13.12.2019 - 15:35 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Stadtwerke aller Orten

„Eine Bilanzsumme von knapp 23 Millionen Euro machen die Stadtwerke zu einem wichtigen Baustein am Wirtschaftsstandort Erbendorf.“ Das stellte Bürgermeister Hans Donko bei der Bürgerversammlung fest.

von Jochen NeumannProfil

Bürgermeister Donko konnte der Versammlung im Einzelnen aufzeigen, welche Betriebe zu den im Jahr 2006 gegründeten Stadtwerken gehören. So zählen die Errichtung und der Betrieb von Wohnanlagen und Gebäuden, die Versorgung mit Wasser und Energie und der Betrieb der Straßenbeleuchtung ebenso dazu, wie die Errichtung und der Betrieb von Photovoltaikanlagen, der Betrieb des Stadtbades, der Vertrieb des Steinwald-Echos, der Betrieb eines Telekommunikations-Unternehmens und der Betrieb eines Verkehrsunternehmens.

Eine grundsätzliche Anmerkung machte Donko zur Wasserversorgung. Die Stadt gewinne Wasser aus eigenen Quellen und beziehe einen großen Teil vom Zweckverband Steinwald-Gruppe. „In diesem Jahr ist eine massive Überschreitung der Bestellmenge zu erwarten“, so Donko. Dies sei mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Bürger forderte er auf, vor allem in den trockenen Perioden Wasser zu sparen.

Als einen profitablen Betrieb bezeichnete der Bürgermeister den Busbetrieb. „Heute werden mit insgesamt 15 Fahrzeugen nicht nur Schulbuslinien bedient“, fügte er an. Auftragsverkehr für die RBO gehöre ebenso dazu wie Ausflugs- und Reisefahrten. „Mit drei komfortablen Luxus-Reisebussen konnten wir auch das Segment der Ausflugs- und Reisefahrten weiter ausbauen“, so Donko.

Gewinnbringend sei auch der Betrieb Photovoltaikanlagen, die hauptsächlich auf allen Wohngebäuden im Siedlungsgebiet „Brücklpoint“ aufgebaut sind. Weitere Anlagen befinden sich auf anderen städtischen Gebäuden. „Insgesamt wird aktuell eine Leistung von 410 kW/p vorgehalten“, so der Bürgermeister. Der Betrieb der Wohngebäude in der Brückelpoint ist ebenfalls ein Eigenbetrieb der Stadtwerke.

„Seit Juli 2008 sind die 71 Wohnungen an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vermietet, die diese an die US-Army weitervermietet hat“, konnte der Bürgermeister mitteilen. Für die Stadt bestehe durch die durch die Bundesanstalt garantierten Mietzahlungen kein Risiko. 55 der 71 Doppelhaushälften wurden bereits 2012 an eine Münchner Investorengruppe verkauft. Unter der Bezeichnung „Errichtung und Betrieb von Gebäuden für die Stadt Erbendorf“ wurde ein weiterer Betrieb gegründet, der sich im Wesentlichen um die neue Doppelsporthalle an der Schule kümmert. Bürgermeister Donko hob in seinem Rechenschaftsbericht vor allem die Fernwärmeversorgung hervor. Angeschlossen seien das Wohngebiet Brückelpoint als auch die städtischen Gebäude und Einrichtungen sowie private Endabnehmer. Zur Gewinnung der Energie seien derzeit beim Stadtbad ein Blockheizkraftwerk sowie eine Gasheizungsanlage installiert. Aufgrund des vorgesehenen Neubaus einer Schwimmhalle sei der Bau eines weiteren Blockheizkraftwerkes geplant.

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