20.03.2020 - 19:33 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Pflegeschule: Rettung auf solider Basis

Berufliches Bildungszentrum in Erbendorf wird weiterbestehen. Gemeinsame Aktion lokaler Politiker und eines Abgeordneten gelingt.

von Externer BeitragProfil

Lange Zeit hat es nicht gut ausgesehen für das Berufliche Bildungszentrum. Aber seit geraumer Zeit blüht die Hoffnung. Auch Leiterin Hannelore Doleschal schaut optimistisch in die Zukunft. Die Politik hat in diesem Fall Teamgeist bewiesen.

Bürgermeister Hans Donko (CSU), Bernhard Schmidt, Fraktionssprecher der Freien Wähler im Erbendorfer Stadtrat und der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Tobias Gotthardt sind Kultusminister Michael Piazolo auf die Pelle gerückt.

Dunkle Wolken hingen über den Fachschulen für Heilerziehungspflege und für Heilerziehungspflegehilfe des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Erbendorf. Die Nicht-Anerkennung der staatlichen Zulassung drohte. Nun aber vermelden der scheidende Bürgermeister Hans Donko (CSU), sowie Fraktionschef Bernhard Schmidt und Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt (beide Freie Wähler) einen Erfolg in letzter Minute: „Der Fortbestand der Heilerziehungspflegeschule in Erbendorf ist gesichert.“

Erreicht hatten die Politiker dies durch ein gemeinsames Nachhaken bei Kultusministerium, bei der Regierung und beim Schulamt. „Kultusminister Piazolo hat sich persönlich der Sache angenommen“, so Gotthardt. „Wir haben miteinander einen Weg gefunden“, so Schmidt. Im laufenden Schuljahr müssten nun zwei Drittel der angemeldeten Schüler die Prüfung bestehen, dann wäre der Betrieb dauerhaft gesichert.

Von Anfang an, so Fraktionschef und Fördervereins-Mitglied Schmidt, seien er und Bürgermeister Donko mit dem Anliegen der Zulassung als staatliche Schule bei MdL Gotthardt auf offene Ohren gestoßen: „Er hat unser Anliegen nach München getragen und direkt die Türen zum Kultusminister geöffnet.“ Und auch dort habe man sich der Sache umgehend angenommen: „Die rechtliche Lage war nicht einfach, der Fall in einer Grauzone.“ So habe die Schule im vergangenen Jahr die festgelegte Marke der Abschlüsse um eine Person unterschritten – allerdings sei das rechtlich nicht ausnahmslos bindend. Und genau darauf hätten die Erbendorfer sich bei ihrem Protest berufen.

In einem gemeinsamen Schreiben hatten sich letztlich auch die Schülerinnen und Schüler an Kultusminister Piazolo gewandt und eindringlich um den Erhalt der Schule gebeten: „Wir brauchen diese Schule.“

Das sieht auch Gotthardt so: „Wir waren uns einig, dass ein einziger fehlender Abschluss nicht über den Fortbestand entscheiden darf. Die Absolventen im Pflegebereich werden dringend in der Region benötigt.“ Fördervereinsmitglied Schmidt sieht „die Chance nun als große Herausforderung: Wir werden mit Nachdruck für die Angebote unserer Schule werben, um die Schülerzahl weiter zu erhöhen“. Dabei gehe es ihm auch darum, die Schule am Erbendorfer BBZ „als wichtiges Standbein unseres Bildungsstandortes zu erhalten“.

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