Nun ist es offiziell, in Erbendorf gibt es mit dem 28-jährigen Betriebswirt David Frischholz einen vierten Bürgermeisterkandidaten. Einstimmig wurde er am Montagabend in der Nominierungsversammlung der Wählervereinigung „Miteinander für Erbendorf“ (MfE) von 41 Stimmberechtigten zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Für Frischholz gab es sogar „Standing Ovations“. Ebenso einstimmig wurden die gesamte Stadtratskandidatenliste und die drei Ersatzkandidaten angenommen. „Alles tolle Persönlichkeiten und Macher“, kommentierte Frischholz die Liste. Als Wahlleiter bei der Nominierungsversammlung im Bürgerhaus fungierte Marco Vollath.
„Wir werden uns mit den Themen beschäftigen, die wir ändern können“, kündigte David Frischholz an. Seine Bewegung, so der Bürgermeisterkandidat, stehe für einen bürgernahen Politikstil, der in Erbendorf schon fast verloren gegangen sei. „Wir wollen miteinander arbeiten, für Erbendorf – für die Sache“, so Frischholz. Er machte dabei klar, dass es immer um die Sache gehen soll, nie um Parteifarben. Dies sei auf kommunaler Ebene zwingend erforderlich.
Die neue Gruppierung bestehe laut Frischholz aus Menschen unterschiedlichster Facetten, die aber einen gemeinsamen Nenner hätten: "Erbendorf voranbringen." In diesem Zusammenhang stellte er besonders Sven Lehner heraus, der sich als amtierender Stadtrat der neuen Gruppierung angeschlossen habe. „Bei uns ist in den letzten Wochen ein Team entstanden, das verschiedener kaum sein könnte, das verschiedenste Blickwinkel mit einbringt und einen Umgang vorlebt, von dem sich viele etwas abschauen können“, so Frischholz.
Erbendorf sei in Sachen Finanzen und Energie ins Hintertreffen geraten, bedauerte Frischholz. „Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist fünf nach zwölf. Wir verspielen derzeit sämtliche Chancen." Dies sei der Tatsache geschuldet, dass im Stadtrat nicht mehr diskutiert, sondern nur noch gestritten und blockiert werde. Erbendorf sei ihm eine Herzensangelegenheit, deshalb wolle er für seine Heimat Verantwortung übernehmen. Er habe eine Vision von einem modernen und leistungsfähigen Erbendorf. Klares Ziel sei, die Heimatstadt wieder zu einer der stärksten und leistungsfähigsten Kommunen im Landkreis zu machen.
Die Stadtratsliste: 1. David Frischholz (28 Jahre, Betriebswirt), 2. Dorothea Brack (46, Regierungssekretärin), 3. Sven Lehner (36, BRK-Kreisgeschäftsführer), 4. Denise Zier (39, Versicherungsmaklerin), 5. Andreas Kraus (38, Wirtschaftsinformatiker), 6. Franziska Koch (31, Betriebswirtin), 7. Luca Melzner (29, Geograf), 8. Jasmin Fütterer (42, Pflegehelferin), 9. Siegfried Tretter (61, selbständiger Versicherungsmakler), 10. Tobias Schraml (32, Maurer), 11. Jörg Gerolstein (50, Disponent, Dozent an der IHK-Akademie), 12. Nicole Rischer-Bäumler (50, Bereichsleitung Pflege), 13. Michael Schade (46, Berufskraftfahrer), 14. Mario Perchalla (45, Industriemechaniker), 15. Roland Wellenhöfer (59, Handelsvertreter, Videoreporter), 16. Nicolas Albert (44, Angestellter), 17. Alexander Brack (48, Justizvollzugsbeamter), 18. Marco Vollath (48, Medienfachwirt, Geschäftsführer), 19. Markus Fütterer (46. Verwaltungsfachangestellter), 20. Friedrich Kohr (66, Konditormeister). Ersatzkandidaten: Mario Bauer (47, Tiefbau/Straßenbaumeister), Thorsten Heindl (41, BIM-Konstrukteur), Melanie Trautner (46, Projektmanagerin).














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