüchter zu einem Informations-Abend in den Gasthof "Zur Hetsche" eingeladen hatten. "Es ist erfreulich, dass auch in diesem Jahr so viele an der Imkerei Interessierte unserer Einladung gefolgt sind", freute sich Vorsitzender Klaus Schmidt.

Eingangs stellte er fest, dass in der Bevölkerung ein kritisches Umdenken im Hinblick auf den Erhalt der Artenvielfalt, der Natur und Umwelt festzustellen sei. "Die Bienen, wie auch alles rund um das Imkern, nehmen einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung ein." Dies sei landauf, landab festzustellen.

Die drei Bienenwesen - Königin, Arbeiterin und Drohnen - wurden zum Einstieg mit ihren jeweiligen Aufgaben erklärt. Vorstandsmitglied Herbert Mattes, selbst seit 50 Jahren begeisterter Imker, führte die Anwesenden durch ein Bienenjahr und stellte die damit verbundenen Tätigkeiten vor.

Die beiden Jungimker Heike Reger und Wolfgang Schmid, die im vergangenen Jahr das Probe-Imkern begonnen haben, berichteten begeistert von ihren bisher gemachten Erfahrungen. Etwas tiefer in die Materie ging der Obmann für Jung- und Probe-Imker, Rudi Gürtler. Er zeigte die optimale "Bienenwohnung" auf, die in der Imkersprache "Bienen-Beute" genannt wird, und erklärte deren Aufbau und Pflege.

Benjamin Bächer, der im Imkerverein ebenfalls für die Jungimkerausbildung verantwortlich ist, ging in seinem Vortrag über den Einsatz und die Anwendung der erforderlichen Werkzeuge und Gerätschaften ein, die für die Arbeiten am Bienenstock gebraucht werden.

Über den Ablauf des zweijährigen "Probe-Imkerns" informierte Vorsitzender Klaus Schmidt. So werde jedem Probe-Imker ein "Pate" zur Seite gestellt, der bei den anfallenden Arbeiten unterstützt und berät. "Die Bienenvölker hierfür stehen auf unserem Lehrbienenstand." Nach Ablauf dieser Zeit könnten die Probe-Imker selbst entscheiden, ob sie das Hobby Imkern weiter betreiben möchten.

Schmidt wies darauf hin, dass ein angehender Imker auch bestimmte Voraussetzungen mitbringen sollte. "Die Naturliebe gehört hier ebenso dazu wie Einfühlungsvermögen in die Welt der Pflanzen und Tiere sowie eine gewisse Beobachtungsgabe für natürliche Abläufe und die Fähigkeit zu naturgemäßen Handlungsweisen."

"Die Imkerei ist eine Freizeitbeschäftigung, die mit allen Sinnen erlebbar ist", fasste Vorsitzender Schmidt den Abend zusammen. "Mit Augen, Ohren, Nase und Zunge können wir die Imkerei wahrnehmen, auch wenn wir dabei ab und zu den Stich einer Biene spüren", betonte er. "Wen die Imkerei einmal fasziniert hat, den lässt sie nicht mehr los."

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