Erbendorf
21.02.2019 - 16:20 Uhr

Museen miteinander vernetzen

Kultur schreibt die Stadt Erbendorf groß. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung, die Museumsfachkraft des Museumsprojekts im Landkreis finanziell anteilig zu unterstützen. Des Weiteren erhält der Simultankirchen-Radweg einen Zuschuss.

Auf Initiative der Ikom Stiftland wurde im Februar 2017 mit den nichtstaatlichen Museen Bärnau, Erbendorf, Falkenberg, Kemnath, Mähring, Mitterteich, Neualbenreuth, Plößberg, Tirschenreuth, Waldsassen und Wiesau angeregt, zur interkommunalen Zusammenarbeit der Museen im Landkreis Tirschenreuth eine Museumsfachkraft anzustellen. Diese solle die Museen vernetzen und fachliche Unterstützung geben", führte Bürgermeister Hans Donko gegenüber dem Gremium aus . An diesem Projekt sei auch das Heimat- und Bergbaumuseum beteiligt. "Dieses wird ebenfalls die Dienste der Museumsfachkraft in Anspruch nehmen."

Drei Jahre Förderung

Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 158 000 Euro. Gefördert wird die Maßnahme für die nächsten drei Jahre von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen mit 50 Prozent sowie durch den Landkreis Tirschenreuth mit jährlich 35 000,00 Euro. Der jährliche Restbetrag von rund 37 000 Euro ist von den beteiligen elf Kommunen zu tragen.

Die Stadtratsmitglieder beschlossen, für das abgelaufene Jahr die anteiligen Kosten mit rund 1480 Euro und für das Haushaltsjahr 2019 die Umlage in Höhe von rund 2500 Euro zu übernehmen. Donko sieht das Projekt positiv, auch im Hinblick auf das zu errichtende "Museum Flucht- und Vertreibung" in der Bräugasse: "Unsere Finanzmittel werden überaus sinnvoll eingesetzt."

CSU-Fraktionsvorsitzender Johannes Reger hob die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei den Museen hervor. "In unserem Heimat- und Bergbaumuseum wird viel ehrenamtliche Arbeit geleistet." Einen Dank sprach er dabei den Mitgliedern des Heimatpflegevereins und Museumsleiter Manfred Klöble aus.

Einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro für den Förderverein "Simultankirchen in der Oberpfalz" beschlossen die Stadträte ebenfalls. Der Verein setzt sich dafür ein, das materielle und immaterielle Kulturerbe in der nördlichen Oberpfalz rund um den Begriff "Simultaneum" bekannter zu machen und ein Alleinstellungsmerkmal in der Region zu schaffen.

Wie der Bürgermeister aus einem vorliegenden Antrag des Fördervereins zitierte, sollen die Routen des Simultankirchen-Radwegs beschildert werden. Von Gesamtkosten von rund 156 000 Euro übernehmen circa 60 000 Euro die Anrainerkommunen, die Landkreise sowie Dekanate und Bistümer.

Toll, aber anspruchsvoll

Donko wies darauf hin, dass der Simultankirchen-Radweg den Nahtourismus stärke. "Wir an der Route 10 haben einen tollen, aber auch anspruchsvollen Radweg." Dieser führe von Windischeschenbach über Kirchendemenreuth und Wildenreuth nach Erbendorf und weiter über Thumsenreuth und Krummennaab zurück zum Ausgangspunkt. Durch dieses Projekt werde Ökumene gelebt.

"Deutschlandweit ist dieser Simultankirchen-Radweg wie auch das Simultaneum selbst etwas Einmaliges", stellte Reger fest. In dem Projekt sah er eine "gute Geschichte."

 
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