09.01.2020 - 15:36 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Immer einsatzbereit

„Die Feuerwehr war auch in diesem Jahr stets hilfreich zur Stelle.“ Das stellte Vorsitzender Albert Vollath bei der Generalversammlung in der Stadthalle fest. Kommandant Bernhard Schmidt informierte über 191 Einsätze.

(von links) Kommandant Bernhard Schmidt, Bürgermeister Hans Donko und (von rechts) Vorsitzender Albert Vollath, Schriftführer Benjamin Schlicht und Jugendwart Roland Kaiser mit den Neuaufnahmen und den für langjährige Dienstzeiten ausgezeichneten Feuerwehrkameraden (von links) Tobias Wenning, Clemens Koller, Thomas Schultes, Julian Müller Lukas Schmidt und Maximilian Schultes.
von Jochen NeumannProfil

Traditionell am Dreikönigstag trafen sich die Mitglieder der Feuerwehr zur Generalversammlung. Vorausgegangen war am Vormittag bereits ein Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrts-Kirche, an der neben der Erbendorfer Wehr auch die Ortsfeuerwehren aus Siegritz und Wetzldorf teilnahmen. Feuerwehrvorsitzender Albert Vollath dankte in diesem Zusammenhang Pfarrer Martin Besold und dem Spielmannszug für die würdevolle Gestaltung. „Unsere Wehr war zu jedem Zeitpunkt einsatzbereit und war bei vielen Einsätzen hilfreich zu Stelle“, bestätigte Vorsitzender Vollath. Auch bei zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen haben sich die Mitglieder der Wehr beteiligt oder auch aktiv mitgearbeitet, wie beispielsweise beim Bürgerfest.

Vollath sprach Bürgermeister Hans Donko und den Stadträten sowie den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Bauhofs seinen Dank für die gute Zusammenarbeit aus. Für dieses Jahr bat er die aktiven und passiven Mitglieder, auch weiterhin zum Wohle der Bevölkerung mitzuarbeiten. Abschließend wies er auf den Feuerwehrball am 15. Februar in der Stadthalle hin.

Kommandant Bernhard Schmidt konnte für das Jahr 2019 von 191 Einsätzen (im Vorjahr 214) berichten. Davon lagen 51 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung (Vorjahr 77), 107 First-Responder-Einsätze (Vorjahr 107), 30 Brandeinsätze (Vorjahr 31) und drei Sicherheitswachen (2). Fehlalarmierungen waren nach seinen Worten keine zu verzeichnen. Insgesamt seien 943 Einsatzstunden geleistet worden.

Als besondere Einsätze nannte Schmidt unter anderem das Sturmtief „Eberhard“ im März, bei dem die Wehr zur Beseitigung von Sturmschäden gerufen wurde, der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Oberneumühle bei Waldeck sowie jüngst der Brand der leerstehenden Plärnmühle. Aber auch zu einem Verkehrsunfall auf der B 22 in Höhe Kornhof wurde die Wehr gerufen. „Dabei war ein Toter zu verzeichnen“, so der Kommandant.

„Bei allen Einsätzen muss ich die wirklich hervorragende Zusammenarbeit unserer Ortsfeuerwehren zusammen mit den Feuerwehren aus dem Kreisbrandmeister-Bereich herausstellen“, betonte Kommandant Schmidt. „Die vielen gemeinsamen Übungen zeigen hier ihre positive Wirkung.“ Bescheinigt wurde dies nach seinen Worten auch vom BRK und der Polizei bei den sogenannten Blaulichtgesprächen.

Kommandant Schmidt ging auch auf den Stand der aktiven Feuerwehrleute ein. So gehören der aktiven Wehr 49 Männer und vier Frauen an. Hinzu kommen sieben First-Responder-Mitglieder. „Besonders stolz bin ich auf vier Doppelmitglieder“, merkte Schmidt an. So seien diese sowohl in der Feuerwehr ihrer Heimatgemeinde als auch an ihrem Arbeitsplatz in der Erbendorfer Wehr aktiv. „Das ist zugleich ein Angebot an alle Arbeitnehmer, die in Erbendorf arbeiten und einer anderen Feuerwehr angehören: machen sie an ihrem Arbeitsort Dienst in der sogenannten Zweitfeuerwehr.“

Die Mitglieder informierte Schmidt des Weiteren über die Einführung der Alarmierungs-Software „APP Apager“ sowie über die Einführung der digitalen Funkmeldeempfänger für den Rettungsdienstbereich der ILS-Nordoberpfalz für das Jahr 2022. Auch soll eine neue Schutzbekleidung für die Aktiven eingeführt werden. „Mit diesem Thema befasst sich demnächst der Stadtrat“, so der Kommandant. „Auch in Sachen Neubau wird sich in nächster Zeit etwas tun“, merkte der Kommandant Schmidt an. „Es wurden bereits Gespräche mit dem BRK-Kreisverband für eine Planung zum Neubau einer gemeinsamen BRK- und Feuerwache unternommen.“ Gespräche mit der Stadt zu möglichen Standorten werden nach seinen Worten ebenfalls geführt.

Wichtig für den Kommandanten war der Hinweis, auch zukünftig ausreichend aktive Feuerwehrdienstleistende für den Feuerwehrdienst vorhalten zu können. „Deshalb rufe ich alle Erbendorfer Mitbürger auf, sich einfach bei uns melden.“ Die Feuerwehr freue sich über jede neue Kameradin und jeden neuen Kameraden. In diesem Zusammenhang begrüßt Schmidt auch die Neuen im Team mit Stefan Lang und Lukas Beyer.

„Ich kann es nicht oft genug hervorheben, aber ein großes Dankeschön gilt allen Erbendorfer Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit zu den Einsätzen freistellen“, fügte Schmidt hinzu. Zum Schluss übernahm Bernhard Schmidt per Handschlag und mit der Überreichung der Ärmelstreifen Julian Müller, Lukas Schmidt, Maximilian Schultes und Maximilian Winkler von der Jugendfeuerwehr in die aktive Mannschaft.

Des Weiteren beförderte der Kommandant Clemens Koller und Thomas Schultes zu Oberfeuerwehrmänner. Abzeichen für langjährige Dienstzeit überreichte er für 10 Jahre an Christopher Linkel und Benjamin Schlicht, für 20 Jahre an Tobias Wenning für 30 Jahre an Roland Kaiser und für 40 Jahre an Bernhard Fütterer. Zweiter Kommandant Wolfgang Gruber konnte dem Kommandanten auch selbst das Abzeichen für 30-jährige aktive Dienstzeit überreichen.

Jugendwart Roland Kaiser wies in seinem Bericht auf die absolvierten 30 Übungen hin. Derzeit gehörten der Jugendfeuerwehr zehn Jugendliche an, die sich alle 14 Tage treffen. Er sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit: „Ich bin stolz, euer Jugendfeuerwehrwart zu sein.“

Bürgermeister Hans Donko dankte den Feuerwehrkameraden, dass sie sich immer wieder Lehrgängen und Ausbildungen unterziehen. Weiter bestätigte er, dass die Feuerwehr zum kulturellen Leben in der Stadt beitrage. Dabei erinnerte er an die großartigen Veranstaltungen, wie dem „Rescue Day“ im August und die Bayern-1-Disco.“ „Ich habe mich bei der Feuerwehr immer gut aufgehoben gefühlt.“ Mit diesen Worten wies Donko darauf hin, dass es für ihn im Amt als Bürgermeister die letzte Generalversammlung sei. Er bedankte sich für das „hohe Vertrauen und die Wertschätzung“, die im entgegengebracht wurde. Bürgermeister Donko bezeichnete die Feuerwehr als Rückgrad der Kommune. „Glück auf und Glück auf der Stadt.“

Nicht zuletzt hob BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und BRK hervor. Dabei bezeichnete er die gemeinsam initiierte „Organisierte Erste Hilfe“ als ein Vorzeigeprojekt. Dem OEH-Leiter Fabian Keppler-Stobrawe sprach er seinen Dank aus.

Feuerwehrkommandant Bernhard Schmidt
Traditionell hielt die Feuerwehr ihre Generalversammlung am Dreikönigstag ab. Auf dem Bild Bürgermeister Hans Donko (vierter von links) mit (von links) zweiten Vorsitzenden Tobias Bollmann, zweiten Kommandanten Wolfgang Gruber, Kommandanten Bernhard Schmidt, Vorsitzenden Albert Bollmann und Kassier Alexander Donenko.
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