Emsig ging es bereits am Mittwochmorgen hinter der Martin-Luther-Kirche zu. Mitarbeiter der Glockengießerei Bachert aus Neukirchen bei Karlsruhe bereiteten den Abbau der Klangstahlglocken aus dem Jahr 1922 mit dem eisernen Glockenstuhl vor. Mit einem Autokran der Firma Rank aus Weiden wurden die Teile mitsamt der alten Glocken aus dem Turminneren gehievt.
Gleichzeitig wurden die neuen vier Bronzeglocken und der Glockenstuhl aus Eiche für den Einbau hinter der Kirche vorbereitet. Millimeterarbeit war für den Kranführer angesagt. Denn er musste sie mit Kranspitze und Kranhaken in die Öffnung hineinbugsieren und "blind" absetzen. Zwischen den Mitarbeitern oben und dem Kranführer bestand lediglich Funkkontakt.
Bevor aber die Glocken einzeln im Turm oben abgesetzt wurden, schlugen Mitarbeiter der Glockengießerei jede der Glocke mit drei Hammerschlägen an.
Viele Schaulustige fanden sich während des Vormittags ein, um dieses seltene Ereignis eines Glockenaufzugs mitzuverfolgen. Neben Pfarrer Christoph Zeh und den Mitgliedern des Kirchenvorstands, die übrigens auch selbst mit Hand anlegten, fanden sich die Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen ein. Nachdem 2011 die katholische Kirche neue Glocken erhielt und jetzt die Martin-Luther-Kirche, werden die Kleinsten wohl in den nächsten 100 Jahren keinen Glockenaufzug in der Steinwaldstadt mehr erleben.
Bis die Taufglocke, die Sterbeglocke, die Gebetsglocke sowie die größte Glocke "Liebe" allerdings erstmals erklingen, werden noch gut zwei Wochen vergehen. Wie Pfarrer Christoph Zeh mitteilte, werden die vier neue Glocken erstmals am dritten Adventssonntag läuten.
















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