12.01.2020 - 13:57 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Neuer Besitzer des Kolpinghauses in Erbendorf steht fest

Der Verkauf des Kolpinghauses ist beschlossene Sache. Das bestätigte Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer. Käufer ist Gregor Schraml. „Über den Kaufpreis haben wir Stillschweigen vereinbart.“ Bis Februar 2021 kann es aber noch genutzt werden.

Die Pfarrei bedankte sich beim Neujahrsempfang mit einem großen Büfett bei den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Kolpinghaus.
von Jochen NeumannProfil

Der Verkauf des Kolpinghauses ist bereits seit Jahren Thema in der katholischen Pfarrei. In den vergangenen Monaten wurde viel gemunkelt. Jetzt ließ Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer beim Neujahrsempfang der Pfarrei im Kolpinghaus die Katze aus dem Sack. "Der Vertrag liegt aktuell beim Notar", gab Meierhöfer bekannt.

Das beste Angebot

"Das beste Angebot zum Kauf gab Gregor Schraml ab", bestätigte er. Schraml betreibt gleich Vis-a-Vis in der Alten Propstei die Steinwald-Brennerei. "Über den Kaufpreis und die Verwendung des Hauses wurde Stillschweigen vereinbart", betonte der Kirchenpfleger. Wie er weiter ausführte, könne die Pfarrei das Kolpinghaus noch bis 1. Februar 2021 nutzen." Das sei vertraglich so geregelt.

Der Kirchenpfleger hatte in diesem Jahr in seinem Rechenschaftsbericht beinahe eine wahre Informationsflut für die vielen Gäste. So ging er auf den unter kirchlicher Trägerschaft stehenden St.-Elisabeth-Kindergarten ein. "Die Einrichtung schloss im Kindergartenjahr 2017/18 ohne Defizit ab", stellte Meierhöfer fest.

Der Kirchenpfleger schnitt auch das Thema Kirchenwald an, der mit 227 Hektar im Eigentum der katholischen und evangelischen Pfarrei steht. "Verwaltet wird dieser durch die Simultankirchenstiftung." Als Vertreter gehören zum Gremium die beiden Pfarrer Martin Besold und Christoph Zeh, von der evangelischen Seite Otto Purucker, Sigmund Bauschke, Dr. Herbert Steiner sowie von der katholischen Seite Georg Schraml, Alexander Pöllmann und Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer. "Bei der letzten Wahl wurden Otto Purucker als Vorsitzender und die beiden Pfarrer als Schriftführer im Wechsel ernannt."

"Zu den Aufgaben der Simultankirchenverwaltung gehört die Umsetzung des Waldwirtschaftsplans und dessen Überwachung", so Meierhöfer. So sei die jährliche Einschlagsmenge auf 1700 Festmeter festgesetzt. "Doch diese Marke wurde in den vergangenen Jahren noch nie erreicht." Meist lag der Einschlag bei rund 1200 Festmetern. "Und das auch nur durch Durchforstung und Käferholz". Im vergangenen Jahr seien lediglich 600 Festmeter herausgenommen worden, was aus Sicht des Kirchenpflegers in Ordnung sei. "Das ist zwar wenig für einen so großen Wald, aber wir können glücklich sein, denn der Holzpreis ist derzeit im Keller."

Neue Orgel in Planung

Ein Thema in den Kirchenverwaltungssitzungen sei auch die neue Orgel für die Pfarrkirche. "Aktuell liegt der Fall bei der Diözese Regensburg in der Abteilung Kirchliche Kunst", so der Kirchenpfleger. "Man muss aber wissen, dass nach einer Genehmigung noch mindestens zwei bis drei Jahre ins Land gehen, bis eine neue oder überholte Orgel in unserem Gotteshaus erklingen kann." Einen großen Dank sprach der Kirchenpfleger dabei dem Organisten Holger Popp aus, der dieses Projekt angestoßen hat und begleitet.

Zum alten Benefizium in der Frühmeßgasse führte Meierhöfer aus, dass im vergangenen Jahr der marode Dachstuhl denkmalgerecht saniert und das Gewölbe der Lorettokapelle mit Stabilisierungsbögen gesichert worden ist. "In diesem Jahr beginnen die Arbeiten für den neuen Außenputz", kündigte Meierhöfer an. Die Kosten für die Sanierung bezifferte der Kirchenpfleger auf 400 000 Euro.

"Zum Abriss des Schwesternhauses warten wir nur noch auf die Genehmigung aus Regensburg." Denn an dessen Stelle soll der neue Pfarrsaal der katholischen Pfarrei errichtet werden. Wie Meierhöfer ausführte, reiche die Kapazität im neuen Saal Platz für 100 Sitzplätze oder 200 Stehplätze. Das Gebäude werde 26 Meter lang und 9 Meter breit, bei einer Höhe von rund 8 Metern. "Insgesamt sind es 1600 Kubikmeter umbauter Raum bei 200 Quadratmetern Nutzfläche." Davon allein sind für den Saal 120 Quadratmeter eingeplant. "Der Baukörper fügt sich sehr gut in das bestehende Ensemble ein", ist sich Kirchenpfleger Meierhöfer sicher. Die Kosten bezifferte er auf rund eine Million Euro, die von der Diözese mit 50 Prozent bezuschusst werden. In die Finanzierung fließe auch der Verkaufserlös aus dem Kolpinghaus mit ein.

Pfarrgemeinderatssprecher Holger Popp dankte den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern für die Zeit und Mühen, die sie in den Dienst der Pfarrei stellen. Er ging auch auf das neue Jahresmotto der Pfarrei "Gemeinsam glauben und beten" ein. Popp stellte bei dieser Gelegenheit auch den neuen Internetauftritt der Pfarrei vor, der gemeinsam mit einer Erbendorfer Medien-Agentur entwickelt worden ist. "Wichtig ist, dass die Leute merken, es läuft viel in der Pfarrei." Mit diesen Worten dankte Pfarrer Besold für die Ausführungen von Pfarrgemeinderatssprecher und Kirchenpfleger.

Dank an Hans Donko

Ganz herzlich begrüßte Pfarrer Besold Hans Donko zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Bürgermeister beim Neujahrsempfang. "Es gilt heute, Dank zu sagen", stellte Besold fest. "Es war eine hervorragende Zusammenarbeit in all den Jahren." An einem reichhaltigen Büfett konnten sich anschließend alle Gäste bedienen. Dazu gab es auf Großleinwand einen Bilderrückblick über das abgelaufene Jahr.

Pfarrer Martin Besold, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holger Popp und Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer (von links)
Kirchenpfleger Alfons Meierhöfer (links) stellte unter anderem die Planungen zum neuen Pfarrsaal vor. Mit auf dem Bild Pfarrgemeinderatsvorsitzender Holger Popp.
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