24.05.2020 - 15:04 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Mit "La-Ola-Welle" in Gottes Jubel eingestimmt

Ein Hauch von Kirchentag wehte an Christi Himmelfahrt über Erbendorf. Die evangelischen Christen feierten zusammen im Fußballstadion "Am Kreinzl" Gottesdienst, was vor allem bei kirchlichen Großveranstaltungen üblich ist.

Wie bei einem Kirchentag wurde an Christi Himmelfahrt Gottesdienst in einem Stadion gefeiert. Passend dazu: eine "La-Ola-Welle" um in Gottes Jubel einzustimmen.
von Redaktion ONETZProfil

Ein Hauch von Kirchentag wehte an Christi Himmelfahrt über Erbendorf. Die evangelischen Christen feierten zusammen im Fußballstadion "Am Kreinzl" Gottestdienst, was eigentlich eher bei kirchlichen Großveranstaltungen üblich ist.

"Gottesdienst unter freiem Himmel, das passt sehr gut zu Christi Himmelfahrt", meinte Pfarrer Christoph Zeh am Donnerstagmorgen. Der Ort sei ungewöhnlich, aber aufgrund der coronavirusbedingten Abstandsregelungen habe sich die Tribüne am Fußballplatz besonders angeboten. "Am Gleichhof, wo wir sonst an diesem Feiertag verweilen, ist nicht besonders viel Platz - außerdem ist es dort auch sehr zugig", beschrieb Zeh die Situation.

Doch nicht nur der Ort fiel an diesem Tag aus der Reihe: Statt Kirchenorgel oder Posaunenchor griff Zeh selbst zur Gitarre, um die wenigen ausgewählten Lieder musikalisch zu begleiten. Zudem leitete er die Gläubigen an, in Gottes Jubel stadiongerecht mit einer "La-Ola-Welle" einzustimmen. Fröhlich sollte es zugehen beim gemeinsamen Gottesdienstfeiern, das über viele Wochen nicht erlaubt war und noch heute sind deutliche Einschränkungen zu spüren: "Heute würde ich die Konfirmanden der Gemeinde vorstellen, aber die Konfirmation hat bisher nicht stattfinden können", sagte Zeh wehmütig. Mit Blick auf das kommende Kirchenjahr sei es ebenso unklar, ob und wie eine neue Konfirmandengruppe entstehen könne.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Zeh das faszinierende Wirken Gottes auf unser aller Leben. Am Beispiel des Wetters, der Wolkenbildung und des Regens sei dies jeden Tag aus Neue zu beobachten. "Wind beispielsweise können wir nicht sehen, aber wir können ihn spüren", sagte Zeh und spannte so den Bogen zu Gott und dessen Einfluss auf den Alltag der Christen.

Pfarrer Christoph Zeh predigte unter freiem Himmel auf der Zielgerade, die Gläubigen nahmen mit Abstand auf der Tribüne teil.
Gitarre statt Kirchenorgel, Pfarrer statt Organist - auch die musikalische Begleitung des Gottesdienstes war ungewöhnlich.
Kirchenvorsteherin Ulrike Weiß (rechts im Bild) unterstützte Pfarrer Zeh (links) als Lektorin.

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