15.02.2021 - 15:33 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Kindergärten im Kreis Tirschenreuth: Notbetreuung sinnvoll nutzen

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Noch immer sind Kindergärten nur zur Notbetreuung geöffnet. Leiterinnen erklären, wie manche Erzieher von zu Hause arbeiten, wie sie die Betreuung organisieren und wie der Fasching Farbe in den Corona-Alltag bringt.

Noch immer sind Kindergärten nur zur Notbetreuung geöffnet.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

Kindergarten "Regenbogen" in Erbendorf

Rund sieben Kinder werden im Kindergarten "Regenbogen" pro Tag betreut. "An manchen Tagen sind es auch nur fünf", erklärt Kathrin Öcal. Bereits im Voraus geben die Eltern bekannt, an welchen Wochentagen die Kinder in die Einrichtung kommen – und zu welcher Uhrzeit. So kann Kathrin Öcal Arbeitspläne erstellen. "Bei einer geringen Kinderzahl müssen nicht alle Erzieher vor Ort sein", sagt sie. Wer nicht in die Einrichtung kommen muss, für den steht Homeoffice auf dem Programm. "Wir bilden uns weiter, erledigen Planungs- und Dokumentationsarbeiten", sagt die Kindergartenleiterin. Neue (Bastel-)Ideen werden ebenfalls gesammelt und vorbereitet.

Während der Notbetreuung ist ein Tagesrhythmus wichtig. "In den letzten Wochen waren wir sehr oft draußen im Schnee." Für die Kinder, die zu Hause betreut werden, haben die Erzieherinnen Pakete mit Schnee- und Wasserexperimenten gepackt. Fasching soll im evangelischen Kindergarten trotz Pandemie gefeiert werden. "Die Kinder dürfen die Woche verkleidet kommen", sagt Öcal. Für die Kinder zu Hause wollten sich die Erzieherinnen noch etwas überlegen.

Kindergarten St. Hedwig in Mitterteich

"Über die Kita-Info-App tragen die Eltern ein, wann ihre Kinder eine Betreuung brauchen", erklärt Regina Schiffmann. Sie leitet den katholischen Kindergarten St. Hedwig in Mitterteich. Zwischen 12 und 14 Kinder sind auf die Notbetreuung angewiesen. "Alle Kinder sind in ihrer eigenen Gruppe, mischen dürfen wir nicht", erklärt Schiffmann. Über die App bekommen die Mädchen und Buben zu Hause Geschichten, Lieder und Blätter zum Ausmalen zugeschickt.

"Alle Kinder sind in ihrer eigenen Gruppe, mischen dürfen wir nicht."

Regina Schiffmann, Leiterin katholischer Kindergarten St. Hedwig

Die etwas ruhigere Zeit haben die Erzieherinnen genutzt, um einzelne Zimmer aus- und wieder einzuräumen. Diese werden neu gestrichen. "Wenn die Kinder zurückkommen, ist dann alles erledigt", sagt sie. Für die Kinder in der Notbetreuung soll es in den jeweiligen Gruppen eine kleine Faschingsfeier geben.

Kinderhaus St. Elisabeth in Wiesau

Über die Kita-App versenden auch die Erzieher des katholischen Kinderhauses St. Elisabeth in Wiesau Bastel- oder Grußvideos. Jetzt zur Faschingszeit wird es eine Faschingspost geben. "Die Tüte enthält eine Bastelanleitung mit Ausmalarbeiten und Materialien", erklärt Kinderpflegerin Sandra Ernstberger. Unter dem Motto "Wir machen uns das Leben kunterbunt" wollen sie in Wiesau Farbe in den Corona-Alltag bringen. Die vier Gruppenräume wurden bereits dekoriert, im Hintergrund läuft Faschings-Musik.

Auch in Wiesau haben die Erzieherinnen die Möglichkeit, sich über Webinare fortzubilden. Sandra Ernstberger freut sich bereits jetzt auf die Zeit, wenn wieder alle Kinder die Einrichtung besuchen dürfen. Sobald die Situation gelockert wird, hat sie eine spannende "Trommel-Überraschung" für ihre Schützlinge.

Kinderhaus "Pusteblume" in Kastl

Auch in Kastl bei Kemnath nehmen Eltern die Notbetreuung von Krippe, Kindergarten und Hort in Anspruch. "Über ein Formular werden die Kinder angemeldet", erklärt Ulrike Hederer. Die Erzieher kümmern sich in der Krippe um drei bis fünf Kinder, im Kindergarten um vier bis sieben und im Hort um ein bis sechs Kinder. "Die Kinder haben die Gruppenräume dekoriert, Girlanden selbst gebastelt", so Hederer. Am Rosenmontag und Faschingsdienstag dürfen die Kinder verkleidet kommen. Die Wochen im Lockdown nutzten die Mitarbeiter unter anderem um Büro- und Schreibarbeit zu erledigen, aber auch um die Kita-App zu bestücken. Zudem konnten Überstunden abgebaut werden.

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