Erbendorf
28.06.2019 - 12:19 Uhr

Industriehallen schießen aus dem Boden

Zwar gibt es keine freien Grundstücke im Erbendorfer Industriegebiet „Schleifmühl“ mehr, dennoch herrscht rege Bautätigkeit. Gleich zwei Metallbaufirmen errichten neue Produktionsgebäude.

Auf diesen Grundstücken werden heuer noch zwei Betriebshallen errichtet. Unterhalb die der Firma Wenning, oberhalb die der Firma Frank. Bild: njn
Auf diesen Grundstücken werden heuer noch zwei Betriebshallen errichtet. Unterhalb die der Firma Wenning, oberhalb die der Firma Frank.

Rund geht es derzeit im mittlerweile 20 Jahre alten Industriegebiet "Schleifmühl" zu. Rege Geschäftstätigkeit herrscht bei den ansässigen Firmen. Ein Manko nur, dass mittlerweile sämtliche Baugrundstücke verkauft sind. Neuansiedler tun sich derzeit schwer.

Bürgermeister Hans Donko sind die fehlenden Grundstücke ein Dorn im Auge. Das bisherige Gebiet umfasse nach seinen Worten rund 21 Hektar, die vollständig an Gewerbetreibende veräußert wurden. "Wir brauchen dringend neue Flächen, da bereits wieder viele Anfragen an die Stadt herangetragen wurden." Abhilfe soll eine Erweiterung des Industriegebiets nach Osten schaffen. Der Stadtrat stellte bereits die Weichen für die Ausweisung zusätzlicher Flächen. Gut 14 Hektar Bauland stehen dann Investoren im Erweiterungsgebiet "Schleifmühl III" zur Verfügung.

Dennoch herrscht im Industriegebiet eine rege Bautätigkeit auf den verkauften aber noch nicht bebauten Grundstücken. So verlagert mit Errichtung des neuen Firmengebäudes die Firma DK-Zerspanungstechnik mit Firmenchef Dominik Frank ihren Betrieb von Siegritz ins Industriegebiet. Vor gut zwei Jahren wagte der Jungunternehmer den Schritt in die Selbstständigkeit. In seinem Metallverarbeitungsbetrieb beschäftigt sich Frank mit Lohnfertigung im Maschinenbau. Zur weiteren Entwicklung braucht er dafür auch Platz. Bis Ende des Jahres soll der Bau der Produktionshalle mit einer Fläche von rund 500 Quadratmetern am neuen Standort fertiggestellt sein und in Betrieb gehen. Nach Angaben von Frank werden vorerst zwei neue Arbeitsplätze entstehen.

Der zweite Bauherr ist die Firma Wenning Metallveredelung. Firmenchef Franz Wenning kann man schon als "Urgestein" des Industriegebiets bezeichnen: Denn sein 1996 gegründeter Metallveredelungsbetrieb war 2000 die erste Betriebsansiedlung im damals neuen Gewerbepark. 2008 erweiterte er erstmals seinen Betrieb, 2017 kam eine neue Halle mit einer Größe von rund 46 mal 20 Metern hinzu. Die Produktionsfläche beträgt aktuell rund 2300 Quadratmeter.

Jetzt braucht Wenning weitere Produktionsflächen für den Bereich Metallbau/Schweißtechnik. Auf dem neuen Grundstück entsteht die neue Werkhalle mit gut 1300 Quadratmetern Produktionsfläche. "Bis Januar soll alles fertig sein", sagt Wenning. Damit werden auch zehn neue Arbeitsplätze geschaffen. "Die Baukosten liegen bei 1,8 Millionen Euro."

Auf diesen Grundstücken werden heuer noch zwei Betriebshallen errichtet. Unterhalb die der Firma Wenning, oberhalb die der Firma Frank. Bild: njn
Auf diesen Grundstücken werden heuer noch zwei Betriebshallen errichtet. Unterhalb die der Firma Wenning, oberhalb die der Firma Frank.
 
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