23.10.2020 - 15:20 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Siedlungswerk Regensburg schafft in Erbendorf Wohnraum für rund 100 Menschen

An der Kemnather Straße sind auf dem früheren Murr-Gelände mittlerweile die Arbeiten für den Bau der Mietwohnanlage angelaufen. Und auch für den Umzug des Spielplatzes, der zuletzt dort beheimatet war, gibt es Lösung.

Schweres Gerät ist an der Kemnather Straße aufgefahren, um das Gelände baureif zu machen.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Seit einigen Tagen pflügt sich ein Bagger durch das Areal, auf dem früher das Omnibusunternehmen Murr beheimatet war. Er ebnet den Weg für ein Millionenprojekt. Der "Aussichtshügel" ist mittlerweile eingeebnet, der geteerte Weg, der den Spielplatz erschlossen hat, ist verschwunden. Stattdessen bestimmen Pflastersteine und Schotter das Bild.

Wie ausführlich berichtet, errichtet das Katholische Wohnungsbau- und Siedlungswerk in Regensburg auf dem Areal im Freistellungsverfahren ein Mietwohnhaus mit 32 Wohnungen.

Das imposante Haus wird aus vier Stockwerken (einem Erdgeschoss und drei Obergeschossen) bestehen. Zudem sind auf dem Areal nach den seinerzeit vorgestellten Plänen 36 Parkplätze für die künftigen Mieter vorgesehen. Rund 100 Menschen sollen dort ein neues Zuhause finden.

Zuletzt wurde das Gelände als Spielplatz genutzt. Die Geräte, darunter eine bei den Kindern ungemein beliebte Seilbahn, die sogar auswärtige Familien nach Erbendorf gelockt hat, sind im Bauhof eingelagert. Sie sollen auf einem Teil des Bolzplatzes am Kreinzlweg wieder aufgestellt werden.

Skizze für Spielplatz

Bürgermeister Johannes Reger präsentierte in der Stadtratssitzung nun einen ersten Entwurf, wie die Fläche vor dem TSV-Sportheim Spielplatz werden und trotzdem Bolzplatz bleiben könnte. Die Skizze sieht vor, die Fläche in Längsrichtung in zwei etwa gleiche Hälften zu teilen. Auf der einen Seite könnte weiter gekickt werden, während auf der anderen Seite die Spielgeräte platziert werden könnte, meinte er. Und im rückwärtigen Bereich sei sogar noch Platz für die Bäume, die einst den Monopteros auf dem früheren Murr-Areal geschmückt hatten. Aber ganz entschieden ist diese Gestaltung noch nicht. Denn es gebe auch noch eine Alternative dazu, so der Bürgermeister. Die besteht darin, auf dem benachbarten Sportgelände der Stadt einen Bolzplatz neu für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Laut Reger sind beide Lösungen denkbar.

Apropos Kreinzl. Die Arbeiten an der Tribüne im Kreinzl-Stadion sind mittlerweile nahezu abgeschlossen. Lediglich an der Grillbude stehen laut Reger noch Restarbeiten an. Allerdings hat der Bürgermeister neue Mängel auf dem Sportgelände auf dem Zettel. Es gebe einige Löcher auf der Laufbahn, die man noch beseitigen wolle.

Kanalkataster

Weitgehend beendet sind laut Reger die Vorarbeiten für einen Kanalkataster für die Stadt Erbendorf. "Es fehlen nur noch ein, zwei Straßen." Auch die überbauten Kanäle seien mittlerweile erfasst, sagte Reger. Der nächste Schritt sei dann die Digitalisierung.

Radweg-Lückenschluss

Es gab noch eine Vollzugsmeldung aus dem Rathaus: Der Lückenschluss des Fichtelnaab-Radwegs, der den Rohrmühlweg mit der Bahnhofstraße verbindet, ist mittlerweile nicht nur fertiggestellt, sondern auch schon entsprechend beschildert.

Parkplatz-Problem

Handlungsbedarf sah Zweiter Bürgermeister Bernhard Schmidt (Freie Wähler) im Bereich Bräugasse/Kemnather Straße. Viele Bürger beklagten sich, dass sie bei der Arztpraxis dort keinen Parkplatz fänden, weil Dauerparker die Buchten blockieren würden. Schmidt regte an, dort über eine Kurzzeitzone nachzudenken.

Neue Höchstgeschwindigkeit

Umgesetzt hat die Stadt mittlerweile den Beschluss, in der Steinigen Gasse außerhalb des Stadtgebiets die Beschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde aufzuheben. Dort sind nun 70 Sachen erlaubt, was dem Vernehmen nach bereits wieder zu Klagen geführt hat. Es werde außerorts dort nun viel zu schnell gefahren, so bekam ein Stadtrat von einem Bürger, der die Allee gerne zu Spaziergängen nutzt, zu hören.

Raserei vor der Schule

Apropos zu schnell gefahren: Dies sei auch in der neuen Tempo-30-Zone vor der Grund- und Mittelschule in der Frühmessgasse der Fall, erklärte Bernhard Schmidt. "Laut einem Anwohner bringen die Schilder gar nichts", erklärte der Freie Wähler. Er bat den Bürgermeister, eine der beiden Geschwindkeitsmessgeräte dort zu installieren, um das zu überprüfen und das schnelle Fahren zu unterbinden.

Der Stadtrat hat auch einer Bauvoranfrage von Aldi zugestimmt. Hier geht es zum Bericht

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Problem an Friedhofsmauer

Ein leidiges Thema sprach Anton Hauer (SPD) mit den Bäumen an, welche im rückwärtigen Bereich die Friedhofsmauer überragen. Die Leute, die dort ein Grab hätten, wollten hier einen Rückschnitt. Hauer bat die Stadt darum, sich des Problems anzunehmen. "Viele Bürger sind mittlerweile verärgert, weil das nicht geschieht", behauptete der Siedler-Vorsitzende.

Kein Konzert

Abgesagt wurde mittlerweile wegen der Corona-Pandemie das für Samstag, 7. November, in der Stadthalle geplante Konzert mit der Gruppe "Harmonic Brass", die vor einigen Wochen eine Serenade im Stadtpark gestaltet hatte.

In der Allee an der Steinigen Gasse sind nun 70 Kilometer pro Stunde erlaubt. Bisher galt dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde.

Hier erfahren Sie mehr über die Sitzung des Erbendorfer Stadtrats

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