Erbendorf
25.10.2026 - 13:45 Uhr

Kreiskonzert in Erbendorf: Volkslieder zwischen Tradition und neuem Klang

Vier Chorformationen zeigten beim Kreiskonzert des Sängerkreises Nord-Oberpfalz in Erbendorf, wie lebendig Volkslieder klingen können. Der Abend begann mit einem bewegenden Gedenken und endete mit gemeinsamem Gesang.

Mit einem bewegenden Gedenken begann das Kreiskonzert des Sängerkreises Nord-Oberpfalz am Samstag in der Erbendorfer Stadthalle: Für den kürzlich verstorbenen Chorleiter des Männergesangvereins 1895 Pleystein, Alexander Völkl, erklang „Dona nobis pacem“. Das Publikum erhob sich und stimmte in den Kanon ein. Einen Großteil der Proben hatte Völkl noch selbst geleitet.

Volkslieder mit neuen Akzenten

Der Pleysteiner Männerchor gestaltete unter seinem neuen Leiter Holger Scheufler den musikalischen Auftakt. Dass Volkslieder auch aktuelle Themen aufgreifen können, zeigte „Viele Vögel sind noch da“ mit Anklängen an Artenverlust und Umweltfragen.

Die Frauen der Chorgemeinschaft Erbendorf-Wiesau und des Pleasure-Ensembles Marktredwitz präsentierten unter Elisabeth Liedl vertraute Weisen in neuen Interpretationen. Vor der Pause ehrte Kerstin Homberg, Vizepräsidentin des Fränkischen Sängerbundes, Liedl für 50 Jahre Chorleitung.

Mit stattlichem Klang trat der Männerchor der Sängergruppe Max Reger unter der Leitung von Alexander Hecht auf. Neben „Fein sein, beinander bleib’n“ setzte „Horch, was swingt von draußen rein“ einen schwungvollen Akzent. Die Chorgemeinschaft Parkstein unter Elvira Kuhl brachte viel Dynamik und Bewegung auf die Bühne. Jede der vier Formationen setzte dabei eigene Akzente. Vertraute Melodien und neue musikalische Farben standen nebeneinander. So wurde das Motto „Volkslied – mal traditionell, mal modern“ aus unterschiedlichen Perspektiven direkt hörbar.

Gemeinsam singen verbindet

Durch den Abend führte Kreischorleiter Richard Waldmann mit seiner unverwechselbaren Art. Immer wieder ermunterte er die Zuhörer zum Mitsingen. Volkslieder als Kulturgut zu pflegen und mit neuen Texten und Arrangements weiterzuentwickeln, ist sein Anliegen.

Rund 120 Mitwirkende gestalteten das alle zwei Jahre stattfindende Kreiskonzert. Zum Abschluss sang das Publikum bei der Zugabe „Kein schöner Land“ mit. Dann versammelten sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne und verabschiedeten sich mit dem Kanon „Singen macht Spaß“.

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