Erbendorf
10.05.2019 - 15:27 Uhr

Neu und bezahlbar

Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Spatenstich konnte die Gemeinnützige Baugenossenschaft ihren Neubau mit 14 Wohneinheiten offiziell seiner Bestimmung übergeben. Eine Punktlandung beim Zeitrahmen und den Kosten.

(von rechts) Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl nahm den obligatorischen Schlüssel aus den Händen von Diplomingenieur Udo Graser entgegen. Bild: njn
(von rechts) Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl nahm den obligatorischen Schlüssel aus den Händen von Diplomingenieur Udo Graser entgegen.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud, in dieser schönen Maienzeit.“ Mit diesem Choral eröffnete der evangelische Posaunenchor die Einweihungsfeier des fertiggestellten Wohnmiethauses der Gemeinnützigen Baugenossenschaft. Doch vom schönen Mai war nichts zu sehen - es regnete leicht. Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl konnte zur Feierstunde neben den Genossenschaftsmitgliedern und den Mietern der neuen Wohnungen, auch die Stadtratsmitglieder, die am Bau beteiligten Firmen sowie die Nachbarschaft begrüßen.

„Die Baugenossenschaft machte ihren letzten Neubau im Jahr 1992 an der Lindenstraße am Naabberg“, stellte der Vorstandsvorsitzende fest. In den folgenden Jahren sei nach und nach der gesamte Wohnungsbestand der Genossenschaft saniert worden. „Deshalb war es wieder einmal an der Zeit, neuen bezahlbaren Wohnraum für Familien, Paare, Senioren und Sozialbedürftige in Erbendorf zu schaffen.“

Erste Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz wurden geführt und entsprechende Planungen durchgeführt. „Im Dezember 2016 konnte der Bauantrag für 14 behindertengerechte Wohnungen eingereicht werden“, so Döppl. Mit dem Bewilligungsbescheid und der Baugenehmigung konnte Anfang Mai 2017 der Spatenstich vollzogen werden. „Das Richtfest konnte die Baugenossenschaft bereits im Dezember 2017 feiern.“

„Vor gut einem halben Jahr, im Oktober 2018, war es soweit, die Mieter konnten ihre Wohnungen beziehen“, führte Döppl weiter aus. Er merkte aber an, dass aufgrund Lieferschwierigkeiten die Balkone erst später genutzt werden konnten. „An dieser Stelle möchte ich mich für das gezeigte Verständnis der Mieter bedankten.“

In den letzten Monaten seien die Arbeiten bei der Zufahrt und den Außenanlagen abgeschlossen worden. „Der Neubau ist nun fertiggestellt“, stellte der Vorstandsvorsitzende fest. Vor allem freute es ihn, dass die gesamten Bauarbeiten unfallfrei verliefen.

Einen Dank sprach er der Regierung der Oberpfalz aus. „Es war eine außerordentlich gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei den Fördermodalitäten.“ Ebenso galt sein Dank der Stadt Erbendorf mit dem Stadtrat und Bürgermeister Hans Donko für die „stetige Unterstützung und Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in Erbendorf.“ Vor allem zeige der Bürgermeister immer wieder seine Verbundenheit zur Gemeinnützigen Baugenossenschaft. Döppl vergaß bei seinen Dankesworten auch nicht alle am Bau Beteiligten sowie Diplomingenieur Udo Graser, der die Planung übernahm.

„Die heutige Einweihung können wir mit gutem Gewissen begehen“, stellte Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl fest. „Wir haben nicht in verschwenderischer Weise oder Fülle gebaut, sondern ein solides Haus für unsere Mieter errichtet.“ Nach seinen Worten füge sich der Neubau sehr gut in die bestehende Bebauung ein. Er biete einen „Ort der kurzen Wege“ in die Stadtmitte und zu den Freizeiteinrichtungen. „Von außen wird uns immer wieder zum gelungen Werk gratuliert und Anerkennung gezollt.“

Mit dem Segen Gottes

„Eine Wohnung ist immer auch eine Heimat“, stellte Pfarrer Martin Besold fest. „Wir richten uns ein und machen die Räume heimelig.“ Deshalb sei für den Evangelisten Johannes die Wohnung auch ein Bild für das Daheimsein bei Gott. „Wenn man eine neue Wohnung bezieht, ist dies auch mit Wünschen und Hoffnungen verbunden“, stellte Pfarrer Christoph Zeh fest. Diese fasste er in den Fürbitten zusammen. Beide Pfarrer spendeten im Anschluss den Segen für das neue Wohnhaus und den die Menschen, die darin ein und ausgehen.

„Heute gilt es, Dankeschön zu sagen“, stellte Bürgermeister Hans Donko fest. „Danke für ein ganz tolles Bauwerk, das in einer kurzen Bauzeit an einem, wie ich glaube, sehr attraktiven Platz entstanden ist.“ Besonders freue es ihn, dass viele Handwerksbetriebe aus der Steinwaldstadt beteiligt waren.

„Für eine Kommune ist es wichtig, für Arbeit und Brot zu sorgen“, sagte Donko. Wichtig sei aber auch, für Wohnraum zu sorgen. „Deshalb hat sich die Stadt auch finanziell am Projekt beteiligt.“ Das dieser Bau entstanden sei, sei nur durch große Engagement der Baugenossenschaft möglich gewesen. „Ein herzliches Vergeltsgott an Vorstandsvorsitzenden Dieter Döppl“. Mit diesen Worten würdigte der Bürgermeister die Verdienste Döppl, der zum einen die Idee zum Bau hatte und zum anderen die Maßnahme vom Anfang bis zum Ende begleitete. „Phänomenal, was hier in ehrenamtlicher Arbeit geleistet wurde“, betonte er. Als äußeres Zeichen überreichte der Rathauschef an den Vorstandsvorsitzenden eine Silbermedaille der Stadt Erbendorf.

Auf den Bau selbst ging Diplomingenieur Udo Graser ein. „Es ist ein Gebäude zur integrativen Wohnnutzung mit 14 Wohneinheiten.“ Vor allem sei bei den Planungen darauf geachtet worden, dass der Zuschnitt kompakt und mit kurzen Wegen ist. „Vom Untergeschoss bis zum zweiten Obergeschoss ist das Wohnhaus vollständig barrierefrei“, bestätigte er.

Im Einzelnen seien sechs rollstuhlgerechte Wohnungen und acht barrierefreie Wohnungen vorhanden. Es stehen acht Zweizimmerwohnungen, vier Dreizimmer- und zwei Vierzimmerwohnungen zur Verfügung. Wie Graser ausführte, gehöre zu jeder Wohnung ein überdachter Stellplatz und ein Kellerraum. „Insgesamt ergibt sich eine Wohnfläche von 1090 Quadratmeter bei einem umbauten Raum von 5300 Kubikmeter.“

Zur Infrastruktur stellte Graser fest, dass es eine gemeinsame Müllsammelstelle sowie Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder gebe. Die Versorgung mit Warmwasser und Heizung werde mit durch das örtliche Fernwärmenetz der Stadtwerke sichergestellt.

Die Kosten bezifferte der Bauingenieur auf 2,5 Millionen Euro. Insgesamt seien 27 Firmen und Ingenieure am Bau beteiligt gewesen. Symbolisch überreichte Graser den obligatorischen Schlüssel an Vorstandsvorsitzenden Dieter Döppl.

Eine Silbermedaille der Stadt überreichte Bürgermeister Hans Donko an den Vorstandsvorsitzenden Dieter Döppl (links). Mit auf dem Bild (von links) Pfarrer Martin Besold und Pfarrer Christoph Zeh. Bild: njn
Eine Silbermedaille der Stadt überreichte Bürgermeister Hans Donko an den Vorstandsvorsitzenden Dieter Döppl (links). Mit auf dem Bild (von links) Pfarrer Martin Besold und Pfarrer Christoph Zeh.
Am Rednerpult Bürgermeister Hans Donko. Mit auf dem Bild (von rechts) Pfarrer Martin Besold, Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl und Diplomingenieur Udo Graser. Bild: njn
Am Rednerpult Bürgermeister Hans Donko. Mit auf dem Bild (von rechts) Pfarrer Martin Besold, Vorstandsvorsitzender Dieter Döppl und Diplomingenieur Udo Graser.
Am Rednerpult Bürgermeister Hans Donko. Bild: njn
Am Rednerpult Bürgermeister Hans Donko.
Die kirchliche Segnung nahmen (von links) Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold vor. Bild: njn
Die kirchliche Segnung nahmen (von links) Pfarrer Christoph Zeh und Pfarrer Martin Besold vor.
Das neueste Bauprojekt der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, das Wohnhauses mit 14 Wohneinheiten in der Stadtbadstraße, konnte jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Bild: njn
Das neueste Bauprojekt der Gemeinnützigen Baugenossenschaft, das Wohnhauses mit 14 Wohneinheiten in der Stadtbadstraße, konnte jetzt offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.
 
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