Erbendorf
23.07.2018 - 15:43 Uhr

Das Leben ist eine Wanderschaft

„Unsere Gesellschaft erwartet euch.“ Dass sagte Bürgermeister Hans Donko bei der Abschlussfeier der neunten und zehnten Klassen der Mittelschule. Für die Besten gab es neben dem Zeugnis ein Buchgeschenk.

Die besten Abschlussschüler erhielten neben ihren Zeugnis ein Buchgeschenk. (von links) Vanessa Sammeth, Moritz Stangl, Benedikt Hutzler, Johanna Meierhöfer, Magdalena Melzner und Tim Melzner. Mit auf dem Bild (von links) Bürgermeister Karlheinz Budnik aus Windischeschenbach, Bürgermeister Hans Donko sowie Konrektorin Beate Koch (rechts). njn
Die besten Abschlussschüler erhielten neben ihren Zeugnis ein Buchgeschenk. (von links) Vanessa Sammeth, Moritz Stangl, Benedikt Hutzler, Johanna Meierhöfer, Magdalena Melzner und Tim Melzner. Mit auf dem Bild (von links) Bürgermeister Karlheinz Budnik aus Windischeschenbach, Bürgermeister Hans Donko sowie Konrektorin Beate Koch (rechts).

(njn) Auftakt der Abschlussfeier war ein ökumenischer Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche mit den Pfarrern Christoph Zeh und Martin Besold. Den Gottesdienst gestalteten Schüler um Lehrerin Silvia Hartmann. Im Anschluss war in der Schulaula die Abschlussfeier, bei der an über 50 Schüler die Zeugnisse überreicht wurden.

Für den erkrankten Rektor Peter Preisinger begrüßte Konrektorin Beate Koch neben den Abschlussschülern und deren Familienangehörigen zahlreiche Ehrengäste. "Endlich ist es soweit. Heute werdet ihr eure Abschlusszeugnisse bekommen", sagte sie. Sie erinnerte sich an ein Geschenk der Schüler, das sie vor gut zehn Jahren zu ihrem Abschied von der Schule bekommen hatte. "Mittlerweile erzählt es eine Geschichte, denn ich verwende es bei mir zu Hause zur Gartenarbeit und zu Malerarbeiten." Wie sie weiter ausführte, hätte sie sich damals nicht träumen lassen, wie sich ihr eigener Werdegang weiter entwickelt.

"Heute aber seid ihr es, die verabschiedet werden." So schlug Koch eine Brücke aus ihrer eigenen Lebensgeschichte zum heutigen Festtag. Den Lebensweg der Absolventen verglich sie dabei mit einer Wanderschaft. "Der Weg ist nicht immer gerade und eben", wusste sie. "Man muss viele Umwege gehen." Dazu wünschte sie viel Durchhaltevermögen, um das Ziel zu erreichen.

Die Konrektorin merkte an, dass zu viel Gepäck beim Wandern hindere, bei zu wenig fehle etwas. "Ich wünsche euch, dass ihr immer das richtige Maß an Gepäck habt, um gut versorgt zu sein." Aber auch das Wetter müsse ihrer Meinung nach stimmen. "Mein Wunsch an euch ist, Glück auf der Lebensreise ohne große Gewitter zu haben und immer jemand da ist, der euch hilft und unterstützt."

Mut und Selbstbewusstsein, Vernunft und eine realistische Selbsteinschätzung waren Eigenschaften, die Koch den jungen Menschen mit auf ihren Weg gab. "Notwendig sind beim Wandern auch Pausen", so die Konrektorin. "Auch auf dem Lebensweg sind kleine Pausen notwendig, um sich zu erholen und um das, was man erreicht hat, zu genießen." Den Absolventen bescheinigte sie gute und sehr gute Ergebnisse bei der mittleren Reife oder beim qualifizierenden Hauptschulabschluss.

"Wege entstehen dadurch, dass man sie geht." Mit diesem Zitat von Franz Kafka eröffnete Bürgermeister Hans Donko sein Grußwort. "Es war von der Einschulung bis heute ein langer Weg." Viele Tests und Schulaufgaben sowie Prüfungen seien durchlaufen worden. "Es war sicherlich nicht immer leicht, aber ihr habt dabei viele Erfahrungen gesammelt und eure Talente entdeckt. Eine tolle Leistung, der euer persönlicher Erfolg ist." Er merkte an, dass die Absolventen diesen Weg nicht alleine gegangen seien. "Ihr habt euch gegenseitig unterstützt und seid von Lehrern und Eltern motiviert und begleitet worden." Heute sei ein Wendepunkt im Leben erreicht. "Nehmt aus eurer Schulzeit viel mit in euren neuen Lebensabschnitt, vor allem Wissen und Freundschaft."

"Jetzt seid ihr selbst für euer Tun verantwortlich", führte Donko weiter aus. Das Rüstzeug haben die Absolventen von der Schule erhalten. "Unsere Gesellschaft wartet auf euch", betonte Donko. "Wir brauchen junge Menschen, die neue Ideen entwickeln und in Politik und Gesellschaft nach neuen Wegen suchen."

Bei den Abschlussreden wies die Klassenlehrerin der 9 a, Sybille Schieler, darauf hin, heute den Blick nicht nur auf die Leistungen zu beschränken. "Wichtig ist auch, was man in den Jahren erlebt hat." Es sei zwar nicht immer einfach gewesen. "Doch es war immer schön, bei euch ins Klassenzimmer zu kommen. Denn ihr wart ehrlich und als Lehrer habe ich das Gefühl gehabt, hier ist man willkommen." Als einen "kunterbunten Haufen" bei der Übernahme bezeichnete Lehrerin Silke Stich die Klasse 9 b. "Ihr seid selbstbewusste Schüler und es war ein gutes Jahr." Es sei gut zu wissen, dass die Absolventen gut versorgt seien und Perspektiven für die Zukunft haben. "Ihr dürft nicht stehen bleiben und müsst Neuem immer offen gegenüber stehen."

Sehr musikalisch war die Abschlussrede für die 10 M von Klassenlehrerin Silvia Hartmann. Mit den "Alten Rittersleit" sang sie mit eigenem Text einen persönlichen Rückblick. Da hieß es einfach "Ja so woar's, mit meiner zehnten Klass'." Abschlussworte sprachen für die 9 a Patricia Brack und Justin Dietrich, für die 9 b David Müller und Michael Weber. Für die 10 M standen Sarah Christ und Thomas Schürlein am Mikrofon. Hintergrund







Die Ehrengäste bei der Abschlussfeier der Schule, (von links) Claudia Siegler von der Arbeitsagentur, die Windischeschenbacher Rektorin Gabriele Wachter-Kauschinger, Bürgermeister Karlheinz Budnik aus Windischeschenbach, Bürgermeister Hans Donko, dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl und der ehemalige Konrektor Albert Kraus. njn
Die Ehrengäste bei der Abschlussfeier der Schule, (von links) Claudia Siegler von der Arbeitsagentur, die Windischeschenbacher Rektorin Gabriele Wachter-Kauschinger, Bürgermeister Karlheinz Budnik aus Windischeschenbach, Bürgermeister Hans Donko, dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl und der ehemalige Konrektor Albert Kraus.
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