Traditioneller Markttag, verkaufsoffener Sonntag und viele Angebote in der Innenstadt: Der St.-Veit-Markt in Erbendorf lockt am Sonntag, 21. Juni, wieder Besucher aus der gesamten Region an. Bereits seit mehr als 600 Jahren gehört der St.-Veit-Markt zu den wichtigsten Jahrmärkten der Steinwaldstadt. Historische Aufzeichnungen belegen, dass der Markt bereits im Jahr 1416 im Salbuch (Verzeichnis von Besitzrechten) der Herrschaft Parkstein erwähnt wurde.
Musik und Marktstände
Im Salbuch heißt es: Auf den Jahrmärkten hat man „frid und gelaitt achttag vor und achttag hernach, als mit recht und gewohnhait ist herkommen“. Wer also den Kirchweihfrieden störte, wurde bestraft – wie 1706 der katholische Pfarrbauer, der mit einer Frau raufte, die er beim Stehlen erwischt hatte. Seine Entstehung verdankt der Markt der Erbendorfer Urpfarrei St. Veit und dem damit verbundenen Kirchenpatrozinium. Damit reicht die Tradition des Markttages weit ins Mittelalter zurück.
Auch in diesem Jahr erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot. Zahlreiche Fieranten bauen ihre Verkaufsstände entlang des Unteren Marktes auf und bieten ihre Waren an. Ergänzt wird das Marktgeschehen durch einen verkaufsoffenen Sonntag der örtlichen Geschäfte sowie die Angebote der Gastronomiebetriebe.
Viele Besucher nutzen den Tag für einen entspannten Einkaufsbummel durch die Innenstadt. Besonders Gartenfreunde kommen dabei auf ihre Kosten: Die örtlichen Gärtnereien präsentieren Sommerbepflanzungen, Salat- und Gemüsepflanzen sowie zahlreiche Ideen und Inspirationen für Balkon und Garten. Bei der Gärtnerei Nikol auf der Bruckmühl sorgt von 14 bis 15 Uhr eine kleine Besetzung des Zitherclubs Erbendorf für musikalische Unterhaltung.
Flohmarkt
Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Flohmarkt auf dem Edeka-Parkplatz in der Südbahnhofstraße. Dieser verwandelt sich in ein Paradies für Schnäppchenjäger, Sammler und alle, die gerne auf Entdeckungsreise gehen. Das Angebot reicht von gut erhaltener Kleidung, Büchern und Spielzeug über Geschirr und Haushaltswaren bis hin zu Schallplatten, Briefmarken, Werkzeugen und allerlei Raritäten.
Neben dem Einkaufsangebot spielt auch die Gastlichkeit traditionell eine Rolle. Die örtliche Gastronomie lädt zur Einkehr ein – vom Frühschoppen über ein Mittagessen bis zum Nachmittagskaffee oder einem Eisbecher.
Neben dem St.-Veit-Markt zählen der Mittefastenmarkt, die Michaeli-Kirchweih und der Martinimarkt zu den sogenannten „gefreiten Märkten“ der Stadt. Sie werden bis heute jährlich abgehalten und sind fest im Veranstaltungskalender von Erbendorf verankert.


















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