16.01.2020 - 11:50 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Rekordbrechender Aderlass

Einen erfreulichen Rekord gibt es beim BRK-Blutspendetermin in der Steinwaldstadt. Sage und schreibe 208 Menschen - so viele wie noch nie - waren in die Stadthalle gekommen. Das stellte die Organisatoren aber vor gewisse Probleme.

208 Spenderinnen und Spender - und damit so viele wie noch nie - waren zur ehrenamtlichen Blutspende am Dienstag in Erbendorf erschienen.
von Michael DenzProfil

Waren es Neujahrsvorsätze anderen zu helfen, eine niedrige Krankheitsrate oder einfach die steigende Bereitschaft zum ehrenamtlichen Aderlass? Überwältigt und zugleich überrascht, jedoch sichtlich erfreut zeigt sich der Erbendorfer BRK-Bereitschaftsleiter Sven Lehner am Dienstag bei und auch nach der Blutspende, welche in der Stadthalle stattfand. "So viele kamen in Erbendorf noch nie zur Blutspende", lautet sein Resümee am Ende der rekordbrechenden Blutspendeaktion.

Lange Schlange

Startzeit der Blutspende am Dienstag war um 15:30 Uhr. "Bereits eine halbe Stunde davor standen etliche bei der Registrierung", erzählt Sven Lehner. Aufgrund der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre rechnete man insgesamt mit rund 160 Spendern, welche bis 20 Uhr kommen werden.

173 Blutspender waren es im Durchschnitt im Jahr 2019", weiß Lehner. Die bisher meisten Blutspender konnte man in Erbendorf am 26. März 2019 verzeichnen. 185 waren an diesem Tag gekommen, um anderen Menschen zu helfen und Leben zu retten. Die rekordbrechende Zahl erreichte man schließlich am vergangenen Dienstag. Insgesamt 208 Spender, darunter 12 Erstspender, waren gekommen, um sich einen halben Liter Blut "abzapfen" zu lassen. Die unerwartet hohe Anzahl an Blutspendern, mit welchen die Organisatoren nicht gerechnet hatten, sorgte für einen kleinen "bitteren Beigeschmack".

"Leider kam es durch die unerwartet hohe Spenderanzahl an allen Stationen zu Wartezeiten, womit die Blutspende für alle Spender deutlich länger als normal dauerte", entschuldigt sich Sven Lehner und bittet um Verständnis. "Die letzten Spender waren nach 21 Uhr mit der Entnahme fertig. Auch sie bekamen natürlich noch warme Wiener oder eine Käsesemmel, sowie die letzten Krapfen von der Konditorei Kohr serviert", ergänzt er.

"Die Wartezeiten tun uns sehr leid", betont der Erbendorfer BRK-Bereitschaftsleiter und zugleich stellvertretende Geschäftsführer des BRK Kreisverbandes Tirschenreuth nochmals. Sven Lehner hofft, dass sich die in Kauf genommenen Wartzeiten nicht demotivierend auf die nächste Blutspende auswirken. Die Betroffenen seien auf die Hilfe der ehrenamtlichen Spenderinnen und Spender und damit auf deren Blut angewiesen. "Ich danke allen ehrenamtlichen Blutspenderinnen und -spendern ausdrücklich für ihr Engagement."

Gute Lösung finden

"Wir werden uns mit unserem Gebietsreferenten vom Blutspendedienst des BRK abstimmen und wenn es keine einmalige Ausnahme bleibt, werden wir sicher eine gute Lösung finden", zeigt sich Lehner hinsichtlich der Organisation zuversichtlich. Aufgrund der geplanten Anzahl von 160 Spendern standen zwölf Liegen und drei Ärzte neben dem Team des Blutspendedienstes und den ehrenamtlichen Helfern der BRK-Bereitschaft Erbendorf parat.

Weiteren "besonderen Dank" spricht Sven Lehner seinen acht Helfern sowie den fünf Jugendrotkreuzlern aus. Nicht nur beim Anbringen der Plakate und Banner, sondern auch bei den späteren Arbeitsabläufen haben alle kräftig unterstützt. Neben den mitwirkenden Kräften der Bereitschaft haben auch die Mitarbeiter des Blutspendedienstes und die diensthabenden Ärzte "Überstunden und Höchstleistungen" erbracht.

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