04.07.2021 - 14:30 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Patrozinium in Wäldern unter freiem Himmel

Pfarrer Martin Besold (stehend rechts) zelebrierte den Gottesdienst zum Patrozinium vor der Peterskirche in Wäldern.
von Holger PoppProfil

Bei schönstem Wetter feierten am Samstag die Gläubigen vor der Peterskirche in Wäldern das Patrozinium. Zahlreich hatten sie sich vor dem Gotteshaus versammelt und feierten unter freiem Himmel mit fabelhaftem Ausblick einen festlichen Gottesdienst.

Diesen gestaltete der Steinwaldchor mit feierlichen Gesängen musikalisch. Die Freude der Sängerinnen und Sänger war spürbar, dass nun nach so langer Zeit Chorgesang wieder möglich ist. Leiterin Margareta Heldmann hatte mit ihnen in wenigen Proben ein wunderbares Programm für den Gottesdienst einstudiert. Petra Pöllmann begleitete das Ensemble am E-Piano.

In der Eröffnung wies Pfarrer Martin Besold darauf hin, dass die Peterskirche aus Granit erbaut sei. Das Gestein stehe für Härte und Festigkeit. Es sei ein Sinnbild für die Festigkeit zu Jesus Christus, die man auch beim Apostel Petrus, dem Patron der Peterskirche, feststellen könne. In der Predigt stellte Pfarrer Besold eine östliche Weisheitsgeschichte in den Mittelpunkt. Dabei ging es darum, den Menschen die Wahrheit für das Leben mitzugeben. Jedoch sollte sie den Menschen nicht einfach gegeben werden, sondern die Wahrheit sollte versteckt werden, damit man sie selbst finden und entdecken könne. So kam es, dass die Wahrheit im Innersten eines jeden Menschen versteckt wird, denn dort sucht sie zunächst keiner.

Besold spannte den Bogen von der kleinen Geschichte zum Evangelium. Der Seelsorger erklärte, dass sich Gott im Menschen als Jesus von Nazareth versteckt habe. "Da hat ihn keiner gesucht. Da haben die Menschen den Messias als Nachbarn, entdecken seine Weisheit, sehen seine Wunder. Aber dass Gott in ihm steckt, erkannten sie nicht." Besold ging schließlich darauf ein, dass für die Christen entscheidend sei, dass Gott zu ihnen als Mensch gekommen sei. So könne auch das Göttliche bei jedem Menschen ankommen. Die Krux dabei sei, dass Gott auch übersehen werden könne, wenn er so menschlich daherkomme.

Am Ende der Messe bot der Förderverein Steinwaldkirche eine Brotzeit zum Mitnehmen an. Das Team um Ferdinand Schieder hatte alles bestens vorbereitet und organisiert. So bedankte sich Pfarrer Martin Besold beim Förderverein für sein Engagement. Dankesworte richtete er auch an Mesner Markus Dietrich, der den Altar im Freien vorbereitet hatte und sich zuverlässig um die Peterskirche kümmert.

Pfarrer Martin Besold bei der der Ansprache.
Margareta Heldmann hatte mit dem Steinwaldchor passende Lieder einstudiert.
Gottesdienst vor traumhafter Kulisse.
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