Die Bedarfsmitteilung 2020 für das Städtebauförderungsprogramm wurde in Zusammenarbeit mit dem Sanierungsträger KEWOG Tirschenreuth erarbeitet. Immerhin kommen so 11 Millionen Euro zusammen, die von 2020 bis 2023 in verschiedene Maßnahmen investiert werden sollen.
Bürgermeister Hans Donko teilte mit, dass bisher bereits rund 4,1 Millionen Euro bewilligt wurden, die im kommenden Jahr auch investiert werden sollen. Für 2020 seien rund 7 Millionen Euro vorgesehen. Für die Jahre 2021 bis 2023 belaufen sich die Jahressummen voraussichtlich auf knapp 3,6 Millionen Euro.
Verzögerung wegen Altlasten
Unter anderem ist die Sanierung und Umgestaltung des denkmalgeschützten Anwesens Bräugasse 23 zu einem Bürgerzentrum mit einem Teilbetrag von 2 Millionen Euro bei Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro mit aufgenommen. Wie der Bürgermeister mitteilte, seien 2,7 Millionen Euro bereits bewilligt worden. "Insgesamt ist die Sanierung dieses denkmalgeschützten Gebäudes sehr aufwendig, aber städtebaulich höchst wichtig", stellte er fest.
Für den Erwerb und die Sanierung leerstehender Immobilien in der Innenstadt sind für 2020 insgesamt 1,3 Millionen eingestellt. 2021 sollen weitere 1,2 Millionen Euro folgen. Des Weiteren schlagen die Sanierung und der Umbau der Anwesen Asylstraße 2 und Kaiserberg 1 zu einer Tagespflegeeinrichtung mit 1,6 Millionen Euro zu Buche, von denen bereits knapp über eine Million Euro bereits bewilligt sei. Ein Bewilligungsbescheid über 362 000 Euro für den Abbruch und die Neugestaltung des ehemaligen Speditionsgebäudes an der Marktredwitzer Straße liegt ebenfalls vor. Diese Maßnahme werde nach den Worten des Bürgermeisters bald fertiggestellt werden. "Leider dauerte die Maßnahme so lange, da die Beseitigung der Altlasten viel Zeit in Anspruch nahm."
Mit 1,2 Millionen Euro ist die Neugestaltung der Bräugasse im Programm. Wie Donko ausführte, seien für erste Planungen im Programmjahr 2020 davon 50 000 Euro vorgesehen. Aufgenommen und bereits im Bau befindet sich die Neugestaltung der Aussichtsplattform am Mühlbühl mit Errichtung einer Treppenanlage. Von den voraussichtlich förderfähigen Gesamtkosten von 225 000 Euro sind 2020 rund 125 000 Euro vorgesehen. "Heuer ist auch eine Privatinitiative als Maßnahme im Städtebauprogramm", merkte der Bürgermeister an: So soll das Sägewerk an der Herrenmühle abgebrochen und dieser Bereich revitalisiert werden.
Auch für private Bauherren
Wie Donko weiter informierte, stehe auch im kommenden Jahr wieder ein kommunales Förderprogramm mit rund 75 000 Euro zur Unterstützung von privaten Bauherren im Bund-Länder-Programm zur Verfügung. Danach können private Hauseigentümer unter Beachtung städtebaulicher Vorgaben aus fünf verschiedenen Förderbereichen, beispielsweise Fassadengestaltung oder Dachisolierung, Fördermittel erhalten.
Als ein wichtiges Instrument für die zukünftige Entwicklung der Stadt bezeichnete Donko das städtebauliche Entwicklungskonzept. Von den Gesamtkosten mit 105 000 Euro seien bereits 72 000 Euro bewilligt. "Dieses Konzept ist ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung", sagte er.
CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger stellte zur Bedarfmitteilung fest, dass die Städtebauförderung sehr wichtig sei. "Hier sieht man, wo die Stadt aktiv wird. Die Stadt führt Gebäude einer sinnvollen Nutzung zu und sorgt für ein sehr schönes Stadtbild."
"Über dieses Programm ist in den letzten Jahren viel gelaufen", meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Gredinger. Er sprach dem Bürgermeister seinen Dank für dessen erfolgreiche Bemühungen aus. Dieser Aussage konnte sich der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Bernhard Schmidt, nur anschließen: "Man sieht in der Stadt, was schon alles umgesetzt wurde."






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